- 16.06.2015, 16:51:41
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Business Frühstück zum zweijährigen Geburtstag des frauenberufszentrums*wien
Generation X, Y, Z oder doch die Generation Gold und was braucht es dann für ein gelungenes Generationenmanagement?

Utl.: Generation X, Y, Z oder doch die Generation Gold und was
braucht es dann für ein gelungenes Generationenmanagement? =
Wien (OTS) - Anlässlich des 2jährigen Jubiläums des
Frauenberufszentrums*Wien veranstaltete abz*austria ein gut besuchtes
Business Frühstück. Das Frauenberufszentrum entstand im Auftrag des
Arbeitsmarktservice Wien mit dem Ziel eine zentrale Anlaufstelle für
Frauen in Beratung zu schaffen. In den ersten beiden Jahren hat
abz*austria mit ca. 3600 Frauen gearbeitet. Die Nachfrage ist
kontinuierlich gestiegen. Neben der individuellen Beratung setzt
abz*austria traditionell auf die Kooperation mit den Unternehmen und
sieht - wie auch an der Podiumsbesetzung des Business Frühstücks
erkennbar - einen Mehrwert darin, VertreterInnen aus Politik,
Wirtschaft, öffentlicher Hand und Wissenschaft zusammenzubringen.
Diesmal beschäftigte die hochkarätige Podiumsrunde, moderiert von
abz*austria Geschäftsführerin Manuela Vollmann, das Thema
"Generationenmanagement".
Während der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jungen nach wie vor
unter dem Durchschnitt bleibt (plus 7,7 Prozent bei den
Unter-20-Jährigen), ist die Zahl der Arbeitslosen ab 50 Jahren im
Jahresvergleich um ein Viertel angewachsen. "Wir haben uns intensiv
mit dieser Problematik auseinandergesetzt und ein breites Angebot
entwickelt", sagt AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. Das AMS Wien macht
Arbeitsuchenden ab 50 ein maßgeschneidertes Angebot an Information,
Beratung und Vermittlung. "Darüber hinaus gibt es etwa mit FiT2work
Unterstützung bei gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz, denn
Krankheit hat oft Arbeitslosigkeit zur Folge", so Draxl. Weiters gibt
es diverse Beschäftigungsprojekte für Menschen über 50 und natürlich
Angebote für Unternehmen, die arbeitslose Personen über 50 Jahre
einstellen wollen. Draxl: "Mit der Kampagne Einstellungssache 50+
erinnern wir die Wiener Unternehmen daran, dass wir drei Monate lang
die gesamten Lohn- und Lohnnebenkosten übernehmen und bis zu neun
weitere Monate einen großen Teil davon, wenn Über-50-Jährige wieder
beschäftigt werden, die zumindest ein halbes Jahr lang auf Jobsuche
waren."
Claudia Kernstock, Head of Human Ressources und Hospitality beim
Instiute of Science and Technology Austria kann auf langjährige
Erfahrung im Recruiting zurückgreifen und weiß, dass sich die junge
Generation vor allem ein sinnstiftendes Arbeiten wünscht und Beruf
und Familie gut verbinden möchte.
"Die jüngere Generation hat sehr früh erkannt, dass sie die
vielzitierte Work-Life Balance brauchen, aber schließlich konnten sie
auch schon von den Erfahrungen der anderen Generationen lernen",
meint Kernstock. "Im Wesentlichen gleichen sich die Bedürfnisse der
heute über 50-Jährigen und der jungen Generation sehr stark an,
gefragt sind flexiblere Arbeitszeiten, mehr Zeit für Erholung und
Auszeiten", so Kernstock weiter. Walter Osztovics, Consultant und
Autor der Arena Studie 2015 zum Thema Generationenfairness erklärt,
dass "der Anteil der älteren Menschen zunimmt, aber diese Alten
völlig andere Rollenbilder verkörpern als die Greise früherer Zeiten,
denn Menschen sind nicht plötzlich alt, weil Sie die magische Grenze
von 50 Jahren überschreiten."
"Im Frauenberufszentrum*Wien sind Frauen aller Altersstufen in
Beratung und wir versuchen die Bedarfe, Anliegen und Bedenken der
Frauen mit den Anforderungen der Unternehmen zusammenzubringen,
Vorurteile abzubauen und von beiden Seiten einen neuen Blick zu
bekommen", erklärt Schallert die tägliche Arbeit von abz*austria. In
der Zusammenarbeit mit Unternehmen haben sich Arbeitstrainings,
Schnuppertage und Exkursionen bewährt. Diese bieten den Frauen die
Möglichkeit branchenspezifische Einblicke zu erhalten, Kontakte
herzustellen und Informationen über Betätigungsfelder zu sammeln",
erklärt Schallert weiter. Irene Begovic ist als Kundin zu abz*austria
gekommen und mit über 50 Jahren nochmals auf Jobsuche. "Ich fühle
mich nicht wie 50+ und möchte wieder voll ins Berufsleben
einsteigen", sagt Begovic. "Allerdings kann auch die beste Bewerbung
nicht so viel wie ein persönliches Gespräch über die tatsächliche
Person und deren Dynamik aussagen, da zählen schriftliche Unterlagen
oft zu viel", weiß Begovic und empfiehlt allen Arbeitssuchenden "auf
jeden Fall trotz vermeintlicher Rückschläge authentisch zu bleiben."
Allgemein ist man sich einig, dass es in vielerlei Hinsicht einen
anderen Blick auf das Thema Alter und Arbeitsmarkt braucht. Neue
Bilder in den Köpfen, andere Angebote von Unternehmen in Richtung
Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsmodelle sowie ein
wertschätzender Umgang mit BewerberInnen
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