• 05.06.2015, 12:38:35
  • /
  • OTS0101 OTW0101

FP-Hebenstreit/Raich: Nein zum geplanten Mega-Kulturprojekt in Hernals!

Es drohen zusätzliche Belastungen für die Anrainer und Verschwendung von Steuergeld

Utl.: Es drohen zusätzliche Belastungen für die Anrainer und
Verschwendung von Steuergeld =

Wien (OTS) - Das denkmalgeschützte Traditionslokal Gschwandner in
Hernals wurde von einem Finanzinvestor gekauft. Geplant ist nun ein
Mega-Kulturprojekt mit erhofften 100.000 Besuchern an insgesamt rund
300 Spieltagen pro Jahr. Eine Mitfinanzierung der Stadt Wien für das
Kulturprojekt ist angeblich in Aussicht gestellt.

Der Ausbau des Gschwandner zu einem Kulturbetrieb dieser Dimension
bringt durch zusätzlichen Lärm, Verkehr und Abgase den Verlust von
Wohnqualität und erzeugt Konflikte mit den Anrainern.
"Selbstverständlich sind bei einem Betrieb mit einem Fassungsvermögen
von 540 Gästen größere Emissionen zu erwarten, wie etwa Licht- oder
Lärmeinwirkung", stellt FPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter Dietmar
Hebenstreit fest. Insbesondere sind die Anrainer des geplanten
Durchgangs und Hofs geplagt, die künftig mit einem riesigen und fast
völlig zubetonierten Schanigarten leben müssen.

Hernals ist ein Bezirk mit vielen kleinen Kulturinitiativen.
"Mega-Projekte haben in diesem Bezirk, insbesondere in Inner-Hernals
mit seiner derzeitigen Bevölkerungsstruktur, keine Chance auf eine
wirtschaftliche Nutzung", meint die FPÖ-Klubobfrau von Hernals Ulrike
Raich, "es besteht die Befürchtung, dass der Steuerzahler nicht nur
für den Bau des Kulturbetriebs zur Kasse gebeten wird, sondern in
weiterer Folge permanent Subventionen zuschießen muss." Wesentlich
sind aber auch die beim Betrieb entstehenden Verkehrs- und
Parkplatzprobleme. Es wurden zehn Stellplätze abgelöst. Durchdachte
und auf die Bedürfnisse der Anrainer Rücksicht nehmende Zu- und
Abfahrtswege sowie Parkplätze werden für die vielen Hundert Gäste
sowie auch für die Mitarbeiter, Zulieferer und weiteren Dienstleister
benötigt. Es fehlt aber offenbar sowohl ein sinnvolles
Verkehrskonzept als auch eine wirtschaftliche Planung für den Betrieb
der Lokalität, welche die Langfristigkeit des Projekts glaubwürdig
machen.

Dennoch schlossen sich bei der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch
weder Rot noch Grün oder Schwarz einer FPÖ-Resolution an, mit der die
Bedenken der Hernalser gegenüber diesem Mega-Projekt ausgedrückt
werden sollte. "In Zeiten höchster Arbeitslosigkeit und sinkender
Kaufkraft bei gleichzeitig höchster Steuer- und Gebührenbelastung ist
der Ausbau des ehemaligen Gschwandner, wie er derzeit geplant ist,
nicht verantwortbar", finden die Freiheitlichen und bekunden ihr Ja
zur sinnvollen Nutzung des Gschwandner, aber ihr Nein zu zusätzlichen
Belastungen für die Anrainer und Steuergeldverschwendung. (Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NFW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel