• 29.05.2015, 14:39:54
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Faymann und Hundstorfer bei Bundeskonferenz der Volkshilfe

Kanzler: „Wer sich sozial engagiert, schwimmt gegen den Strom“ – Dank an scheidenden Volkshilfe-Präsidenten Weidenholzer

Utl.: Kanzler: „Wer sich sozial engagiert, schwimmt gegen den Strom“
– Dank an scheidenden Volkshilfe-Präsidenten Weidenholzer =

Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann und Sozialminister
Rudolf Hundstorfer sprachen heute, Freitag, Grußworte bei der
Bundeskonferenz der Volkshilfe in der Wiener Urania. Beide bedankten
sich beim scheidenden Präsidenten der Volkshilfe, dem EU-Abgeordneten
Josef Weidenholzer, für sein Engagement. "Weidenholzer ist einer
unserer stärksten Kämpfer in Fragen der Gerechtigkeit und einer, der
etwa ein Freihandelsabkommen mit privaten Schiedsgerichten, das
wieder nur für Konzerne und gegen Staaten da ist, mit uns gemeinsam
zu verhindern versucht", sagte der Bundeskanzler. Hundstorfer betonte
die gute Zusammenarbeit zwischen Volkshilfe und Sozialministerium und
wies darauf hin, dass in den letzten Jahren einiges erreicht werden
konnte. "Die Armut ist zurückgegangen", betonte der Sozialminister.
"Trotzdem muss weitergemacht und das Thema nicht weggewischt werden."
Faymann und Hundstorfer wünschten Volkshilfe Steiermark-Präsidentin
Barbara Gross, die Weidenholzer nachfolgen wird, alles Gute für die
Zukunft. ****

"Eine Welt, in der Geld so stark beeinflusst, wie das
gesellschaftliche Leben organisiert ist und in der unvorstellbar viel
Macht und finanzielle Ressourcen in der Hand von so wenigen
konzentriert sind, kann nicht gerecht sein", betonte der
Bundeskanzler. Neoliberale hätten es einfach, sie müssten nur
verhindern, dass Staaten etwas zu sagen haben. Das sei falsch
verstandene Freiheit, die grenzenlose Gier anstatt sozialer
Verhältnisse unterstützt. "Wir SozialdemokratInnen haben den
schwierigeren Job", sagte Faymann. Wer sich sozial engagiert, sich
für Reglemtierung von Banken und Finanzwesen, für
Verteilungsgerechtigkeit, Vermögenssteuern und Bildung für alle
einsetzt, schwimme gegen den Strom.

Das gelte auch bei den Menschenrechten. "Nationalisten fordern hohe
Mauern, damit niemand mehr zu uns kommen kann. Dabei wissen wir, dass
das nur zu furchtbaren humanitären Zuständen führt. Das Mittelmeer
war eine solche Mauer. Wer verhindern will, dass diese Menschen
ankommen, akzeptiert ihren Tod", mahnte Faymann. Und weiter: "Wir
Sozialdemokraten wissen, dass die richtige Antwort die ist, eine
gerechtere Welt zu schaffen, in der es keine gewaltvollen
Auseinandersetzungen und politische Verfolgung gibt, damit die
Menschen gar nicht zu Asylwerbern werden. Wir müssen Europa als
Friedensprojekt in eine solidarischere, menschenwürdige Richtung
führen." Der Bundeskanzler warnte auch vor populistischen Hetzern:
"Hetzer gegen AusländerInnen und gegen Menschen, die vor Krieg auf
der Flucht sind, dürfen nicht gewinnen. Nicht bei den Wahlen am
Sonntag und auch nicht an den vielen Sonntagen darauf."

Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonte in seiner Rede die gute
Zusammenarbeit mit der Volkshilfe und die vielen Projekte, die für
eine gerechte und soziale Gesellschaft angegangen werden. Besonders
wichtig sei etwa das Thema Kinderarmut. Hundstorfer wies in diesem
Zusammenhang auf die gemeinsam mit dem Europäischen Hilfsfonds zur
Verfügung gestellten "Schulstartpakete" hin, mit denen Familien und
Kinder beim Schulstart unterstützt werden. Auch die ab nächstem Jahr
in Kraft tretende Ausbildungsgarantie bis zum 18. Lebensjahr sei ein
Schritt in Richtung Armutsbekämpfung. "Zu viele Menschen haben nur
einen Pflichtschulabschluss. Diese Menschen sind von Haus aus
arbeitslosigkeits- und armutsgefährdet. Mit der Ausbildungsgarantie
bis zum 18. Lebensjahr wird ein Beitrag geleistet, Armut zu
bekämpfen", sagte Hundstorfer abschließend. (Schluss) ve/mb

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