• 24.05.2015, 13:28:36
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NÖ Bauernbund: Kostbare und wertvolle Lebensmittel nicht wegwerfen

Tanner: Kanzler Faymann muss Bewusstseinsbildung in den eigenen Reihen betreiben

Utl.: Tanner: Kanzler Faymann muss Bewusstseinsbildung in den
eigenen Reihen betreiben =

St.Pölten (OTS) - Betreffend der aktuellen Diskussion um das Verbot
des Wegwerfens von unverkauften, aber durchaus noch genießbaren und
nutzbaren Lebensmittel durch den Handel, sieht sich der
Niederösterreichische Bauernbund voll und ganz in seiner Linie
bestätigt. "Lebensmittel haben einen Wert und stehen für die
Leistungen der Bauern. Ein sorgsamerer Umgang mit Lebensmitteln
würde nicht nur massive Kosteneinsparungen für die Konsumenten
bedeuten, sondern auch wertvolle Ressourcen wie Land, Wasser und
Energie schonen", erklärt NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner. Sie
verweist auf die schon jahrelang vom Bauernbund über die Medien
gestarteten großflächigen Kampagnen zum "echten Preis und Wert" von
Lebensmitteln, in denen die Aktionsmentalität von Handel und
Gesellschaft bei einer gleichzeitig sinkenden Ertragskraft der
bäuerlichen Betriebe aus dem Verkauf ihrer qualitätsvollen Rohstoffe
aufgezeigt werden.
"Wir werden diese Kampagne gegen die Lebensmittelverschwendung nun
weiter intensivieren und verstärken um so auch künftig eine breite
Bewusstseinsbildung der Politik und der Gesellschaft für einen
sorgsamen Umgang zu unterstützen", anerkennt Tanner die Tatsache,
dass dieses wichtige Thema nun auch von Bundeskanzler Faymann und den
Agrarexperten der SPÖ aufgegriffen wird. Gerade in den Reihen der
Sozialdemokratie sei eine Bewusstseinsbildung in Bezug auf den
gerechten und fairen Preis und Wert von Lebensmittel erforderlich,
sagt Tanner in Richtung Arbeiterkammer.
"Wenn von sozialdemokratischen Vertretern der Arbeiterkammer in oft
unseriösen Preisvergleichen ständig die österreichischen Verarbeiter
und Produzenten für ihre hohen Preise angeprangert werden und die
Lebensmittel als Hauptpreistreiber für steigende Lebenshaltungskosten
dargestellt werden, dann müssen auch die kleinteiligen bäuerlichen
Betriebsstrukturen, die hohen Produktionsstandards und die Tatsache
erwähnt werden, dass ein österreichischer Haushalt aktuell inklusive
Getränke nur noch 12 Prozent seines verfügbaren Budgets für
Lebensmittel ausgibt." Regional produzierte Lebensmittel sind ein
kostbares Gut, dass es nicht zum Nulltarif geben kann und darf,
richtet Tanner einen Appell an Bundeskanzler Faymann den geplanten
Gesprächsgipfel im Kanzleramt ebenso zur Bewusstseinsbildung in den
eigenen Reihen zu nutzen.

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