- 09.06.2015, 09:00:24
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Zukunft Pflanzenbau: Modern, umweltschonend und wirtschaftlich
Bundesminister Rupprechter und Abgeordneter Schmuckenschlager präsentieren Ergebnisse des Strategieprozesses
Utl.: Bundesminister Rupprechter und Abgeordneter Schmuckenschlager
präsentieren Ergebnisse des Strategieprozesses =
Wien (OTS) - Österreich war seit jeher Vorreiter für eine ökosoziale
und nachhaltig produzierende Landwirtschaft. Um diesen Weg
konsequent weiterzuentwickeln, hat Bundesminister Andrä Rupprechter
den Strategieprozess "Zukunft Pflanzenbau" initiiert. Die Ergebnisse
dieses Prozesses wurden am Montag präsentiert.
"Der Pflanzenbau steht im Spannungsfeld zwischen ökonomischen,
ökologischen und sozialen Anforderungen. Konsumentinnen und
Konsumenten erwarten sich gesunde und qualitativ hochwertige
Lebensmittel in einem ausreichenden Angebot und zu fairen Preisen.
Wirtschaftlicher Druck, Produktionsauflagen, aber auch Klimawandel,
Bodenverlust und das vermehrte Auftreten von Schadorganismen bedeuten
für die Bäuerinnen und Bauern eine große Herausforderung", betont
Rupprechter.
Ziel des Strategieprozesses war es, zeitgemäße Lösungen für den
Pflanzenbau zu erarbeiten, die Sicherheit für Bauern, Konsumenten und
Umwelt gleichermaßen garantieren. Rupprechter: "Wir haben alle an
Bord geholt. Die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen garantiert
einen modernen, umweltschonenden und wirtschaftlichen Pflanzenbau."
Entwicklung der Strategie
Geleitet wurde der Strategieprozess von Johannes Schmuckenschlager,
Abgeordneter zum Nationalrat. Beteiligt waren alle relevanten
Stakeholder im Bereich Pflanzenbau - Landwirtschaft, Verarbeitung,
Handel, Prüfstellen, Interessensgemeinschaften,
Non-Profit-Organisationen, Industrie und Wissenschaft. Somit konnten
das umfangreiche Wissen sowie die unterschiedlichen Erwartungen an
einen modernen Pflanzenbau zusammengetragen werden. Schwerpunktthemen
waren Forschung und Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit, rechtliche und
regulatorische Rahmenbedingungen sowie Zusammenarbeit aller
Akteurinnen und Akteure.
Schmuckenschlager: "Der Strategieprozess ‚Zukunft Pflanzenbau‘
bündelt die unterschiedlichen Erwartungen der Stakeholder an einen
modernen Pflanzenbau und ist somit der Ansatzpunkt für ein immer
wichtiger werdendes Thema. Es braucht zukünftig ein noch intensiveres
Miteinander von Landwirtschaft, Konsumentinnen und Konsumenten und
Umwelt."
10 Punkte-Programm für einen zeitgemäßen Pflanzenbau
Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden in einem 10 Punkte-Programm
zusammengefasst:
• Förderung einer vielseitigen Fruchtfolge und Steigerung der
Biodiversität
• Standortangepasste Züchtungen und Sorten
• Forcierung bodenschonender Produktionsmethoden und zielgerichtetes
Umweltmonitoring
• Ausbau des integrierten Pflanzenschutzes
• Weitere Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln
• Klare und transparente Rahmenbedingungen für die Zulassung von
Pflanzenschutzmitteln
• Verknüpfung von Praxis und Forschung
• Bildungsoffensive für einen modernen Pflanzenbau
• Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit
• Bessere Vernetzung aller Stakeholder
"Das Zehn-Punkteprogramm gibt die wesentlichen Forderungen der
Stakeholder wider. Im Fokus stehen unter anderem der Austausch und
die Kommunikation zwischen den einzelnen Akteurinnen und Akteuren.
Wesentlich ist, dass das Thema Pflanzenbau in der Öffentlichkeit viel
breiter kommuniziert wird", erklärt Schmuckenschlager.
Umsetzung hat bereits begonnen
Rupprechter verspricht eine rasche Umsetzung. Geplant ist unter
anderem die Schaffung einer Dialogplattform für einen regelmäßigen
fachlichen Austausch zu aktuellen Themen des Pflanzenbaus. Die
Agentur für Ernährungssicherheit und Gesundheit wird damit
beauftragt. Im Bereich der Forschung wird der Fokus auf praxisnahe
Projekte gelegt, mit einer eigenen Förderung im Rahmen der
Europäischen Innovationspartnerschaften. Um klarere Rahmenbedingungen
und eine erhöhte Transparenz bei der Zulassung von
Pflanzenschutzmitteln zu schaffen, erfolgt künftig eine strikte
personelle Trennung zwischen der Risikobewertung in der Agentur für
Gesundheit Ernährungssicherheit und dem Risikomanagement im Bundesamt
für Ernährungssicherheit.
Rupprechter: "Mit den Ergebnissen des Strategieprozesses gehen wir im
Pflanzenbau einen zeitgemäßen Weg, der die Sicherheit für Bäuerinnen
und Bauern, Konsumentinnen und Konsumenten und Umwelt gleichermaßen
garantiert."
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