- 10.06.2015, 13:48:58
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AK: „Hartz Ö“ würde Armutsrisiko in Österreich erhöhen
Vorschlag einer Art Hartz IV für Österreich würde Betroffene verarmen lassen, kritisiert die stellvertretende AK Wien Direktorin Alice Kundtner
Utl.: Vorschlag einer Art Hartz IV für Österreich würde Betroffene
verarmen lassen, kritisiert die stellvertretende AK Wien
Direktorin Alice Kundtner =
Wien (OTS) - "Hände weg vom österreichischen System der
Arbeitslosenversicherung", sagt die stellvertretende AK Wien
Direktorin Alice Kundtner zum Generalsekretär der
Industriellenvereinigung, Christoph Neumayer. Der Generalsekretär
kritisiert, dass es bei uns im Unterschied zum deutschen Hartz IV die
Notstandshilfe und die Mindestsicherung gibt. "Notstandshilfe ist
eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung", erklärt Kundtner,
"sie abzuschaffen, würde das Armutsrisiko in Österreich erhöhen."
"Der Vergleich zwischen Österreich und Deutschland macht sicher",
so Kundtner: Nach Einführung von Hartz IV ist in Deutschland der
Niedriglohnsektor gewachsen - jetzt muss mühsam mit dem Mindestlohn
gegengesteuert werden. Die Arbeitslosen sind in Deutschland durch
Hartz IV verarmt - dort sind laut EU 69 Prozent der Arbeitslosen
armutsgefährdet, das ist der höchste Wert aller EU-Staaten. Trotzdem
hat Deutschland einen fast doppelt so hohen Anteil an
Langzeitarbeitslosen wie Österreich.
"Wer das österreichische System nach deutschem Vorbild ändern
will, soll auch sagen, dass er damit das Armutsrisiko erhöht und
Langzeitarbeitslosigkeit zementiert", sagt Kundtner. "Nicht zuletzt
hat sich Österreich in der Krise ab 2008 deshalb gut geschlagen, weil
wir kein solches System haben wie Deutschland."
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