Industrie: Senkung der Lohnnebenkosten schafft Arbeitsplätze

IV-GS Neumayer: Lohnnebenkostensenkung um 5 Mrd. Euro bringt rund 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze – Endlich Arbeit weiter entlasten – Potenziale bei FLAF und Unfallversicherungsbeitrag

Wien (OTS/PdI) - "Die Industriellenvereinigung gratuliert Christoph Leitl zur erneuten Bestellung zum Präsidenten der Österreichischen Wirtschaftskammer und unterstützt die angekündigte Schwerpunktsetzung in Richtung einer Senkung der Lohnnebenkosten. Österreichs Wirtschaft steht auf tönernen Beinen. Von einem Aufschwung sind wir weit entfernt und die Arbeitslosenzahlen steigen jeden Monat an. Durch eine substanzielle Senkung der Lohnnebenkosten wird die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gestärkt und der Arbeits- und Wirtschaftsstandort Österreich langfristig gesichert", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer heute, Donnerstag. Würden die Lohnnebenkosten um 1 Mrd. Euro sinken, würden 6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Wertschöpfung um 730 Mio. Euro steigen, ergeben Berechnungen von EcoAustria. Zudem finanziere sich diese Maßnahme zu 60 Prozent selbst. "Eine Senkung im Volumen von 5 Mrd. Euro bringt somit rund 30.000 dringend benötigte und zusätzliche Arbeitsplätze."

"Die hohen Lohnnebenkosten wirken wachstumshemmend, belasten Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen, schwächen den Standort und kosten somit Arbeitsplätze. Die Bundesregierung hat sich bereits im Regierungsprogramm verpflichtet, Potenziale zur Senkung der Lohnnebenkosten unter den Gesichtspunkten der Effizienz und Kostenwahrheit zu prüfen und auszuloten. Wir erwarten uns daher nun endlich konkrete Fortschritte", forderte Neumayer. Wesentliche Hebel aus Sicht der Industrie seien hier die weitere Senkung des Unfallversicherungsbeitrages sowie eine Senkung des Beitrages zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF). "Deutliche Überschüsse aktuell und in den nächsten Jahren verbunden mit der dringend notwendigen Entlastung des FLAF von familienfremden Leistungen ermöglichen eine substanzielle Beitragssenkung", hob der IV-Generalsekretär hervor. Des Weiteren bestehe unter anderem Potenzial zur Senkung des Wohnbauförderungsbeitrages, des Beitrags zur Insolvenz-Entgeltsicherung (IESG) und der Kommunalsteuer.

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