• 24.05.2015, 12:47:55
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ANSCHOBER/Cz. AKW-Ausbau: Entscheidung über Milliardensubvention in Hinkley Point als Vorentscheidung für Atomausbau in Tschechien

Linz (OTS) - Tschechiens Regierung hat sich im neuen Energiekonzept
für einen weiteren Atomausbau ausgesprochen - gleichzeitig aber auch
festgestellt, dass es dafür keine Staatsgelder und keine Subventionen
geben wird. Anschober: "Ohne Subventionen gibt es keine AKW-Neubauten
in der EU. Denn die Neubauten sind aufgrund weiter sinkender
Strombörsepreise und steigender Baukosten völlig unwirtschaftlich.
Produktionskosten in einem neuen Temelin-Reaktor etwa würden um das
zwei- bis dreifache über dem Strombörsepreis liegen. Also hat
Tschechien nur zwei Möglichkeiten: die Atomausbaupläne streichen oder
doch eine Milliardensubvention."
Anschober appelliert daher an die Bundesregierung, jetzt rasch
Protest gegen Tschechiens Pläne einzulegen und gleichzeitig mit
voller Konsequenz gegen die Genehmigung der Milliardensubventionen
für das weichenstellende britische AKW-Projekt Hinkley Point
aufzutreten. "Gelingt es uns, die Subvention für das Präjudiz Hinkley
Point zu stoppen, dann wird es auch für Temelin keine Subventionen
geben. Und damit keinen Ausbau der Atomenergie in Tschechien."
Innerhalb der nächsten vier Wochen müssen die Nichtigkeitsklagen
gegen Hinkley Point eingebracht sein. Österreichs Klage ist praktisch
fertig, Luxemburg wird ebenfalls aktiv und auch in Deutschland wird
diese Forderung nun immer lauter - zuletzt durch die Umweltminister
der Bundesländer. Anschober: "Ich appelliere nun neuerlich an
Österreichs Energieversorger, dem Beispiel kleinerer EVUs in
Deutschland, Österreich und Großbritannien zu folgen und ebenfalls in
offener Frist Rechtsschritte einzuleiten."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRO

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