- 13.06.2015, 08:00:01
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„profil“: Fall Telekom/Mensdorff-Pouilly: Laut Justiz erbrachte Lobbyist gar keine Leistungen
1,1 Millionen Euro wurden auch verwendet, um Anwälte in Großbritannien zu bezahlen
Utl.: 1,1 Millionen Euro wurden auch verwendet, um Anwälte in
Großbritannien zu bezahlen =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft Wien
dem Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly vor, für die der Telekom
Austria 2008 verrechneten Honorare über insgesamt 1,1 Millionen Euro
nichts geleistet zu haben. Weder soll Mensdorff-Pouilly die Telekom,
wie von ihm behauptet, in Zusammenhang mit möglichen Akquisitionen in
Osteuropa beraten haben; noch soll er, wie immer wieder vermutet, für
die Telekom in Zusammenhang mit dem Tetron-Auftrag des
Innenministeriums 2004 tätig geworden sein. "Nach umfangreichen
Ermittlungen ist eine Leistungserbringung von Alfons
Mensdorff-Pouilly für den Telekom-Konzern im Rahmen des Projekts
,Tetron‘ auszuschließen", heißt es in der Anklageschrift. Auch
darüber hinaus habe er keine "wirtschaftlich werthaltigen Leistungen
an die Telekom" erbracht. Laut dem Sachverständigen der
Staatsanwaltschaft Matthias Kopetzky verwendete Mensdorff-Pouilly die
Zuwendungen der teilstaatlichen Telekom - mittelbar also Steuergelder
- auch dazu, um Rechtsanwälte in Großbritannien zu bezahlen. Und zwar
in "inhaltlichem Zusammenhang mit den gegen Alfons Mensdorff-Pouilly
anhängigen Ermittlungen im Zusammenhang mit BAE".
Mensdorff-Pouilly muss sich ab 24. Juni gemeinsam mit dem früheren
Telekom-Manager Rudolf Fischer vor Gericht verantworten. Fischer
werden Untreue und falsche Beweisaussage vor dem parlamentarischen
Untersuchungsausschuss 2012 angelastet, Mensdorff-Pouilly die
Beitragstäterschaft zur Untreue. Die Beschuldigten bestreiten die
Vorwürfe, es gilt die Unschuldsvermutung.
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