Erfahrungsaustausch zwischen Polizei- und Berufsschülern an der Landesberufsschule Pöchlarn

Schwarz/Mikl-Leitner: Konflikten vorbeugen und Verständnis schaffen

St. Pölten (OTS/NLK) - 50 Polizeischülerinnen und Polizeischüler sowie 50 Berufsschülerinnen und Berufsschüler tauschten am vergangenen Freitag in der Landesberufsschule Pöchlarn Inhalte ihrer jeweiligen Ausbildungen untereinander aus. Die Schülerinnen und Schüler befragten einander in Einzelinterviews zu den jeweiligen Lehrinhalten. In zwei Workshops wurden Stationsbetriebe aufgebaut, die Einblicke in die Polizeigrundausbildung sowie in die Tischler-, Zimmerer und Informationstechniklehre gaben. Am Nachmittag präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse aus den Workshops Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Landesschulinspektor Mag. Rudolf Toth, Berufsschuldirektor Ing. Erich Drabek und dem Leiter des Bildungszentrums der Sicherheitsexekutive Oberst Gerhard Liebmann.

"Das Motto für die Veranstaltung könnte lauten ‚Über den Tellerrand blicken‘, denn genau das haben die Schülerinnen und Schüler heute getan. Interesse für anderes zeigen, offen sein für neue Themen - das zeugt von Aufgeschlossenheit und erweitert den eigenen Horizont. Umso bemerkenswerter finde ich das große Interesse, mit dem die jungen Menschen sich heute ausgetauscht haben und in die jeweils anderen Bereiche geschnuppert haben. Wenn angehende Tischler, Zimmerer und Informationstechniker die vielfältigen Aufgaben der Polizei kennen, dann zeigen sie Anerkennung und Wertschätzung", so Bildungs-Landesrätin Schwarz.

"Polizistinnen und Polizisten genießen innerhalb der Bevölkerung zu Recht ein großes Vertrauen. Nichts desto trotz gibt es auch Vorurteile gegenüber Polizistinnen und Polizisten. Beispielsweise wird die Polizei oft nur mit Verkehrsstrafen in Verbindung gebracht, das Aufgabenfeld der Polizistinnen und Polizisten ist aber viel weiter gefächert", so Innenministerin Mikl-Leitner "Diese Veranstaltung bietet den Schülerinnen und Schülern Einblick in die Ausbildung einer anderen Berufsgruppe und kann damit dafür sorgen, dass gegenseitige Vorurteile abgebaut werden. Je mehr man über eine andere Berufsgruppe weiß, desto mehr Verständnis bekommt man für sein Gegenüber", so Mikl-Leitner.

In den Stationen absolvierten die Schülerinnen und Schüler der Berufsschule theoretische und praktische Aufgaben rund um die Polizeiausbildung, die Cyber-Kriminalität und das Polizei-Einsatztraining. Die angehenden Polizistinnen und Polizisten schlüpften in die Rolle von Tischler- und Zimmererlehrlingen und stellten Ziersäulen und Serviettenhalter aus Holz her. Sie absolvierten aber auch Aufgaben der Informationstechnologie, vergaben IP-Adressen und User-Freigaben, stellten Verbindungen zwischen Computern her und erfuhren, wie gelöschte Daten wieder hergestellt werden können.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

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