• 21.05.2015, 14:55:52
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Smart Grids können bis 2020 in Österreich Realität werden

Technologieplattform und bmvit präsentieren Ergebnisse der Technologieroadmap Smart Grids Austria

Utl.: Technologieplattform und bmvit präsentieren Ergebnisse der
Technologieroadmap Smart Grids Austria =

Wien (OTS) -

- Meilensteine für die Umsetzung von Smart Grids in Österreich bis
2020 
- Strategieprozess Smart Grids 2.0 - eine Erfolgsgeschichte

Smart Grids können in Österreich bis 2020 Realität werden. Im Rahmen
der Smart Grids Week|Wien 2015 präsentiert die Technologieplattform
Smart Grids Austria die im Auftrag des Bundesministeriums für
Verkehr, Innovation und Technologie erstellte Technologieroadmap
Smart Grids Austria, die die Meilensteine für die Umsetzung von Smart
Grids in Österreich aufzeigt. Technologieminister Alois Stöger sieht
in der Modernisierung unserer Elektrizitätsversorgung "eine der
wichtigsten und spannendsten Innovationsaufgaben am Beginn des 21.
Jahrhunderts". "Für alle Akteure besteht Handlungsbedarf für die
Realisierung von Smart Grids in Österreich - öffentliche Stellen,
Netzbetreiber, Technologieanbieter als auch Forschungseinrichtungen.
Wir sind mit Smart-Grids-Technologien auf einem guten Weg, aber für
eine großflächige Implementierung, die weitere
Technologieentwicklung, Klärung von regulatorischen und legistischen
Maßnahmen sind alle gefordert", so Angela Berger, Geschäftsführerin
der Technologieplattform Smart Grids Austria anlässlich der
Präsentation der Technologieroadmap bei der Smart Grids Week 2015 in
Wien.

"Die Vorteile von Smart Grids sind beispielsweise ein nachhaltiger
und effizienter Netzbetrieb, verstärkte Integration erneuerbarer
Energien, Erhöhung der Energieeffizienz und der Versorgungssicherheit
im Stromnetz. Die Herausforderung besteht aber nun darin, die
Technologien zu einem effizienten und stabilen Gesamtsystem
zusammenzufügen und zu validieren. Die Umsetzung derartiger
Validierungsprojekte sollte durch die österreichische
Förderlandschaft gestützt werden", so Berger weiter. In der
Technologieroadmap wurden deshalb für alle Schlüsselakteure
Handlungsfelder definiert, die für eine breite Implementierung
relevant sind.

Smart Grids in Österreich: Umsetzungsschritte bis 2020

Die notwendigen Meilensteine für die Umsetzung in Österreich
betreffen die weitere Technologieentwicklung, regulatorische und
legistische Maßnahmen, großflächige Smart-Grids-Projekte und die
Implementierungsphase. In einem ersten Schritt müssen, basierend auf
den bisherigen Einzelprojekterfahrungen im internationalen Umfeld,
die Anforderungen an technische und organisatorische
Rahmenbedingungen und die unterschiedlichen möglichen Rollen und
Verantwortlichkeiten im Smart Grid definiert werden. "Das betrifft
die Regelung von Zugriffsrechten bei Flexibilität im Netz sowohl im
freien Markt als auch im regulierten Netz. Für die Realisierung wird
man einen Prozess für einen gemeinsamen Dialog zwischen den
beteiligten Akteuren starten müssen", erklärt Berger. Die zentralen
Schritte für die Umsetzung von technologischen, regulatorischen
legistischen Maßnahmen sollten bereits 2015 beginnen, ab 2016
großflächige Projekte starten und ab 2017 bis 2020 die
Implementierungsphase beginnen.

