• 01.06.2015, 13:19:14
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VP-Leeb: Realität im Wiener Bildungsbereich weiter besorgniserregend

Wien (OTS) - "Auch wenn die aktuellen Ergebnisse des Wiener Lesetests
im Vergleich zum Jahr 2013 leicht besser geworden sind, ist das
wahrhaftig kein Grund zum Jubeln. Denn in der Wiener Bildungspolitik
liegt weiterhin einiges im Argen, wie auch die eklatant hohe Zahl an
außerordentlichen Schülern in dieser Stadt zeigt", so ÖVP Wien
Gemeinderätin Bildungssprecherin Isabella Leeb in einer ersten
Reaktion.

Innerhalb von vier Jahren wurde bei den außerordentlichen Schülern
eine Steigerung von 53 Prozent verzeichnet. Obwohl durchaus viel
investiert wird (Einführung des beitragsfreien Kindergartens, Einsatz
von Sprachförderinnen, 1+1 Fördermodell) sind die Ergebnisse und die
Realität äußerst besorgniserregend.

"Maßnahmen und Ressourcen zur Qualitätssicherung wachsen nicht in
gleichem Maße, sind unterdotiert und qualitativ nicht ausreichend.
Hier gilt es schnellstens anzusetzen, denn es geht um die Zukunft der
Kinder in dieser Stadt. Wahlkampfschmähs wie die "Gratisnachhilfe"
werden uns sicherlich nicht weiterhelfen", so Leeb, die neuerlich auf
die Forderungen der ÖVP Wien für den Wiener Bildungsbereich hinweist.

Die Forderungen der ÖVP Wien

- Ernsthafte Evaluierung aller von der Stadt Wien derzeit geführten
Maßnahmen (1+1 Förderung, Sprachförderinnen)

- Kassasturz im Wiener Bildungsressort

- Intensivierung der Kontrollen in Kindergärten, vor allem in
Richtung Qualität mittels Aufstockung des Kontrollpersonals
-Vermeidung von Sprachinseln in Kindergärten

- Verbesserung des Betreuungsschlüssels in Wiener Kindergärten

- Entlastung der Lehrer in den Pflichtschulen durch ausreichend
Schulpsychologen und Verwaltungspersonal - Rückführung der Ressourcen
für die Förderung 2.0 an die Schulstandorte

- Vorbereitungsklassen für zugezogene Kinder und Jugendliche, wobei
man die Lehrinhalte über das Thema Sprache hinaus auch auf
gesellschaftliche und soziale Hintergründe erweitern muss.
Kleingruppen mit intensiver Schulung.

"Die hohe Arbeitslosenquote Wiens (mit knapp 12% negativer
Spitzenreiter im Österreichvergleich) ist nicht zuletzt auch auf die
desaströsen "Bildungserfolge" der Wiener Pflichtschulen
zurückzuführen. Diese stehen seit fast 70 Jahren unter der
Verantwortung der Wiener SPÖ", so Leeb abschließend.

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