• 12.06.2015, 10:16:04
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Streichung bei Zivildienern: Zu Lasten engagierter junger Menschen

Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Lebenshilfe, Rotes Kreuz, Volkshilfe: Nicht sparen auf dem Rücken der Zivildiener und der Menschen in Pflege, Betreuung, Assistenz und sozialer Hilfe.

Utl.: Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Lebenshilfe, Rotes Kreuz,
Volkshilfe: Nicht sparen auf dem Rücken der Zivildiener und
der Menschen in Pflege, Betreuung, Assistenz und sozialer
Hilfe. =

Wien (OTS) - "Mit den geplanten Zuweisungskürzungen bei Zivildienern
wird dem Ansinnen, den Zivildienst aufzuwerten, kein guter Dienst
erwiesen", warnen die wichtigsten Sozialorganisationen des Landes.
Das Innenministerium will heuer nur 90% des gemeldeten Bedarfs an
Zivildienstleistenden abdecken. Diese Maßnahmen werden alle
Zivildiensteinrichtungen, die pro Turnus mehr als zehn
Zivildienstplätze gemeldet haben, betreffen.

Im Zuge der Zivildienstreform im Jahr 2013 hat sich das
Bundesministerium für Inneres als Ziel gesetzt, alles daran zu
setzen, die Stellung des Zivildienstes nicht nur zu festigen, sondern
auch weiterhin auszubauen und zu fördern. Für die jungen Männer
sollte es einige Verbesserungen geben. Bei der
Wehrpflicht-Volksbefragung 2013 haben fast 60% aller Teilnehmenden
für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt - und zwar laut
Umfragen vor allem wegen der großen Bedeutung, die sie dem
Zivildienst zumessen.

Von der Kürzung der Mittel für Zivildienstleistende ist nicht nur die
soziale Arbeit betroffen. Sie gehen zu Lasten der
Zivildienstleistenden. Auf viele wartet ein Studien- oder
Arbeitsplatz. Ihre Lebensplanung wird um Monate verzögert. Für die
jungen Männer bedeutet der Zivildienst eine wertvolle Erfahrung. Die
Jugendlichen erwerben hier Fähigkeiten und Kenntnisse, die ihr Leben
bereichern. Sie bekommen ein besseres Verständnis für Krankheit,
Alter, Behinderung und Not. Diese jungen Menschen leisten einen
wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, für uns alle.

Den Bedarf an Zivildienstleistenden im Jahr 2015 haben die sozialen
Organisationen der Zivildienstserviceagentur bereits im März des
vergangenen Jahres bekannt gegeben. Die sozialen Einrichtungen haben
Auswahlgespräche geführt und haben den jungen Menschen für das zweite
Halbjahr 2015 einen Zivildienstplatz zugesagt. Aus diesem Grund
scheint es uns bedenklich, dass weder soziale Organisationen, noch
zuweisungspflichtige junge Männer frühzeitig und schriftlich von den
Kürzungen erfahren haben.

Appell an Ministerin Mikl-Leitner: Versprechen für Zivildienst
einlösen

Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz, Volkshilfe
(Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt, BAG) und die Lebenshilfe
appellieren daher gemeinsam an Innenministerin Mikl-Leitner, die
Auseinandersetzung über die Finanzierung einer für die
österreichische Gesellschaft so wichtigen Institution wie dem
Zivildienst nicht auf dem Rücken der Zivildienstleistenden - und in
der Folge jener Menschen, die auf deren Hilfe angewiesen sind -
auszutragen, sondern sich unmissverständlich und konsequent hinter
die jungen Menschen zu stellen und ihrer hohen Motivation und ihrem
sozialen Engagement eine entsprechende finanzielle Basis zu
gewährleisten!

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