- 25.06.2015, 12:48:01
- /
- OTS0177 OTW0177
Sozialversicherung engagiert sich stärker für Gesundheitsförderung und Vorsorge
McDonald: Erfolgsprojekt Vorsorgeuntersuchung muss modernisiert und attraktiver gemacht werden – plus 10 Prozent Honorarangebot für Ärzte bei Weiterentwicklung
Utl.: McDonald: Erfolgsprojekt Vorsorgeuntersuchung muss
modernisiert und attraktiver gemacht werden – plus 10 Prozent
Honorarangebot für Ärzte bei Weiterentwicklung =
Wien (OTS) - "80 Prozent der Krankheitslast basieren auf mehr oder
weniger beeinflussbaren Zivilisationskranheiten. Gerade deswegen ist
Gesundheitsförderung und Vorsorge für längere Gesundheit der Menschen
die zentrale Herausforderung.", so Peter McDonald Vorsitzender des
Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger. "Wir
brauchen eine breite Bewusstseinsänderung - weg von der reinen
Reparaturmedizin hin zu einer lebenslangen aktiven
Gesundheitsbegleitung. Notwendig ist hier eine nationale
Kraftanstrengung wie beim Thema Umweltschutz in den 1980er-Jahren.
Das ist nicht nur Thema der Sozialversicherung, sondern aller Player:
Ärzteschaft, Bundesregierung und auch der Versicherten selbst."
McDonald weiter: "Die Österreicher verlieren 1,5 Jahre mehr gesunde
Lebensjahre als der Durchschnitts-Europäer - und das obwohl pro Jahr
mehr als 34 Mrd. Euro in unser Gesundheitssystem fließen." Es gehe
vor allem darum, vermeidbare Zivilisationskrankheiten zu bekämpfen
und die Vorsorgeangebote zu verstärken.
"Die Vorsorgeuntersuchung ist derzeit unser wichtigstes Angebot, um
gefährliche Krankheiten in einer Frühphase zu erkennen und den
Menschen in Österreich mehr gesunde Lebensjahre zu ermöglichen.
Deshalb muss diese Vorsorgeuntersuchung modernisiert und attraktiver
gemacht werden - daran arbeiten wir gerade."
Die Vorsorgeuntersuchung solle nicht nur ein Gesundheitscheck sein,
sondern auch die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Arzt Gesundheitsziele
zu vereinbaren. Die Versicherten bekommen so nicht nur einen genauen
Gesundheitsstatus sondern auch konkrete Handlungsanleitungen. Man
müsse auch jene erreichen, die die Vorsorgeuntersuchung bisher noch
nicht nutzen, etwa Migranten. "Wir wollen die Millionengrenze der
jährlichen Vorsorgeuntersuchungen knacken."
Dafür sind wir auch mehr Geld in die Hand zu nehmen - konkret haben
wir unseren Ärzten als wichtige Partner bei der Vorsorge-Initiative
bereits zehn Prozent höhere Tarife für die Vorsorgeuntersuchung
angeboten, bei Abschluss der notwendigen Weiterentwicklungen."
Zur Vorsorgeuntersuchung
Die Vorsorgeuntersuchung ist seit der evidenzbasierten Änderung des
Programms eine Erfolgsstory. Im Jahr 2013 haben bereits 931.032
Österreicher und Österreicherinnen (477.224 Frauen und 433.808
Männer) diese in Anspruch genommen. Vor 8 Jahren waren es
vergleichsweise nur 775.723 Österreicher und Österreicherinnen. Trotz
eines verbesserten Einlade-Systems bestehen aber immer noch starke
regionale Unterschiede bei der Inanspruchnahme der
Vorsorgeuntersuchung durch Versicherte. (Eine Einladung erfolgt ab
dem 18. Lebensjahr). In den Bundesländern Burgenland, Kärnten und
Tirol sind es über 20 Prozent der anspruchsberechtigten Versicherten,
in Niederösterreich hingegen nur 6,1 Prozent. Der Bundesschnitt liegt
bei 13,3 Prozent.
Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,4 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem/der
Arzt/ Ärztin aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines
Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische
Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und
Pensionsversicherung Österreichs.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHS






