NÖ Bauernbund: Kostbare und wertvolle Lebensmittel nicht wegwerfen

Tanner: Kanzler Faymann muss Bewusstseinsbildung in den eigenen Reihen betreiben

St.Pölten (OTS) - Betreffend der aktuellen Diskussion um das Verbot des Wegwerfens von unverkauften, aber durchaus noch genießbaren und nutzbaren Lebensmittel durch den Handel, sieht sich der Niederösterreichische Bauernbund voll und ganz in seiner Linie bestätigt. "Lebensmittel haben einen Wert und stehen für die Leistungen der Bauern. Ein sorgsamerer Umgang mit Lebensmitteln würde nicht nur massive Kosteneinsparungen für die Konsumenten bedeuten, sondern auch wertvolle Ressourcen wie Land, Wasser und Energie schonen", erklärt NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner. Sie verweist auf die schon jahrelang vom Bauernbund über die Medien gestarteten großflächigen Kampagnen zum "echten Preis und Wert" von Lebensmitteln, in denen die Aktionsmentalität von Handel und Gesellschaft bei einer gleichzeitig sinkenden Ertragskraft der bäuerlichen Betriebe aus dem Verkauf ihrer qualitätsvollen Rohstoffe aufgezeigt werden.
"Wir werden diese Kampagne gegen die Lebensmittelverschwendung nun weiter intensivieren und verstärken um so auch künftig eine breite Bewusstseinsbildung der Politik und der Gesellschaft für einen sorgsamen Umgang zu unterstützen", anerkennt Tanner die Tatsache, dass dieses wichtige Thema nun auch von Bundeskanzler Faymann und den Agrarexperten der SPÖ aufgegriffen wird. Gerade in den Reihen der Sozialdemokratie sei eine Bewusstseinsbildung in Bezug auf den gerechten und fairen Preis und Wert von Lebensmittel erforderlich, sagt Tanner in Richtung Arbeiterkammer.
"Wenn von sozialdemokratischen Vertretern der Arbeiterkammer in oft unseriösen Preisvergleichen ständig die österreichischen Verarbeiter und Produzenten für ihre hohen Preise angeprangert werden und die Lebensmittel als Hauptpreistreiber für steigende Lebenshaltungskosten dargestellt werden, dann müssen auch die kleinteiligen bäuerlichen Betriebsstrukturen, die hohen Produktionsstandards und die Tatsache erwähnt werden, dass ein österreichischer Haushalt aktuell inklusive Getränke nur noch 12 Prozent seines verfügbaren Budgets für Lebensmittel ausgibt." Regional produzierte Lebensmittel sind ein kostbares Gut, dass es nicht zum Nulltarif geben kann und darf, richtet Tanner einen Appell an Bundeskanzler Faymann den geplanten Gesprächsgipfel im Kanzleramt ebenso zur Bewusstseinsbildung in den eigenen Reihen zu nutzen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Kostiha
NÖ Bauernbund/Presse
Ferstlergasse4
3100 St. Pölten
Tel. 02742/9020-233,
Mobil: 0664/230 318 3

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001