- 26.06.2015, 11:09:22
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AK-Treibstoffpreismonitor: Preise vergleichen, Urlaubskasse schonen
West-Ost-Gefälle im Bundesländervergleich, Spritpreisrechner vor Fahrtantritt nutzen
Utl.: West-Ost-Gefälle im Bundesländervergleich, Spritpreisrechner
vor Fahrtantritt nutzen =
Wien (OTS) - Die von der AK vierteljährlich durchgeführte
Treibstoffpreiserhebung an knapp 1.600 Tankstellen zeigt: Die
westlichen Bundesländer in Österreich sind teurer, aber es gibt auch
innerhalb der Bundesländer und Bezirksgrenzen deutliche
Preisunterschiede. Deshalb zahlen sich Preisvergleiche aus. Wer auf
der Urlaubsfahrt ins Ausland in Österreich tankt, tankt in der Regel
billiger. AK Energieexperte Dominik Pezenka rät: "Wenn möglich am
Vormittag tanken. Das ist günstiger." Der Spritpreisrechner hilft,
die preiswertesten Tankstellen in der Umgebung zu finden. Große
Umwege zahlen sich aber nicht aus.
Im Vergleich zum Juni 2014 sind die Treibstoffpreise relativ deutlich
gesunken: Diesel ist um 9,6 Prozent günstiger als im Vorjahr,
Eurosuper um 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal macht sich
jedoch eine Verteuerung bemerkbar. Gegenüber Februar 2015 hat sich
Diesel leicht um 1,1 Prozent verteuert, Eurosuper wurde sogar um 7,7
Prozent deutlich teurer.
Wie gewohnt, zeigt sich im Bundesländervergleich ein
West-Ost-Gefälle. Am teuersten tankt man in den westlichen
Bundesländern Tirol und Vorarlberg. Im Vergleich zur Steiermark, dem
günstigsten Bundesland, ist Diesel in Vorarlberg um 3,9 Cent pro
Liter und Eurosuper um 4,6 Cent pro Liter teurer. In Tirol beträgt
der Abstand zum günstigsten Bundesland bei Diesel 3,3 Cent pro Liter
und bei Eurosuper 3,9 Cent pro Liter.
Wer Preise vergleicht, fährt deutlich billiger. So beträgt allein in
Wien der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten
Tankstelle rund 30 Prozent. Autofahrer und Autofahrerinnen müssen
aber keine weiten Wege zurücklegen, um günstiger zu tanken. Auch
innerhalb einzelner Bezirke gibt es erhebliche Preisunterschiede.
Außerdem: Wer am Vormittag tankt, kann zusätzlich durchschnittlich
noch 2,5 Cent pro Liter bei Diesel und 2,8 Cent pro Liter bei
Eurosuper sparen.
Deftig ist der Aufschlag bei Autobahntankstellen: Diesel kostet auf
Autobahnen im österreichweiten Durchschnitt um rund 18 Prozent (21
Cent pro Liter) mehr als bei Straßentankstellen, Eurosuper ist um 12
Prozent (16 Cent pro Liter) teurer. Im Durchschnitt ist die
Diesel-Tankfüllung (50 Liter) auf Autobahntankstellen um rund 10 Euro
teurer als bei Straßentankstellen.
Insgesamt sind die Spritpreise in Österreich im Vergleich zu
benachbarten Grenzregionen und den wichtigsten Urlaubsländern relativ
günstig. Bei Diesel tankt man nur in Ungarn (6,3 Cent pro Liter),
Tschechien (9,0 Cent pro Liter) und in Spanien unwesentlich (0,3 Cent
pro Liter) günstiger als in Österreich. Absolute Hochpreisländer sind
Italien, Deutschland und Griechenland. Die Durchschnittpreise in den
EU-Nachbarstaaten und wichtigsten Urlaubsländern laut EU-Erhebung
(Stand 15.6.2015):
Österreich: Diesel 1,189 Euro; Eurosuper 1,297 Euro
Deutschland: Diesel 1,241 Euro; Eurosuper 1,499 Euro
Kroatien: Diesel 1,252 Euro; Eurosuper 1,372 Euro
Griechenland: Diesel 1,244 Euro; Eurosuper 1,567 Euro
Italien: Diesel 1,474 Euro; Eurosuper 1,623 Euro
Slowakei: Diesel 1,196 Euro; Eurosuper 1,370 Euro
Slowenien: Diesel 1,242 Euro; Eurosuper 1,364 Euro
Spanien: Diesel 1,186 Euro; Eurosuper 1,330 Euro
Tschechien: Diesel 1,207 Euro; Eurosuper 1,207 Euro
Ungarn: Diesel 1,215 Euro; Eurosuper 1,234 Euro
AK Tipps:
+ Wenn möglich, meiden Sie Autobahntankstellen.
+ Vergleichen Sie die Preise mit dem Spritpreisrechner der E-Control
unter www.spritpreisrechner.at. Mit dem Rechner finden Sie schnell
die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe oder auf dem Weg in Ihren
Urlaubsort.
+ Vergleichen Sie die Preise, bevor Sie wegfahren. Im Ausland ist es
noch teurer!
+ Die westlichen Bundesländer sind in der Regel teurer als die
östlichen.
SERVICE: Die AK Treibstoffpreis-Analyse unter www.arbeiterkammer.at
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