Kritik an neuer Lehrerausbildung in Wien/Niederöstereich

Es ist zu befürchten, dass das Resultat der hektischen Curriculums-Erweiterung die Studierbarkeit des Curriculums und die Attraktivität der Pädagogischen Hochschulen gefährdet.

Wien (OTS) - Die Studierendenvertretung der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems sieht die Vernetzung von Pädagogischen Hochschulen und der Universität Wien grundsätzlich positiv, da an erster Stelle die Qualität des Studiums steht.

Die Studierendenvertretung teilt jedoch die Kritik, da diese Vernetzung nicht auf Augenhöhe stattfindet und das vorliegende Curriculum der Uni Wien grundsätzlich nicht verhandelbar ist. Dadurch besteht für Studierende die Gefahr, dass sie die zentralen Stärken der Pädagogischen Hochschulen nicht mehr nutzen können, wie z.B. dass sie sich frühzeitig und auf der Basis wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit Unterricht und Schule vertraut machen können. Auch der Einsatz von Hochschullehrenden, die mit dem Praxisfeld und seinen Anforderungen und Problemen vertraut sind, ist durch die Schieflage gefährdet.

Die KPH Wien/Krems hat bereits eine Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen auf hohem pädagogischen Niveau und vor allem auf Augenhöhe mit der Universität Eichstätt (Bayern) vereinbart. Diese erhält für die Studierenden alle Vorteile und Stärken der Pädagogischen Hochschule, erweitert um das Fachwissen und die Potentiale der Universität Eichstätt. Leider ist diese qualitative Koorperation unverständlicherweise politisch unerwünscht.

So ist zu befürchten, dass das Resultat der hektischen Curriculums-Erweiterung die Studierbarkeit des Curriculums und die Attraktivität der Pädagogischen Hochschulen gefährdet. Dazu kommen organisatorische und rechtliche Unsicherheiten, die für Studierende in Zukunft jedenfalls ein Pendeln zwischen Institutionen und eine längere Studiendauer bedeuten werden.

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Dominik Johannes Weinlich
Vorsitzender der Hochschulvertretung
der KPH Wien/Krems

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