AK-Treibstoffpreismonitor: Preise vergleichen, Urlaubskasse schonen

West-Ost-Gefälle im Bundesländervergleich, Spritpreisrechner vor Fahrtantritt nutzen

Wien (OTS) - Die von der AK vierteljährlich durchgeführte Treibstoffpreiserhebung an knapp 1.600 Tankstellen zeigt: Die westlichen Bundesländer in Österreich sind teurer, aber es gibt auch innerhalb der Bundesländer und Bezirksgrenzen deutliche Preisunterschiede. Deshalb zahlen sich Preisvergleiche aus. Wer auf der Urlaubsfahrt ins Ausland in Österreich tankt, tankt in der Regel billiger. AK Energieexperte Dominik Pezenka rät: "Wenn möglich am Vormittag tanken. Das ist günstiger." Der Spritpreisrechner hilft, die preiswertesten Tankstellen in der Umgebung zu finden. Große Umwege zahlen sich aber nicht aus.

Im Vergleich zum Juni 2014 sind die Treibstoffpreise relativ deutlich gesunken: Diesel ist um 9,6 Prozent günstiger als im Vorjahr, Eurosuper um 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal macht sich jedoch eine Verteuerung bemerkbar. Gegenüber Februar 2015 hat sich Diesel leicht um 1,1 Prozent verteuert, Eurosuper wurde sogar um 7,7 Prozent deutlich teurer.

Wie gewohnt, zeigt sich im Bundesländervergleich ein West-Ost-Gefälle. Am teuersten tankt man in den westlichen Bundesländern Tirol und Vorarlberg. Im Vergleich zur Steiermark, dem günstigsten Bundesland, ist Diesel in Vorarlberg um 3,9 Cent pro Liter und Eurosuper um 4,6 Cent pro Liter teurer. In Tirol beträgt der Abstand zum günstigsten Bundesland bei Diesel 3,3 Cent pro Liter und bei Eurosuper 3,9 Cent pro Liter.

Wer Preise vergleicht, fährt deutlich billiger. So beträgt allein in Wien der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Tankstelle rund 30 Prozent. Autofahrer und Autofahrerinnen müssen aber keine weiten Wege zurücklegen, um günstiger zu tanken. Auch innerhalb einzelner Bezirke gibt es erhebliche Preisunterschiede. Außerdem: Wer am Vormittag tankt, kann zusätzlich durchschnittlich noch 2,5 Cent pro Liter bei Diesel und 2,8 Cent pro Liter bei Eurosuper sparen.

Deftig ist der Aufschlag bei Autobahntankstellen: Diesel kostet auf Autobahnen im österreichweiten Durchschnitt um rund 18 Prozent (21 Cent pro Liter) mehr als bei Straßentankstellen, Eurosuper ist um 12 Prozent (16 Cent pro Liter) teurer. Im Durchschnitt ist die Diesel-Tankfüllung (50 Liter) auf Autobahntankstellen um rund 10 Euro teurer als bei Straßentankstellen.

Insgesamt sind die Spritpreise in Österreich im Vergleich zu benachbarten Grenzregionen und den wichtigsten Urlaubsländern relativ günstig. Bei Diesel tankt man nur in Ungarn (6,3 Cent pro Liter), Tschechien (9,0 Cent pro Liter) und in Spanien unwesentlich (0,3 Cent pro Liter) günstiger als in Österreich. Absolute Hochpreisländer sind Italien, Deutschland und Griechenland. Die Durchschnittpreise in den EU-Nachbarstaaten und wichtigsten Urlaubsländern laut EU-Erhebung (Stand 15.6.2015):

Österreich: Diesel 1,189 Euro; Eurosuper 1,297 Euro
Deutschland: Diesel 1,241 Euro; Eurosuper 1,499 Euro
Kroatien: Diesel 1,252 Euro; Eurosuper 1,372 Euro
Griechenland: Diesel 1,244 Euro; Eurosuper 1,567 Euro
Italien: Diesel 1,474 Euro; Eurosuper 1,623 Euro
Slowakei: Diesel 1,196 Euro; Eurosuper 1,370 Euro
Slowenien: Diesel 1,242 Euro; Eurosuper 1,364 Euro
Spanien: Diesel 1,186 Euro; Eurosuper 1,330 Euro
Tschechien: Diesel 1,207 Euro; Eurosuper 1,207 Euro
Ungarn: Diesel 1,215 Euro; Eurosuper 1,234 Euro

AK Tipps:
+ Wenn möglich, meiden Sie Autobahntankstellen.
+ Vergleichen Sie die Preise mit dem Spritpreisrechner der E-Control unter www.spritpreisrechner.at. Mit dem Rechner finden Sie schnell die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe oder auf dem Weg in Ihren Urlaubsort.
+ Vergleichen Sie die Preise, bevor Sie wegfahren. Im Ausland ist es noch teurer!
+ Die westlichen Bundesländer sind in der Regel teurer als die östlichen.

SERVICE: Die AK Treibstoffpreis-Analyse unter www.arbeiterkammer.at

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