- 03.06.2015, 09:00:16
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Stimmung in Mittelosteuropa im Mai verbessert
OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa erreicht besten Wert seit Jahresbeginn 2014, Direktinvestoren setzen zunehmend Hoffnung in die Konjunkturentwicklung
Utl.: OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa erreicht besten Wert
seit Jahresbeginn 2014, Direktinvestoren setzen zunehmend
Hoffnung in die Konjunkturentwicklung =
Wien (OTS) - Der Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa (MOE) steigt im
Mai 2015 um 2,3 Punkte auf 84,9 (Basisjahr 2007=100) und erreicht
damit das höchste Niveau seit Jahresbeginn 2014. Dies ist sowohl auf
die verbesserte aktuelle Geschäftslage (+1,5 Punkte) als auch auf die
deutlich optimistischeren Geschäftserwartungen (+2,7 Punkte) für das
kommende Halbjahr zurückzuführen. Im Zuge dieser Stimmungsaufhellung
erwarten sich die Direktinvestoren auch einen Anstieg der
österreichischen Ausfuhren in die Region: Der Export-Index klettert
um 3 Punkte auf 83,6.
Die Ergebnisse auf Länderebene gesehen zeigen, dass sich das
Geschäftsklima mit Ausnahme von Bosnien-Herzegowina in allen
betrachteten Volkswirtschaften gegenüber Februar 2015 verbessert hat.
Vor allem Polen und Tschechien werden positiv gesehen. Für die
Ukraine und insbesondere auch für Russland haben sich die
Einschätzungen der Unternehmen - trotz des weiterhin negativen
Grundtenors -seit der letzten Erhebung entspannt.
Rahmenbedingungen für Direktinvestoren in Polen und Tschechien
am günstigsten
Das beste Geschäftsklima weisen im Mai neuerlich Polen und Tschechien
auf. Nachdem die Wirtschaft der beiden Länder zuletzt unter den
Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie unter der
nachlassenden Nachfrage aus Westeuropa litt, stellen sich die
Konjunktur- und Geschäftsaussichten in beiden Ländern nun deutlich
positiver dar.
So berichtet die Mehrheit der Investoren in Polen von einer
erfreulichen Geschäftslage, und auch die Zukunftsperspektiven des
Landes sehen vielversprechend aus: Für 41 % der
Unternehmensbeteiligungen wird von einer besseren
Geschäftsperformance in den kommenden sechs Monaten ausgegangen (im
Februar lag der vergleichbare Wert bei 31 %). Eine Verschlechterung
der Geschäftsentwicklung erwartet man lediglich für 3 % der Betriebe
vor Ort.
Für Tschechien zeigt sich in der aktuellen Geschäftsklima-Erhebung
ein ähnlich positives Bild: Sämtliche Indikatoren betreffend die
aktuelle Geschäftslage, die Geschäftserwartungen und die
konjunkturelle Entwicklung verbessern sich gegenüber Februar. Der
Indikator, der die Investitionsbereitschaft der Unternehmen anzeigt,
erreicht aktuell sogar das höchste Niveau seit Juli 2008: Für knapp
ein Fünftel der bestehenden Beteiligungen vor Ort gibt es
Erweiterungspläne.
Stimmungsaufhellung im Handel und bei den Banken
Auf Branchenebene sticht in der aktuellen Geschäftsklima-Erhebung
insbesondere die positive Stimmung im Handel - mit einem Anstieg des
Geschäftsklima-Index um 5,4 Punkte auf 87,4 - heraus. Die
Zufriedenheit der Direktinvestoren mit der aktuellen
Geschäftssituation ist im Vergleich zum Jahresanfang gestiegen, und
auch die Erwartungen an die Performance der Unternehmensbeteiligungen
im kommenden Halbjahr wurden deutlich nach oben geschraubt. Aufgrund
dieser Entwicklung sind die Investoren im Handel auch zunehmend
bereit, ihre MOE-Beteiligungen auszubauen.
Auch bei den Banken hellt sich das Geschäftsklima dank größerer
Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftssituation in MOE und der
optimistischeren Zukunftseinschätzung im Mai auf: Der entsprechende
Index steigt um 3 Punkte auf 81,8. Allerdings bleiben die Banken in
Bezug auf ihre Investitionspläne weiterhin zurückhaltend: Die
Mehrheit der Tochterunternehmen soll in den nächsten zwölf Monaten
unverändert beibehalten werden. Lediglich für 5 % der Beteiligungen
ist eine Expansion geplant, während 14 % der Niederlassungen vor
einer Verkleinerung oder Schließung stehen.
Direktinvestoren erwarten Anstieg der Ausfuhrumsätze
Nachdem die Einschätzungen der Direktinvestoren hinsichtlich der
MOE-Ausfuhren in den vergangenen Monaten eher gedämpft waren, kehrt
im Mai 2015 mit der Verbesserung des Geschäftsklimas auch der
Optimismus in Bezug auf die Exportentwicklung zurück: Der
entsprechende Index steigt gegenüber der Februar-Erhebung um 3 Punkte
auf 83,6. Besonders der Handel rechnet mit stärkeren Exportumsätzen
in MOE: 41 % der Headquarter erwarten eine Exportzunahme, während nur
8 % von einem Rückgang ausgehen. Noch optimistischer zeigt sich die
Finanzbranche, wo der Exportindex einen Anstieg von mehr als 20
Punkten auf einen aktuellen Wert von 100,8 verzeichnet. Lediglich in
der Baubranche schätzt man die zukünftige Entwicklung der Exporte
vorsichtiger ein als zuletzt.
Link zur Grafik: http://www.ots.at/redirect/OeKB-Infografik2
Quelle: OeKB Research Services
Über den OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa (MOE)
Der OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa (MOE) basiert auf
vierteljährlichen Primärerhebungen unter rund 400
Entscheidungsträgern von MOE-Headquarters mit Sitz in Österreich, die
zu rund 1.900 ihrer Unternehmensbeteiligungen in Mittelosteuropa
befragt werden. Erhoben werden die Einschätzungen der
Direktinvestoren zur aktuellen Geschäftslage sowie deren Erwartungen
hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den
Unternehmensbeteiligungen vor Ort (Geschäftsklima), Expansions- und
Investitionsstrategien der Unternehmen in MOE, Beurteilungen der
Standortqualität Österreichs als Brückenkopf für das
Mittelosteuropa-Geschäft und schließlich Einschätzungen zur
allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in der Region.
Der OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa bietet differenzierte
Analysen nach Ländern, Branchen und Unternehmensgrößen. Als Ergebnis
stehen der Wirtschaft Frühindikatoren zur Verfügung, die praxisnahe
Aussagen und Prognosen unter anderem über den Geschäftserfolg von
Direktinvestoren in einzelnen Ländern Mittelosteuropas und in der
Gesamtregion ermöglichen.
Über die Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft
(OeKB)
Die Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft (OeKB) ist
Österreichs zentraler Finanz- und Informationsdienstleister für
Exportwirtschaft und Kapitalmarkt. Ihre speziellen Services stärken
den Standort Österreich und unterstützen die Wirtschaft im globalen
Wettbewerb. Die vielfältigen Dienstleistungen stehen Unternehmen und
Finanzinstitutionen sowie Einrichtungen der Republik Österreich zur
Verfügung.
Die OeKB handelt sektorübergreifend, zentral, neutral und in
Übereinstimmung mit ihrer Nachhaltigkeitspolitik. Das 1946 gegründete
Spezialinstitut steht im Eigentum von Kommerzbanken mit Sitz in
Österreich.
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