- 12.06.2015, 09:47:21
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Gesundheitsministerin Oberhauser präsentiert Studie zu Gesundheit und Gesundheitsverhalten österreichischer SchülerInnen
Vorliegende Daten zeigen positive Entwicklung: SchülerInnen rauchen weniger, trinken seltener Alkohol und ernähren sich gesünder; dennoch bleibt noch viel zu tun
Utl.: Vorliegende Daten zeigen positive Entwicklung: SchülerInnen
rauchen weniger, trinken seltener Alkohol und ernähren sich
gesünder; dennoch bleibt noch viel zu tun =
Wien (OTS) - "Die Daten der jüngsten HBSC-Studie zeigen positive
Entwicklungen für Österreich", freut sich Gesundheitsministerin
Sabine Oberhauser. "Im Vergleich zu früher rauchen Schülerinnen und
Schüler weniger, trinken seltener Alkohol und ernähren sich gesünder.
Das zeigt, dass wir in vielen Bereichen bereits auf einem guten Weg
sind", so Oberhauser, "allerdings bleibt noch viel zu tun." ****
Die Studie zeigt, dass die durchschnittliche Lebenszufriedenheit mit
einem Wert von 7,8 auf einer Skala von 0 bis 10 sehr hoch ist. Gleich
geblieben ist das Ausmaß an Bewegung mit mindestens einer Stunde
täglich an durchschnittlich 4,5 Tagen pro Woche. Dennoch empfinden
sich vier von zehn SchülerInnen als zu dick und meinen, abnehmen zu
müssen. Von acht abgefragten körperlichen und psychischen Beschwerden
sind Gereiztheit und Einschlafschwierigkeiten die häufigsten. In
Bezug auf psychische Probleme zeigen die Schülerinnen und Schüler
aber relativ wenig Gesundheitskompetenz, während zum Beispiel ihr
Verständnis für die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils oder für
ärztliche Anweisungen relativ gut ausgeprägt ist. Von wiederholtem
Bullying (Mobbing) in der Schule ist jede/r Siebte betroffen.
"Familie und Schule spielen eine große Rolle für das Wohlbefinden der
Schülerinnen und Schüler", erläutert Rosemarie Felder-Puig, nationale
Studienleiterin und Wissenschafterin am Ludwig Boltzmann-Institut für
Health Promotion Research. "Auch die soziale Lage wirkt vor allem auf
das Wohlbefinden, während sich beim Gesundheitsverhalten stärker
kulturelle bzw. religiöse Unterschiede manifestieren. So zeigen
Jugendliche mit Migrationshintergrund zwar ein weniger gesundes
Ernährungsverhalten, rauchen dafür aber seltener und konsumieren
wenig bis gar keinen Alkohol", so Felder-Puig weiter.
Die in der Kindheit entwickelten Verhaltensweisen prägen Gesundheit
und Gesundheitsverhalten im Erwachsenenalter und haben somit
weitreichende Auswirkungen für die Zukunft unserer Gesellschaft.
"Gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche bestmöglich gestalten
und unterstützen" ist daher eines der 10 Rahmen-Gesundheitsziele.
"Optimale Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche haben einen
langfristigen Nutzen für alle: für die Betroffenen selbst wie auch
für die Gesellschaft insgesamt", betont Pamela Rendi-Wagner, Leiterin
der Sektion Öffentliche Gesundheit und Medizinische Angelegenheiten.
"Daher fließen die Vorsorgemittel von 3,5 Millionen Euro pro Jahr in
Maßnahmen zugunsten von Kindern und Jugendlichen. In der zweiten
Periode liegt der Schwerpunkt bei Frühen Hilfen und bei der Stärkung
der Gesundheitskompetenz von Jugendlichen", erklärt Rendi-Wagner.
Die HBSC-Studie (HBSC = Health Behaviour in School-aged Children) ist
eine Langzeitstudie zur Kinder- und Jugendgesundheit, an der viele
europäische Länder teilnehmen. Dafür werden in einem
Vierjahresrhythmus selbstberichtete Daten zu Gesundheit und
Gesundheitsverhalten systematisch und wiederholt beobachtet. Befragt
werden Schülerinnen und Schüler im Alter von 11, 13, 15 und 17
Jahren. Die erste Erhebung fand im Schuljahr 1983/84 statt. Die
österreichische HBSC-Studie wird vom Bundesministerium für Gesundheit
beauftragt und kofinanziert.
Die Studie ist unter www.bmg.gv.at abrufbar. (Schluss)
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