Wird die Seeklause in Steeg am Hallstätter See abgerissen?

Informationsveranstaltung am 25.6.2015 in Bad Goisern zum technischen Denkmal im UNESCO-Welterbe und Möglichkeiten für die Zukunft

Wien (OTS) - Die Seeklause am Ausfluss des Hallstätter Sees ist das älteste, seit mehr als 500 Jahren in Funktion erhaltene technische Bauwerk des Landes. Sie reguliert den Wasserstand des Sees und ist ein Musterbeispiel für nachhaltigen Wasserbau. Die Seeklause ist Teil des UNESCO-Welterbes "Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut Kulturlandschaft" und hat eine weltweit einzigartige Bedeutung.
Im Jahr 2011 feierte die Seeklause Steeg am Hallstätter See ihr 500-jähriges Bestehen, das mit einem großen Fest in der Region begangen wurde. Nur zwei Jahre später war die Seeklause Steeg erneut in den Medien - allerdings wurde in diesem Bauwerk nun ein Mitgrund für das Hochwasser in Hallstatt im Sommer 2013 gesehen.

Neue Anforderungen nur durch Abriss erfüllbar?

Dem 500-jährigen Betrieb der Seeklause durch den ‚Klausmeister’ stehen heutzutage Forderungen nach automatisiertem und ferngesteuertem Verschließen der Klaustore und besserem Hochwasserschutz gegenüber. Durch einen Neubau wäre dieses hinsichtlich UNESCO-Welterbe bedeutendste Bauwerk im Gemeindegebiet von Bad Goisern für immer zerstört.

Neue Wege im welterbeverträglichen Umgang!

Ein UNESCO-Welterbe erfordert jedoch einen sensiblen Umgang mit den überlieferten Bauten und unkonventionelle, aber praktikable Lösungen. TICCIH Austria hat am 28.Juni 2013 in einer Presseaussendung darauf hingewiesen, dass das einzigartige Bauwerk durchaus erhalten werden könnte. International vergleichbare Erfahrungen und Lösungen zeigen, dass die Sicherstellung des Betriebes, der Hochwasserschutz UND der Erhalt der einzigartigen historischen Seeklause im UNESCO-Welterbe "Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut Kulturlandschaft" durch innovative und individuelle Lösungen möglich ist.

Seeklause Steeg am Hallstätter See

Informationsveranstaltung zur Seeklause Steeg am Hallstätter See: Es
informieren und diskutieren zu Herkunft, Bedeutung und Zukunft:
Univ. Prof. Dr. Christian Hanus (Donau Universität Krems)
Univ. Prof. Dr. Gerhard Stadler (Technische Universität Wien)
Dr. Hans-Jörg Kaiser (ICOMOS Österreich)
MR Dr. Bruno Maldoner (Bundeskanzleramt)
Moderation Dr. Günter Dinhobl (TICCIH Austria)

Datum: 25.6.2015, um 19:00 Uhr

Ort:
HAND.WERK.HAUS
Rudolf-von-Alt-Weg 6, 4822 Bad Goisern

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Günter Dinhobl
TICCIH Austria - österreichischer Denkmalrat für das kulturelle Erbe von Industrie und Technik
guenter.dinhobl@ticcih.at

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