- 19.06.2015, 11:52:46
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Ärzteausbildung – Rasterzeugnisverordnung findet Mehrheit am ÖÄK Kammertag
Wien (OTS) - Die Niederösterreichische Ärztekammer sieht keine
Verbesserung in der Ausbildung durch die vorliegende Veränderung der
Ausbildungssituation. Viele Rasterzeugnisse sind inhaltlich schlecht,
teilweise sind die Vorgaben aufgrund der geforderten Richtzahlen
unrealistisch hoch oder definitiv zu niedrig. Dadurch wird es
zwangsläufig zu Verlängerungen bei der Ausbildungszeit bzw. zu
Verschlechterungen bei der Qualität kommen. Vor allem der Umstand,
dass die Fächer HNO und Haut-und Geschlechtskrankheiten nur noch als
Wahlfach absolviert werden können, erscheint für eine umfassende
allgemeinmedizinische Ausbildung nicht optimal.
Zudem ist im allgemeinmedizinischen Turnus die Ausbildungsdauer im
Fach Kinderheilkunde neuerlich reduziert worden, und zwar auf drei
Monate.
Dieser Umstand wird den Turnusärztemangel zusätzlich verschärfen und
eine Verlagerung der Turnusärzte in vorwiegend große Krankenanstalten
zur Folge haben. Einige Ausbildungsinhalte sind ausschließlich in
Lehrpraxen erlernbar wie etwa die Durchführung von Hausbesuchen. In
diesem Zusammenhang ist bedenklich, dass die Finanzierung der
verpflichtenden Lehrpraxis nach wie vor nicht geklärt ist und dadurch
viel zu wenige Ausbildungsmöglichkeiten in Lehrpraxen zur Verfügung
stehen werden.
Im Bereich der Facharztausbildung sind die geforderten Richtzahlen
völlig inhomogen.
Es ist bedauerlich, wenn mehrere Jahre an einer neuen Ausbildung
gearbeitet wurde und das Ergebnis unhaltbar inhomogen ist.
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