• 19.06.2015, 10:00:01
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Internationales Jahr des Lichts - längster Tag

Geschichte des Lichts

Utl.: Geschichte des Lichts =

Linz (OTS) - Am Sonntag 21. Juni steht die Sonne am nördlichen
Wendkreis im Zenit, dieser Tag ist in der nördlichen Erdhälfte der
längste Tag des Jahres und damit der mit dem meisten natürlichen
Licht. 2015 begehen die Vereinten Nationen das "Internationale Jahr
des Lichts" unter dem Motto "Light for Change - Licht für Wandel".
"Das soll auch an die Bedeutung von Licht als elementare
Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen erinnern und zum
Nachdenken anregen, wie wir damit umgehen", betont Gerhard Dell,
Geschäftsführer des Energiesparverbandes des Landes Oberösterreich.

Sieht man einmal vom Urknall und der damit verbundenen Entstehung
unserer Sonne ab, so war seit der Altsteinzeit bis ins 19.
Jahrhundert der Kienspan wohl das am längsten verbreitete
Beleuchtungsmittel. Andere mit Verbrennung funktionierende
Lichtquellen wie Kerzen und Öllampen waren deutlich teurer und kamen
daher zumindest für die ärmeren Bevölkerungsschichten nicht in Frage.

Vor 345 Jahren zerlegte dann Isaac Newton weißes Licht mit einem
Prisma in ein Spektrum an Farben und 200 Jahre diskutierte die
Wissenschaft, ob Licht Welle oder Teilchen sei. Vor 150 Jahren
beschrieb der Schotte Maxwell das Licht als elektromagnetische
Schwingung, 1915 zeigt Einstein, dass Licht Elektronen aus einer
Platte schlagen kann. Für diese Entdeckung des photoelektrischen
Effekts gab es den Nobelpreis. Die Quantenphysik beendete mit der
Erkenntnis des Welle-Teilchen-Dualismus des Lichts die Diskussion, es
werden ihm heute gleichermaßen die Eigenschaften von klassischen
Wellen sowie Teilchen zugeschrieben.

1901 entstand die erste Gasentladungslampe für Beleuchtungszwecke,
die Erfindung der Glühlampe wird zumeist Thomas Alva Edison 22 Jahre
früher zugeschrieben. 1960 wurde der Laser erfunden, der Licht zu
einem intensiven Strahl bündelt, die späteren Nobelpreisträgern
Penzias und Wilson entdeckten 1965 mit der kosmischen
Mikrowellenhintergrundstrahlung einen Beleg für die Urknalltheorie.
1982 liest ein Laserstrahl die Musikdaten von einer CD, erst vor
ungefähr 20 Jahren gelingt es die erste Leuchtdiode LED mit weißem
Licht zu erzeugen, die drei japanischen Physiker erhielten letztes
Jahr den Nobelpreis dafür.

Wir als Menschen erzeugen in unserer Geschichte inzwischen mit
zumindest vier vollkommen unterschiedlichen Technologien Licht: mit
dem Feuer bei z.B. der Kerze oder der Petroleumlampe, mit dem
Glühfaden im Vakuum der Glühbirne, mit der Gasentladungslampe in der
Leuchtstoffröhre oder Energiesparlampe oder mit Photonen, also dem
elektronischen Licht der LED.

Dabei gilt es sorgsam mit Energie umzugehen, günstige und effiziente
Lichtquellen auch für nicht so entwickelte Gegenden der Welt zu bauen
und mit dem von uns erzeugten Licht nicht den Nachthimmel zu
verschmutzen. Informationen und Broschüren zu effizientem Licht gibt
es beim Energiesparverband des Landes Oberösterreich
www.energiesparverband.at

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