Bundesminister Ostermayer veröffentlicht Kunst- und Kulturberichte 2014

Erfolgreiches Jahr für Kunst und Kultur in Österreich – Berichte ab sofort online

Wien (OTS) - Kulturminister Josef Ostermayer hat die aktuellen Kunst-und Kulturberichte diese Woche dem Parlament übermittelt. Die Leistungsberichte der Kunst- und Kultursektion im Bundeskanzleramt stehen ab sofort online zur Verfügung und bieten einen umfassenden und transparenten Überblick über die Tätigkeiten der Kultureinrichtungen des Bundes, die Förderungen aus dem Kunst- und Kulturbudget sowie die wichtigsten Entwicklungen im Jahr 2014. "Die Jahresberichte zeigen eines ganz klar: Das Bundeskanzleramt ist im Kunst- und Kulturbereich ein verlässlicher und stabiler Partner für die österreichischen Kunst- und Kulturschaffenden. Trotz der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Situation ist es uns gelungen, die Kunst- und Kulturbudgets auf konstantem Niveau zu halten", so der Minister. Mit Ausgaben in einer Gesamthöhe von rund 443 Millionen Euro konnten die Finanzierung der Kunst- und Kulturaktivitäten gesichert, erfolgreiche Projekte weitergeführt und neue Impulse für die Kunst und Kultur in Österreich gesetzt werden. Besondere Herausforderungen wie die Lösung der Burgtheatercausa, die Neustrukturierung der Bundestheaterholding, die Vorarbeiten für ein Haus der Geschichte, wichtige Investitionen in die Bundesmuseen - von der Neu-Eröffnung des Literaturmuseums bis hin zur Neugestaltung des Weltmuseums Wien - wurden eingeleitet und umgesetzt. Außerdem wurden erfolgreiche Initiativen, wie der Gratiseintritt für Kinder und Jugendliche in die Bundesmuseen und der Nationalbibliothek, fortgesetzt. "2014 haben mehr als eine Million junge Menschen unser Angebot genutzt und mit 4,72 Millionen Besucherinnen und Besuchern verzeichnen unsere Museen 2014 einen Rekord", so der Minister. Im Kulturbereich wurden 2014 350,23 Millionen Euro investiert.

"Mit Startstipendien, Atelierprogrammen im In- und Ausland und Kunstankäufen begleiten wir Künstlerkarrieren vom Anfang bis hin zu einer nationalen und internationalen Karriere. Neben den Mitteln und Möglichkeiten für junge avantgardistische Kunst haben wir im letzten Jahr auch wichtige gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen: Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Kunst- und Kulturschaffenden, wie die Verbesserungen in der Künstlersozialversicherung und die Einrichtung eines Fonds für all jene Künstlerinnen und Künstler, die in einer akuten Notsituation sind. Darüber hinaus ist es uns auch gelungen, das Filmfördergesetz zu novellieren, damit wir sicherstellen, dass heimische Filmproduktionen auch weiterhin staatliche Zuschüsse bekommen dürfen. Mit dem Film- und Fernsehabkommen ist es wiederum gelungen, die Unterstützung heimischer Produktionen in der Höhe von acht Millionen Euro gesetzlich zu verankern", so Ostermayer. Im Kunstbereich lagen die Gesamtausgaben im Jahr 2014 bei 92,8 Millionen Euro.

Kunstbericht 2014

Bei dem Kunstbudget des Bundes konnte im Vergleich zu 2013 ein Erfolg verbucht werden: Die Förderungsausgaben lagen im Jahr 2014 bei 91,91 Millionen Euro und sind damit gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen (2013: 91,80 Millionen Euro). Der laufende Ausbau von Fördermaßnahmen war auch 2014 ein Schwerpunkt: So konnten etwa durch die Zusammenlegung der Staats- und Projektstipendien für Literatur und ihre Erhöhung auf insgesamt 50 Jahresstipendien (in Summe 660.000 Euro) sowie durch die Erhöhung der Mittel für die Verlagsförderung von zwei auf maximal 2,2 Millionen Euro wichtige Impulse im Literaturbereich gesetzt werden.

Zu den gesetzlichen Maßnahmen, die 2014 getroffen wurden, zählen neben den bereits oben erwähnten auch die Novelle des Buchpreisbindungsgesetzes, in dem festgehalten wurde, dass nunmehr auch deutschsprachige E-Books wie die gedruckten Bücher der Preisbindung unterliegen, ebenso der Online-Handel mit deutschsprachigen Werken. Neben den zahlreichen gesetzlichen Maßnahmen und dem Ausbau von Förderungsprogrammen lag auch 2014 der Schwerpunkt im Kunstbereich auf der Förderung des künstlerischen Nachwuchses, der Unterstützung weiblicher Kunstschaffender und der Stärkung der internationalen Präsenz österreichischer Künstlerinnen und Künstler. Hier sind vor allem das Mentoringprogramm für Künstlerinnen und die Netzwerkplattform "Speed-Dating für Komponistinnen" anzuführen.

Aber auch Gender Budgeting ist seit Jahren ein wichtiges Instrument in der Kunstförderung: So hat sich gezeigt, dass bei den Förderungen der Anteil von jungen Künstlerinnen, in vielen Fällen unabhängig von der Kunstsparte, in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Aber auch das Geschlechterverhältnis bei der Vergabe von Förderungen hat sich verschoben: Gingen im Jahr 2007 noch 57 Prozent der Fördermittel an Männer und 43 Prozent an Frauen, so liegt das Verhältnis im Jahr 2014 bei 51 zu 49 Prozent.

Kulturbericht 2014

Im Kulturbereich lagen die gesamten Ausgaben des Bundes im Jahr 2014 bei 350,23 Millionen Euro (2013: 343,89 Millionen Euro). Im Kulturbereich stand im Vorjahr die organisatorische und personelle Neuausrichtung bei den Bundestheatern stark im Vordergrund. Eine Analyse der Organisationsstruktur der Bundestheater-Holding war daraufhin jenes Mittel, um das beste Organisationsmodell für die Zukunft einzurichten. Die Novellierung des Bundestheaterorganisationsgesetzes soll dies nun ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt 2014 war die Weichenstellung für räumliche Verbesserungen bei den Bundesmuseen, die bei insgesamt 18,44 Millionen Euro lagen. Damit konnten Maßnahmen wie die Einrichtung des Literaturmuseums, die Neugestaltung des Weltmuseums, die Generalsanierung des sogenannten "Narrenturms" und des Prähistoriensaals im Naturhistorischen Museum sowie Maßnahmen zur Langzeitarchivierung in der Nationalbibliothek finanziert werden. Im Bereich des Denkmalschutzes wurden Förderungen im Gesamtausmaß von 13,59 Millionen Euro ausbezahlt (2013: 13,39 Millionen Euro), österreichweit konnten 1.117 Projekte gefördert werden (2013: 1.222 Projekte). Auch in anderen Förderbereichen zeige sich laut Bericht eine konstante Budgetentwicklung: So wurden 2014 für das öffentliche Büchereiwesen, für regionale Museen und Volkskultur 4,3 Millionen Euro ausbezahlt (2013: 4,17 Millionen Euro).

Die Kunst- und Kulturberichte 2014 sind unter den folgenden Links abrufbar:
http://www.kunstkultur.bka.gv.at/site/cob__54362/currentpage__0/8051/
default.aspx bzw.
http://www.kunstkultur.bka.gv.at/site/8015/default.aspx.

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Pressesprecherin Kunst & Kultur
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