- 27.05.2015, 11:58:55
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AK Muhm: „Österreich bei Hard Facts besser, als in unwissenschaftlichem Ranking“
IMD-Ranking ist „wertlos“ und bietet keine Vergleichbarkeit
Utl.: IMD-Ranking ist „wertlos“ und bietet keine Vergleichbarkeit =
Wien (OTS) - "Unwissenschaftlich und wertlos", ist das Urteil von AK
Direktor Werner Muhm zum IMD Standortranking. "Aus den
Befindlichkeiten von Managern ist wenig Erkenntnisgewinn zu
erwarten", kritisiert Muhm die Methodik der Untersuchung. "Die Hard
Facts sind bedeutend besser, als die Platzierung in diesem
unwissenschaftlichen Ranking: Österreich zählt seit 20 Jahren zu den
wohlhabendsten Ländern Europas, darauf können wir stolz sein. Das
haben wir uns erarbeitet. Mit dem dauernden Krankjammern will die
Wirtschaft nur ihre Nimmersatt-Forderungen durchsetzen."
Das aktuelle IMD-Ranking sei jedenfalls keine sachlich fundierte
Basis für politische Entscheidungen. "Subjektive
Managerbefindlichkeiten, die seit geraumer Zeit wenig mit
wirtschaftswissenschaftlich gesicherten Fakten zu tun haben,
bestimmen zu einem Drittel das Gesamtergebnis. Dieselben Manager, die
das Ergebnis erst nach unten gejammert haben, tragen die Studie als
wissenschaftlichen Beleg für die Notwendigkeit, Sozialstaat oder
Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern abzubauen, vor sich
her", so Muhm.
Die "Führungskräfte" werden von dem privaten Management-Institut
nicht zu allen verglichenen Ländern befragt, sondern nur zum eigenen.
Trotzdem wird in dem Ranking so getan, als hätte die Weltgesamtheit
der Wirtschaftselite den einen Standort mit dem anderen verglichen
und besser oder schlechter bewertet. Dazu kommt, dass die Kriterien
für Wettbewerbsfähigkeit jedes Jahr anders zusammengesetzt sind, wie
Studienautor Arturo Bris auf der Internetseite selbst feststellt. Ein
Abrutschen oder ein Aufstieg eines Standorts kann so mangels
Vergleichbarkeit gar nicht gemessen werden.
"Als AK fordern wir dazu auf, die Wettbewerbsdebatte endlich wieder
auf wissenschaftlicher Basis zu führen", so der AK Direktor. Denn
Fakt ist:
+ Österreich befindet sich seit 20 Jahren stabil in der Gruppe der
wohlhabendsten Länder gemessen am BIP pro Kopf: Platz 5 innerhalb der
EU.
+ Die Industrieproduktion liegt um ein Fünftel höher, als 2009. Im
Gegensatz dazu wurde das Vorkrisenniveau im Durchschnitt der Eurozone
noch immer nicht erreicht.
+ Trotz der jüngst schwierigeren Situation am Arbeitsmarkt braucht
Österreich den Vergleich auch bei der Beschäftigung nicht zu scheuen:
plus 11,6 Prozent seit dem Jahr 2005, Eurozone: plus 2,3 Prozent.
+ Aktuell wurde ein Standortpaket geschnürt, die Forschungsprämie
wurde von 10 auf 12 Prozent angehoben
+ Und es wurde die größte Lohnsteuersenkung (1,5 Prozent des BIP)
seit 40 Jahren beschlossen
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