- 16.06.2015, 15:05:34
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Grüne/Schautzer zur Flüchtlings- und Asyldebatte: „Zurück zur Sachlichkeit!“
Destruktive FPÖ-AusländerInnenhetze schürt Ängste. Sachliche und europaweite Lösung notwendig
Utl.: Destruktive FPÖ-AusländerInnenhetze schürt Ängste. Sachliche
und europaweite Lösung notwendig =
Klagenfurt (OTS) - "Die Flüchtlings- und Asyldebatte erreicht ein
besorgniserregend niedriges Niveau. Vielfach losgelöst von Fakten und
ziemlich einseitig wird mit irgendwelchen Zahlen jongliert, Ängste
geschürt, die Neiddebatte angeheizt und AusländerInnenhetze
betrieben. Politik darf nicht auf dem Rücken von leidgeprüften,
hilfesuchenden Menschen ausgetragen werden. Deshalb ist es wichtig,
dass wir das Thema sachlich diskutieren und lösen", meldet sich die
Integrationssprecherin der Grünen im Kärntner Landtag, LAbg. Sabina
Schautzer empört zu Wort.
"Am dringendsten brauchen die Kärntnerinnen und Kärntner sachlich
fundierte Aufklärung", ist Schautzer überzeugt und sagt weiter:
"Asylsuchende, die ein monatliches Taschengeld von 40,- Euro
bekommen, dürften nicht als Sündenböcke für eine Neiddebatte
missbraucht werden, nur weil sie ein Smartphone besitzen."
Schautzer verweist dabei auf die Tatsache, dass es sich hierbei um
eine Herausforderung handelt, die die Solidarität und einen
Schulterschluss Gesamteuropas erfordert. Italien und Griechenland
dürfen bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme von Europa nicht
alleine gelassen werden. Genauso sei, so Schautzer, "das Hin- und
Herschieben von Schutzsuchenden eines modernen Europas nicht würdig."
Die Bestrebungen müssten laut Schautzer vielmehr in mehrere
Richtungen laufen: "Einerseits müssen in Kärnten bzw. Österreich -
wie auch innerhalb der gesamten EU die notwendigen Maßnahmen
getroffen werden. Dazu gehören unter anderem ein vernünftiges
Konzept zur Schaffung von Unterkünften, eine personelle Aufstockung
für eine schnelle Bearbeitung der Anträge, mehr Erstaufnahmezentren,
um ein Hin- und Herschicken zu vermeiden und um eine menschenwürdige
Unterbringung und Versorgung der Schutzsuchenden zu ermöglichen.
Andererseits sind verstärkte Bemühungen der EU notwendig, die Krisen
in den Herkunftsländern einzudämmen bzw. zu beseitigen."
"Ausgerechnet die ehemals orange eingefärbten Freiheitlichen, die mit
Steuergeldvernichtungsexzessen wie etwa mit Hypo, dem Seen-Deal, mit
Valentinskonzerten und sonstigen Brot- und Spiele-Events auffällig
wurden, müssten bei ihren Äußerungen hinsichtlich der Kosten für in
Not geratene Menschen, die vor Krieg, Hunger und furchtbaren
Umständen aus ihrem Heimatland geflüchtet sind und dafür ihr Leben
aufs Spiel gesetzt haben, etwas vorsichtiger sein", schließt
Schautzer.
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