Grüne/Schautzer zur Flüchtlings- und Asyldebatte: „Zurück zur Sachlichkeit!“

Destruktive FPÖ-AusländerInnenhetze schürt Ängste. Sachliche und europaweite Lösung notwendig

Klagenfurt (OTS) - "Die Flüchtlings- und Asyldebatte erreicht ein besorgniserregend niedriges Niveau. Vielfach losgelöst von Fakten und ziemlich einseitig wird mit irgendwelchen Zahlen jongliert, Ängste geschürt, die Neiddebatte angeheizt und AusländerInnenhetze betrieben. Politik darf nicht auf dem Rücken von leidgeprüften, hilfesuchenden Menschen ausgetragen werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir das Thema sachlich diskutieren und lösen", meldet sich die Integrationssprecherin der Grünen im Kärntner Landtag, LAbg. Sabina Schautzer empört zu Wort.

"Am dringendsten brauchen die Kärntnerinnen und Kärntner sachlich fundierte Aufklärung", ist Schautzer überzeugt und sagt weiter:
"Asylsuchende, die ein monatliches Taschengeld von 40,- Euro bekommen, dürften nicht als Sündenböcke für eine Neiddebatte missbraucht werden, nur weil sie ein Smartphone besitzen."

Schautzer verweist dabei auf die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Herausforderung handelt, die die Solidarität und einen Schulterschluss Gesamteuropas erfordert. Italien und Griechenland dürfen bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme von Europa nicht alleine gelassen werden. Genauso sei, so Schautzer, "das Hin- und Herschieben von Schutzsuchenden eines modernen Europas nicht würdig." Die Bestrebungen müssten laut Schautzer vielmehr in mehrere Richtungen laufen: "Einerseits müssen in Kärnten bzw. Österreich -wie auch innerhalb der gesamten EU die notwendigen Maßnahmen getroffen werden. Dazu gehören unter anderem ein vernünftiges Konzept zur Schaffung von Unterkünften, eine personelle Aufstockung für eine schnelle Bearbeitung der Anträge, mehr Erstaufnahmezentren, um ein Hin- und Herschicken zu vermeiden und um eine menschenwürdige Unterbringung und Versorgung der Schutzsuchenden zu ermöglichen. Andererseits sind verstärkte Bemühungen der EU notwendig, die Krisen in den Herkunftsländern einzudämmen bzw. zu beseitigen."

"Ausgerechnet die ehemals orange eingefärbten Freiheitlichen, die mit Steuergeldvernichtungsexzessen wie etwa mit Hypo, dem Seen-Deal, mit Valentinskonzerten und sonstigen Brot- und Spiele-Events auffällig wurden, müssten bei ihren Äußerungen hinsichtlich der Kosten für in Not geratene Menschen, die vor Krieg, Hunger und furchtbaren Umständen aus ihrem Heimatland geflüchtet sind und dafür ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, etwas vorsichtiger sein", schließt Schautzer.

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