• 19.06.2015, 09:10:26
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  • OTS0021 OTW0021

Grüne/Frey/Johann: Biomasse Klagenfurt: Nägel mit Köpfen machen

„Fernwärmeversorgung in zwei Schritten angehen“

Utl.: „Fernwärmeversorgung in zwei Schritten angehen“ =

Klagenfurt (OTS) - "Eine professionelle Vorgangsweise bei der
Fernwärmeversorgung von Klagenfurt aus Biomasse", will der Grüne
Umwelt-Stadtrat Frank Frey erreichen. "Klagenfurt hat sich nach
langen Diskussionen für die Versorgung mit Fernwärme aus erneuerbarer
Biomasse statt eines Gaskraftwerks ausgesprochen. Das soll auch
umgesetzt werden. Hier müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden."

"Es wäre sinnvoll, die Fernwärmeversorgung von Klagenfurt in zwei
Schritten anzugehen", meint Frey. "Das Heizkraftwerk Ost ist
praktisch baureif, sollte - sobald der letzte Bescheid vorliegt - von
RZ realisiert werden und könnte einen Großteil der Grundlast bei der
Fernwärmeversorgung von Klagenfurt übernehmen."

"Das Heizkraftwerk in Lendorf ist nochmals zu überdenken. Denn es
fehlt nicht nur die Unterschrift unter dem Kaufvertrag für das
Grundstück. Der bestehende Bescheid in Lendorf wurde für eine ganz
anders konzipierte Anlage erteilt und kann so nicht angewendet
werden. Hier müsste ein neuer Projektantrag gestellt werden", erklärt
Frey.

Überdies wäre ein zweites Werk von der Energieeffizienz weniger gut
zu beurteilen, weil das Werk zur Stromerzeugung zwar durchgehend
laufen werde, aber die Fernwärme nur für eine relativ geringe
Betriebsstundenanzahl benötigt werde, so Frey. Deswegen sei der Bau
eines reinen Heizwerkes ohne Stromproduktion sinnvoller, weil dieses
im Sommer abgeschaltet werden könne. Aber auch andere Lösungen seien
denkbar, um die verbleibende Lücke bei der Fernwärmeversorgung zu
schließen, Voraussetzung sei allerdings, dass die Stadtwerke hier
Flexibilität zeigten.

"Biomasse ist im Umkreis von Klagenfurt ausreichend vorhanden",
informiert der Grüne Landtagsabgeordnete und Obmann der Grünen
Bäuerinnen und Bauern Michael Johann. "Heuer gibt es sogar eine
Überproduktion: Kärntens Waldbauern haben derzeit Schwierigkeiten,
die für die Energieproduktion nutzbaren Holzsortimente abzusetzen,
weil die dafür in Frage kommenden Werke wie Frantschach und Funder
komplett überfüllte Holzlagerplätze haben und mit der Holzübernahme
nicht nachkommen. Auch im Nachbarland Slowenien gibt es noch mehrere
Millionen Kubikmeter nicht aufgearbeitetes Schadholz vom Eisbruch im
letzten Jahr, die nur schwer absetzbar sind."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRK

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