• 28.06.2015, 11:34:44
  • /
  • OTS0026 OTW0026

LR Rudi Anschober: Zweites bayrisches AKW wird dieses Wochenende stillgelegt und durch Erneuerbare Energie ersetzt

Linz (OTS) - Das AKW Grafenrheinfeld, 186km von der Grenze zu
Oberösterreich, wird dieses Wochenende endgültig stillgelegt, das
9.stillgelegte AKW in Deutschland - nach dem AKW Isar das zweite AKW
in Bayern, das geschlossen wird. Nach 33 Jahren Betrieb, in denen es
jährlich 3,8 Mio. Haushalte mit Strom versorgt hat. Damit sind in
Europa nur noch 130 AKW in Betrieb, 1989 waren es noch 177 Reaktoren.

Für Deutschland entwickelt sich der Atomausstieg aus Sicht der
Energieversorgung völlig problemlos - die Stromerzeugung aus
Windenergie und Sonnenenergie wurde drastisch gesteigert, dadurch ist
Deutschland trotz der Schließung von mittlerweile 9 AKW ein
Großexporteur von Strom. Zum Vergleich: alleine die Windenergie
erzeugt mittlerweile eine Strommenge, die der dreieinhalbfachen
Leistung von Grafenrheinfeld entspricht. Die Energiewende
funktioniert hervorragend.

Öberösterreichs Grün-Landesrat Rudi Anschober: "Ein großer Erfolg der
Umwelt- und Grünbewegung. Gerade auch für Oberösterreich. Wir sind
der Antreiber in Europa für den Atomausstieg und Vorreiter für die
Energiewende. Wir zeigen vor, dass es auch in Industrieregionen
funktioniert."

Der Atomausstieg als notwendiger Schritt zeigt aber auch auf, wie
verantwortungslos die Atomenergie generell war und ist. Denn trotz
Ausstieg wird das Problem Atom über hunderte Generationen erhalten
bleiben. Noch immer gibt es kein Endlager - es sollte Sicherheit für
eine Million Jahre bringen, das ist denkunmöglich. Der AKW-Standort
Isar1 bei Landshut, der jahrelang im Fokus meiner Kritik gestanden
ist, wurde bereits stillgelegt. Aber nun treten neue Probleme auf. Im
Abklingbecken des stillgelegten AKW lagern noch immer 1700
abgebrannte Brennelemente. Ein neues Gutachten zeigt auf, dass das
Kraftwerk daher bei Beginn der Abbrucharbeiten nicht frei von
Brennstoffen sein wird und dies die Gefahr von Störfällen erhöht, so
die Beratungsfirma Intac aus Hannover. Die Forderung lautet daher,
die Abbrucharbeiten erst nach Abtransport der Brennstäbe zu beginnen.

Anschober: "In einem aktuellen Schreiben an Bayerns Umweltministerin
Schärf setze ich mich daher für größtmögliche Sicherheit beim Abbruch
und einer vorrangigen Entfernung der Brennstäbe vor dem Beginn der
Abbrucharbeiten ein."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel