- 19.06.2015, 11:31:03
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20. Regenbogenparade in Wien
Wien (OTS) - Morgen Samstag, 20. Juni 2015, wird zum 20. Mal die
Regenbogenparade über die Ringstraße in Wien ziehen. Sie wird um 14
Uhr beim Rathausplatz starten und gegen die Fahrtrichtung "andersrum"
- an Parlament, Oper, Stadtpark, Urania, Ringturm, Börse und
Universität vorbei - einmal um den Ring ziehen. Veranstalterin der
Parade ist zum 13. Mal die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien.
"Wir erwarten wieder Zehntausende, die im Paradenzug mitmaschieren,
und mit all jenen, die entlang der Ringstraße als ZuschauerInnen den
Weg der Parade säumen werden, insgesamt mehr als 100.000 Menschen.
Sie werden mit dieser friedlichen und bunten Demonstration ein
kräftiges Zeichen für Akzeptanz und Gleichstellung von Lesben,
Schwulen, Bisexuellen, Transgender- und intersexuellen Personen
setzen", erklärt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl.
"Dieses Jahr steht voll und ganz im Zeichen des Regenbogens. Nach
einem sehr erfolgreichen Regenbogenball Ende Jänner, dem sehr
emotionalen Life Ball im Mai und der fulminanten Songcontest-Woche
steht mit der Regenbogenparade nun der nächste Höhepunkt auf dem
Programm. Der ORF hat nicht nur einen beeindruckenden ESC
organisiert, sondern wird als ein in LSBT-Angelegenheiten inzwischen
vorbildliches Unternehmen auch erstmals an der Regenbogenparade
teilnehmen: Mit einem großen Truck wird der Erfolg des ESC 2015 in
Wien noch einmal so richtig gefeiert", so Högl weiter.
"Was die Zahl der Gruppen betrifft, schenkt sich die LSBTIQ-Community
zum 20-Jahr-Jubiläum mit einer Rekordbeteiligung von über 55
TeilnehmerInnen - mit Ausnahme von Europride 2001 - die größte
Regenbogenparade seit ihrem Bestehen", führt Vorstandsmitglied Lui
Fidelsberger weiter aus, "wobei wir uns über die bunte Mischung von
ParadenveteranInnen und neuen Gruppen ebenso freuen wie über die
stärkere Beteiligung des Bereichs des Sports. So werden morgen
Fußballfans gegen Homophobie vertreten sein und Intoleranz die rote
Karte zeigen. Die Parade wird damit einmal mehr ein unübersehbares
Zeichen des Respekts gegenüber verschiedenen Lebensweisen und
Liebesformen sowie Geschlechtsidentitäten setzen. Die HOSI Wien lädt
alle herzlich ein, dieses Fest der Vielfalt mit uns zu feiern."
"Um 17 Uhr wird der Paradenzug traditionell für ein paar Minuten zum
Stillstand kommen und der Menschen gedacht werden, die wir an AIDS
verloren haben oder die Opfer von homo- oder transphoben
Hassverbrechen wurden. Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr Conchita
gewinnen konnten, die Durchsage zum Moment des Gedenkens zu
sprechen", ergänzt Fidelsberger.
"Levelling-up jetzt!"
"Der Paradenbeitrag der HOSI Wien wird im Zeichen ihrer Forderung
nach gleichem Diskriminierungsschutz für alle stehen. Wir fordern
schon seit Jahren, die bestehende bundesrechtlich verankerte
Diskriminierung ausgerechnet beim Schutz vor Diskriminierung endlich
zu beseitigen. Lesben und Schwule sind nach dem
Bundesgleichbehandlungsrecht nur vor Diskriminierung in Beschäftigung
und Beruf geschützt, nicht aber beim Zugang zu und bei der Versorgung
mit Gütern und Dienstleistungen, worunter etwa auch die Vermietung
von Wohnraum fällt", erklärt Högl abschließend.
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