- 31.05.2015, 10:10:16
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AK: Weg mit Maklerprovision für Mieter – so wie in Deutschland!
Kaske: „Mieter zahlen hohe Provision für wenig Leistung.“ – Wirtschaftsminister muss handeln
Utl.: Kaske: „Mieter zahlen hohe Provision für wenig Leistung.“ –
Wirtschaftsminister muss handeln =
Wien (OTS) - "Wer den Makler bestellt, soll ihn zahlen - das ist in
der Regel der Vermieter", sagt AK Präsident Rudi Kaske. Ab 1. Juni
gilt in Deutschland das Bestellerprinzip - wer MaklerInnen
beauftragt, zahlt - also VermieterInnen. "Was in Deutschland geht,
wird doch auch wohl bei uns möglich sein", so der AK Präsident. Der
Wirtschaftsminister muss tätig werden und das Maklergesetz und die
Immobilienmakler-Verordnung im Interesse der MieterInnen ändern.
"Wer eine Wohnung sucht, muss einen teuren Weg gehen", sagt Kaske.
"Für die Vermittlung muss tief in die Tasche gegriffen werden. Gerade
für junge Menschen, die auf ihrer ersten Wohnungssuche sind, ist das
eine enorme finanzielle Belastung."
Eine IFES-Studie aus 2014 im Auftrag der AK zeigt: Von einem
Makler vermittelte private Mietwohnungen sind deutlich teurer.
Außerdem klären sie MieterInnen regelmäßig nicht so auf, wie sie
müssten. Neun von zehn Altbau-MieterInnen wurden über gesetzliche
Mietregelungen nicht informiert. Und das bei horrenden
Maklerprovisionen - MieterInnen zahlten im Schnitt knapp 1.700 Euro.
Auch ein AK Altbaumietzins-Check vom Frühjahr 2014 ergab: Wer eine
von einem Makler vermittelte befristete Wohnung bekam, hatte einen um
knapp drei Viertel teureren Mietzins als erlaubt. "Makler vermitteln
sehr oft Mietverträge mit unrechtmäßig überhöhten Hauptmietzinsen und
somit ist auch die verlangte Provision überteuert", kritisiert Kaske.
"Die Makler sind dem Vermieter und auch dem Mieter verpflichtet.
Aber die Realität ist: Sie arbeiten für den Vermieter und kassieren
vom Mieter", kritisiert Kaske. "Was bekommen die Mieter?
Unzureichende Informationen. Das ist unfair. Makler handeln im
Auftrag der Vermieter und sollen auch von ihnen bezahlt werden",
verlangt der AK Präsident. Für die Mieterinnen und Mieter bedeute das
eine ordentliche Entlastung, vor allem für junge Wohnungssuchende:
zwei Monatsmieten plus Betriebskosten plus Umsatzsteuer für
unbefristete oder auf über drei Jahre befristete Mietverträge.
Daher verlangt Kaske: "Die Maklerprovision muss für Mieter
gestrichen werden." Ab 1. Juni gilt in Deutschland das
Bestellerprinzip. "Was in anderen Ländern geht, darf in Österreich
keine ‚Zukunftsmusik‘ bleiben. In den Niederlanden, Belgien,
Großbritannien, Irland und Norwegen beispielsweise zahlen die Mieter
auch keine Maklerprovision", bekräftigt Kaske.
SERVICE: Auf der AK Homepage unter
wien.arbeiterkammer.at/jungeswohnen gibt es
alle wichtigen Infos.
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