• 12.06.2015, 13:18:32
  • /
  • OTS0145 OTW0145

„Thema“ über den „Tod nach Geburt“

Am 15. Juni um 21.10 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 15. Juni um 21.10 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert "Thema" am Montag, dem
15. Juni 2015, um 21.10 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:

Tod nach Geburt - Einzelschicksal oder Fehler des Spitals?

Gloria kommt am 26. Juli 2014 zur Welt. Bei der Geburt im
Diakonissen-Krankenhaus Schladming kommt es zu schweren
Komplikationen. Marion Baumgartner war in Lebensgefahr und erinnert
sich unter Tränen: "Ich weiß nur noch, dass die Hebamme gesagt hat -
pressen, pressen - und dann war mein Baby draußen, aber nur blau und
weiß, und die Hebamme hat gesagt: atme, atme!" Gloria wird nur 16
Tage alt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Gynäkologe war erst
50 Minuten nach der Geburt da. Die Gesundheitsbehörde hat
festgestellt, dass bei jeder zweiten Geburt in diesem Spital kein
Facharzt für Gynäkologie dabei war, obwohl das die behördlichen
Auflagen verlangen. Das Krankenhaus sieht das anders. Inzwischen
haben sich weitere Opfer gemeldet, berichtet Christian Zechner.

Murenabgänge in Tirol - Zusammenhalt nach der Katastrophe

Es ist mitten in der Nacht, als das Wasser kommt, als Bäche über die
Ufer treten, umgestürzte Baumstämme und Geröll mit sich reißen,
Menschen aus Furcht in die Wälder flüchten. Erst bei Tageslicht zeigt
sich das volle Ausmaß der Zerstörung: Im Tiroler Sellrain und in See
wurden vor wenigen Tagen ganze Häuser weggerissen, Autos
weggeschwemmt, Tiere sind ertrunken. "Wie durch ein Wunder gab es
keine Toten", berichtet Bernhard Spiss, Kommandant der Freiwilligen
Feuerwehr in See. Bereits am Tag nach der Katastrophe beginnen die
Aufräumarbeiten. Neben den Hilfstrupps von Feuerwehr, Rettung und vom
Bundesheer packen auch Polizeibeamte und Nachbarn mit an. Jetzt
wollen auch noch mehr als 150 in Tirol untergebrachte Flüchtlinge
helfen. "Die Solidarität ist groß", erzählt Melanie Ladner, Mutter
von zwei Kindern und steht dabei vor ihrem schwer beschädigten Haus
in See. Viele Ihrer Nachbarn haben alles verloren. Andrea Poschmaier
und Oliver Rubenthaler berichten für "Thema" über nicht zu bändigende
Naturgewalten und über tröstenden Zusammenhalt.

Schluss mit Betteln - eine menschliche Lösung?

"Betteln verboten" heißt es auf Flugblättern, die in der Salzburger
Innenstadt verteilt werden. In rumänischer und deutscher Sprache.
Seit Anfang Juni gilt in der Salzburger Innenstadt ein so genanntes
"sektorales Bettelverbot". In bestimmten Gassen, etwa in der
berühmten Getreidegasse, wird Betteln mit mindestens hundert Euro
Bußgeld bestraft. Viele sind froh, dass die unzähligen Bettler aus
der Altstadt verschwunden sind. "Sogar Stammkunden haben gesagt, ich
komme nicht mehr zu Ihnen. Ich tu mir das nicht an, dass ich da
regelmäßig belästigt werde", erzählt der Apotheker Werner Salem. Aber
es gibt auch viele Gegner des neuen Bettelverbots. "Stilles Betteln
ist ein Menschenrecht, ich bin in Not, ich brauche Hilfe. Salzburg
hat nun eine menschrechtsfreie Zone", sagt der Sozialwissenschafter
Heinz Schoibl. "Thema"-Reporterin Beate Haselmayer hat Einblicke in
die Welt der Salzburger Bettler bekommen. Sie schlafen unter Brücken
und in Parks. Die 25-jährige Alina ist mit ihrem Mann Vasilij nach
Salzburg gekommen. "Unsere Kinder gehen in Rumänien die Schule. Wir
brauchen das Geld, das wir hier beim Betteln bekommen, um Kleidung,
Schuhe und Essen für sie zu kaufen", erzählen sie im Interview.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel