„Thema“ über den „Tod nach Geburt“

Am 15. Juni um 21.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert "Thema" am Montag, dem 15. Juni 2015, um 21.10 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:

Tod nach Geburt - Einzelschicksal oder Fehler des Spitals?

Gloria kommt am 26. Juli 2014 zur Welt. Bei der Geburt im Diakonissen-Krankenhaus Schladming kommt es zu schweren Komplikationen. Marion Baumgartner war in Lebensgefahr und erinnert sich unter Tränen: "Ich weiß nur noch, dass die Hebamme gesagt hat -pressen, pressen - und dann war mein Baby draußen, aber nur blau und weiß, und die Hebamme hat gesagt: atme, atme!" Gloria wird nur 16 Tage alt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Gynäkologe war erst 50 Minuten nach der Geburt da. Die Gesundheitsbehörde hat festgestellt, dass bei jeder zweiten Geburt in diesem Spital kein Facharzt für Gynäkologie dabei war, obwohl das die behördlichen Auflagen verlangen. Das Krankenhaus sieht das anders. Inzwischen haben sich weitere Opfer gemeldet, berichtet Christian Zechner.

Murenabgänge in Tirol - Zusammenhalt nach der Katastrophe

Es ist mitten in der Nacht, als das Wasser kommt, als Bäche über die Ufer treten, umgestürzte Baumstämme und Geröll mit sich reißen, Menschen aus Furcht in die Wälder flüchten. Erst bei Tageslicht zeigt sich das volle Ausmaß der Zerstörung: Im Tiroler Sellrain und in See wurden vor wenigen Tagen ganze Häuser weggerissen, Autos weggeschwemmt, Tiere sind ertrunken. "Wie durch ein Wunder gab es keine Toten", berichtet Bernhard Spiss, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in See. Bereits am Tag nach der Katastrophe beginnen die Aufräumarbeiten. Neben den Hilfstrupps von Feuerwehr, Rettung und vom Bundesheer packen auch Polizeibeamte und Nachbarn mit an. Jetzt wollen auch noch mehr als 150 in Tirol untergebrachte Flüchtlinge helfen. "Die Solidarität ist groß", erzählt Melanie Ladner, Mutter von zwei Kindern und steht dabei vor ihrem schwer beschädigten Haus in See. Viele Ihrer Nachbarn haben alles verloren. Andrea Poschmaier und Oliver Rubenthaler berichten für "Thema" über nicht zu bändigende Naturgewalten und über tröstenden Zusammenhalt.

Schluss mit Betteln - eine menschliche Lösung?

"Betteln verboten" heißt es auf Flugblättern, die in der Salzburger Innenstadt verteilt werden. In rumänischer und deutscher Sprache. Seit Anfang Juni gilt in der Salzburger Innenstadt ein so genanntes "sektorales Bettelverbot". In bestimmten Gassen, etwa in der berühmten Getreidegasse, wird Betteln mit mindestens hundert Euro Bußgeld bestraft. Viele sind froh, dass die unzähligen Bettler aus der Altstadt verschwunden sind. "Sogar Stammkunden haben gesagt, ich komme nicht mehr zu Ihnen. Ich tu mir das nicht an, dass ich da regelmäßig belästigt werde", erzählt der Apotheker Werner Salem. Aber es gibt auch viele Gegner des neuen Bettelverbots. "Stilles Betteln ist ein Menschenrecht, ich bin in Not, ich brauche Hilfe. Salzburg hat nun eine menschrechtsfreie Zone", sagt der Sozialwissenschafter Heinz Schoibl. "Thema"-Reporterin Beate Haselmayer hat Einblicke in die Welt der Salzburger Bettler bekommen. Sie schlafen unter Brücken und in Parks. Die 25-jährige Alina ist mit ihrem Mann Vasilij nach Salzburg gekommen. "Unsere Kinder gehen in Rumänien die Schule. Wir brauchen das Geld, das wir hier beim Betteln bekommen, um Kleidung, Schuhe und Essen für sie zu kaufen", erzählen sie im Interview.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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