- 09.06.2015, 13:42:04
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Europa-Forum Wachau seit 20 Jahren eine „Plattform des Dialogs“
Pröll, Kurz, Schwarz und Lendvai zogen Zwischenbilanz
Utl.: Pröll, Kurz, Schwarz und Lendvai zogen Zwischenbilanz =
St. Pölten (OTS/NLK) - Das Europa-Forum Wachau auf Stift Göttweig
findet heuer zum 20. Mal statt. Dieses Jubiläum nahmen heute,
Dienstag, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Außenminister Sebastian
Kurz, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Prof. Paul Lendvai zum
Anlass, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Das Europa-Forum Wachau sei vor 20 Jahren gemeinsam mit dem damaligen
Außenminister Alois Mock installiert worden, "um den
Europäisierungsprozess zu begleiten", erinnerte Landeshauptmann Pröll
an die Anfänge vor zwei Jahrzehnten. Das Bundesland Niederösterreich,
gelegen an der Nahtstelle zwischen dem alten und dem neuen Europa,
habe mit dem Europa-Forum vor allem drei konkrete Ziele verbunden, so
Pröll: erstens zu überlegen, wie man das Tor zum neuen Europa öffnen
könne, zweitens über die Rolle der Regionen im Europäisierungsprozess
nachzudenken und drittens das Europa-Forum als dauerhaften Dialog und
Meinungsaustausch zu institutionalisieren.
Europa habe in den vergangenen 20 Jahren "eine unglaubliche
Entwicklung genommen", verwies der Landeshauptmann auf die neuen
Mitgliedsstaaten oder auch auf die gemeinsame Währung. Das neue
Europa sei auch eine große Chance für Niederösterreich gewesen, so
Pröll: "Die Europäisierung ist ein unglaublicher Wachstumsschub für
Niederösterreich geworden. Die Zahl der Betriebe hat sich mehr als
verdoppelt, die Warenexporte haben sich verdreifacht und die Zahl der
Beschäftigten ist um 20 Prozent gestiegen." Niederösterreich habe als
Region im Herzen Europas auch Vorbildwirkung entwickeln können, wies
er auch auf den "Award of excellence" im Jahr 2002 oder die
Auszeichnung als innovativste Region Europas im Jahr 2007 hin. Das
Bundesland habe sich in Europa auch entsprechend eingebracht, etwa
durch den Mobilfunkpakt als Vorzeigeprojekt auf europäischer Ebene,
die Subsidiaritätskonferenz oder die Regionen-Initiative zur
Verlängerung der Regionalförderung.
"Das Europa-Forum Wachau hat sich zu einer Plattform des Dialogs
entwickelt", betonte Pröll und verwies auf die vielen prominenten
Referenten, unter ihnen eine große Zahl an Premierministern und
Außenministern. "Unser Ziel im Blick nach vorne ist klar: wir wollen
weiter eine aktive Rolle im europäischen Diskurs bilden", sagte
Pröll.
Das Europa-Forum Wachau biete "einen einzigartigen Rahmen für die
europapolitische Diskussion in Österreich", betonte Außenminister
Kurz in seiner Stellungnahme. Österreich habe vom EU-Beitritt stark
profitiert, 70 Prozent der Exporte gingen in die Europäische Union
und man habe massiv an Arbeitsplätzen gewonnen, betonte Kurz.
Natürlich brauche es auch eine Auseinandersetzung mit der
Europäischen Union und eine Diskussion über die Zukunft der
Europäischen Union, so der Minister: "Schön, dass das Europa-Forum
Wachau dafür wieder einen Rahmen bietet."
Als Neuerung werde heuer in den drei Bereichen Medien, Jugend und
Zivilgesellschaft der Europapreis vergeben, kündigte er an. Eine
hochkarätige Jury wählt dafür Personen und Institutionen aus, die die
Europäische Union durch ihr Engagement in Österreich thematisieren,
so der Außenminister.
Das diesjährige Generalthema werde "Stößt Europa an seine Grenzen?"
lauten, informierte Landesrätin Schwarz. Dabei gehe es um die
Asylfrage ebenso wie um eine gemeinsame Wirtschafts- und Außenpolitik
oder auch um die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa.
Neben prominenten Referenten wie zum Beispiel den tschechischen
Vizepremierminister Ing. Andrej Babis, EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn
oder dem ungarischen Außenminister Dr. Peter Szijjarto werde es auch
heuer wieder Arbeitskreise geben, so etwa zu den Themen
Sicherheitspolitik und regionale Zusammenarbeit, berichtete die
Landesrätin.
"Göttweig ist ein geflügeltes Wort geworden. Politiker, Journalisten
und Korrespondenten kommen, weil sie gesehen haben, dass es sich
lohnt, nach Göttweig zu kommen", sagte Prof. Lendvai in seiner
Stellungnahme. Dies sei auch "der beste Beweis dafür, dass Regionen
nicht Provinzialisierung bedeuten, sondern eine Brücke zur Welt", so
Lendvai, der auch betonte: "20 Jahre nach der ersten Veranstaltung in
Göttweig können wir alle stolz sein, dass so viele wichtige Politiker
und Journalisten nach Göttweig gekommen sind."
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