- 13.06.2015, 12:01:20
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Carina Köpf zur Vorsitzenden der Wiener FSG-Jugend gewählt
Politik muss für Jugendliche wieder schmackhaft werden – auch aus aktuellem Anlass
Utl.: Politik muss für Jugendliche wieder schmackhaft werden – auch
aus aktuellem Anlass =
Wien (OTS) - Bei der heutigen FSG-Landesjugendkonferenz wurde Carina
Köpf von den Delegierten mit 94 Prozent zur Wiener Jugendvorsitzenden
der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG Wien)
gewählt. Köpf folgt dem langjährigen Jugendvorsitzenden Christoph
Peschek nach.++++
Carina Köpf konnte bereits als Jugendsekretärin bei der Gewerkschaft
der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) jede
Menge Erfahrungen sammeln. Zukünftig wird sich Köpf nun auch um die
Qualität und Quantität der Lehrlingsausbildung kümmern. "Alle
Jugendlichen, die eine Lehrausbildung machen wollen, sollen eine gute
Ausbildung bekommen", fordert Köpf und kritisiert, dass nicht einmal
mehr zehn Prozent der Betriebe Lehrlinge ausbilden.
Ein Dorn im Auge sind Köpf prekäre Arbeitsverhältnisse - Praktika,
Volontariate, freie Dienstverträge, Teilzeitbeschäftigung oder sogar
Werkverträge. "Junge Menschen haben ein Recht auf faire Entlohnung
und volle soziale Absicherung. Desto länger sie in prekäre
Beschäftigungsverhältnisse gedrängt werden, desto größer wird das
Risiko, später von Altersarmut entweder aufgrund geringer Beiträge
oder weniger Versicherungszeiten einmal eingeholt zu werden", warnt
Köpf. Nachsatz: "Wer frisch im Arbeitsleben steht, denkt noch nicht
an die Pension. Da geht’s noch um die erste eigene Wohnung und wie
man diese finanzieren kann."
Köpf will aber gerade deshalb Jugendlichen "die Politik wieder
schmackhaft machen. In der Arbeitswelt muss es wieder fair zugehen,
vor allem auch für Jugendliche. Die Politik entscheidet oft über ihre
Rechte und damit über ihr Leben. Wer da mitmischt, kann auch
mitgestalten", ruft Köpf Jugendliche auf, sich politisch zu
interessieren und auch zu engagieren.
"Am besten bei den sozialdemokratischen GewerkschafterInnen", sagt
Köpf und erinnert auch aus aktuellem Anlass an die schwarz-blaue
Regierungszeit in den Jahren zwischen 2000 und 2007. "Man muss schon
in die Archive der Medien schauen, um nachvollziehen zu können, was
damals alles passierte. ÖVP und FPÖ versuchten die Selbstverwaltung
zu zerschlagen, die Pensionen auf ein Minimum zu kürzen, die
Sozialpartnerschaft zu demolieren und die Interessenvertretungen der
ArbeitnehmerInnen auszuschalten. Das war nicht irgendwas.
Hundertausende Menschen gingen damals auf die Straße, um das
Schlimmste zu verhindern", so Köpf rückblickend.
Daher seien heute alle WählerInnen - vor allem aber die jungen -
aufgerufen, genau in die Wahlprogramme zu schauen, bevor sie
übereifrigen reformfreudigen Parteien ihre Stimmen schenken. "Denn in
Wahrheit gibt es für arbeitende Menschen keine Alternative zur
Sozialdemokratie", ist sich Köpf sicher und warnt abschließend vor
billigem Populismus und Fremdenfeindlichkeit.
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