Langer Tag des Darms: Morbus was? Colitis wie?

Rund 1500 Besucher nutzten das Informationsangebot des Vereins darm plus im MQ zum Thema Darmgesundheit.

Wien (OTS) - Rund 1500 Interessierte und Betroffene aus Stadt und Land nutzten am Samstag den Langen Tag des Darms im Wiener MQ, um sich über entzündliche Darmerkrankungen, Dickdarmkrebsvorbeugung, funktionelle Darmerkrankungen, Zöliakie und Intoleranzen zu informieren. Der Veranstalter darm plus setzte dabei auf Fachvorträge von Medizinern, Experten und Selbsthilfegruppen sowie interaktive Stationen - Darmgesundheit zum Erleben, Staunen und Begreifen.

Obwohl bis zu 80.000 Österreicher an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Chrohn und Colitis ulcerosa leiden, ist das Wissen der heimischen Bevölkerung bis dato gering. Der Verein darm plus setzt mit der Veranstaltung "Langer Tag des Darms" ein kräftiges Zeichen und präsentierte ein umfassendes Angebot für Bewusstseinsbildung und Wissenstransfer rund um verschiedenste Fragen der Darmgesundheit.

Vereinspräsident A.o. Univ.-Prof. Dr. Harald Vogelsang ist die umfassende Information der Bevölkerung ein grundlegendes Anliegen:
"Das Programm diente nicht nur dem Wissenstransfer, sondern sollte Tabus brechen, die rund um den Darm bestehen. Die Wahl der Location im Wiener Museumsquartier kam auch einem jungen Publikum entgegen und sollte die Bedeutung von Prävention und der Erhaltung der Gesundheit durch einen gesunden Darm hervorheben."

Darmgesundheit zum Erleben, Staunen und Begreifen

An Hand eines 20 Meter langen Darmmodells, durch das ein interaktiver Informationsparcours führt, hatten Besucher die Möglichkeit, den Darm - im wahrsten Sinne des Wortes - selbst zu erkunden und dabei im Rahmen einer Führung Wissenswertes über seine Aufgaben sowie die wichtigsten Erkrankungen zu erfahren. Außerdem konnten Interessierte in die Rolle des Gastroenterologen schlüpfen und an jener Puppe eine Koloskopie üben, mit der auch an Universitäten im Rahmen des Medizinstudiums gearbeitet wird. Das soll Menschen die Angst vor der Untersuchung nehmen und Awareness hinsichtlich Vorsorgeuntersuchungen schaffen. Zudem wurde gezeigt, wie man anhand eines einfachen und unkomplizierten Selbsttests Entzündungswerte im Stuhl messen kann.

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