Strategieprozess Smart Grids 2.0 des bmvit

Mit dem laufenden Strategieprozess Smart Grids 2.0 unterstützt das
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) die
Entwicklung von konsensfähigen Entscheidungsgrundlagen aus den
Erkenntnissen der Forschungs- und Pilotprojekte. Zentrale Elemente
sind eine strategische Forschungsagenda, die Technologieroadmap und
Elemente einer Einführungsstrategie für Smart Grids. Etablierte und
neue Akteure sind eingeladen ihre Sichtweise einzubringen. Die frühe
Positionierung in diesem Innovationsfeld und die gezielte Entwicklung
von Pilotprojekten und Modellregionen, gemeinsam mit Netzbetreibern,
Industrie und Forschung und mit finanziellen Mitteln aus dem Klima-
und Energiefonds hat Österreich in eine international führende
Position als Vorreiter gebracht. Die österreichischen
Smart-Grids-Modellregionen sind mittlerweile weltweit deutlich
sichtbar, zählen zu den führenden Projekten des europäischen
"Strategic Energy Technology Plan" und sind begehrte
Kooperationspartner. Das bringt die österreichischen Unternehmen in
eine Pole Position auf sich etablierenden internationalen Märkten.
Das Austrian Institute of Technology (AIT) zählt bereits zu den
internationalen Spitzenforschungsinstituten. Über die
Technologieprogramme des bmvit im Bereich Energieforschung, aber auch
z.T. IKT, Mobilität und Sicherheitsforschung sowie ganz wesentlich
über den Klima- und Energiefonds wurden in den letzten zehn Jahren
etwa 60 Millionen Euro an Fördermitteln für das Thema zur Verfügung
gestellt.

Technologieroadmap Smart Grids Austria

Im Rahmen der Technologieplattform Smart Grids Austria wurde von den
österreichischen Smart-Grids-Experten im letzten Jahr die
Technologieroadmap Smart Grids Austria mit dem Zeithorizont bis 2020
erarbeitet. Sie gibt einen kompletten Überblick zum Ist-Stand der
Entwicklung und den konkreten Schritten zur weiteren Umsetzung,
stellt den Nutzen für Industrie, E-Wirtschaft und für die
Gesellschaft dar, aber auch Aspekte in der Ausbildung und
Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. Die Meilensteine für die
Umsetzung betreffen die weitere Technologieentwicklung,
regulatorische und legistische Maßnahmen, großflächige
Systemvalidierung und die Implementierungsphase. www.smartgrids.at

Smart-Grids-Projekte in Europa und in Österreich

Nach den Ergebnissen des "Smart Grid Projects Outlook 2014" des
europäischen Joint Research Centers laufen europaweit im Zeitraum
2002-2014 1285 Smart Grid Projekte mit einem Auftragsvolumen von 3,41
Milliarden Euro. Von diesen in der JRC Datenbasis erfassten Projekten
befinden sich mehr als 65 Projekte in der Entwicklungs- oder
Erprobungsphase in Österreich mit einem Volumen von rund 83,8
Millionen Euro. Die großen österreichischen Projekte werden zu den so
genannten Smart-Grids-Pionier- und Modellregionen in Salzburg,
Oberösterreich, Vorarlberg, Steiermark und Wien zusammengefasst. Das
sind international anerkannte Demonstrationsprojekte und ein großer
Erfolg der bisherigen Aktivitäten. Die Modellregion Salzburg wurde
2013 sogar in der European Electricity Grid Initiative mit dem
Core-Label ausgezeichnet, wodurch sie als europäisches
Vorzeigeprojekt anerkannt wurde. Die österreichischen
Forschungsschwerpunkte befassen sich zum Beispiel mit der
intelligenten Netzintegration von Kunden, Gebäuden, kleinen
PV-Anlagen, Elektroautos und der Integration von
Kleinwasserkraftwerken. Die unterschiedlichen Themen zeigen das
breite Spektrum von Smart-Grids-Technologien auf.

Erneuerbare Energien auf Expansionskurs

Im Zeitraum von 2004 bis 2012 erhöhte sich der Anteil erneuerbarer
Energien am gesamten Energieverbrauch in den EU28 von acht auf über
vierzehn Prozent. In Österreich von 23 auf 32 Prozent. Österreich
verzeichnet daher gemeinsam mit Dänemark und Schweden den stärksten
Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien und befindet sich auf einem
guten Weg das Europa 2020 Ziel von 34 Prozent zu erreichen.
Wasserkraft hat hierzulande noch immer den höchsten Anteil an den
Erneuerbaren. Photovoltaik steht noch am Anfang, weist aber hohe
Wachstumsraten auf. In Österreich werden mehr als 75 Prozent des
Strombedarfs über erneuerbare Energie gedeckt.

Nutzen von Smart-Grids-Technologien

Smart Grids ermöglichen es, den in Zukunft massiv steigenden Anteil
an dezentraler Stromerzeugung in den aktuellen Verteilernetzbetrieb
optimal zu integrieren, um so zusätzliche elektrische Energie zur
Deckung des Verbrauchs bereitzustellen. Es handelt sich hier um eine
verbesserte Kombination von dezentraler Energieerzeugung mit
herkömmlichen Kraftwerken zur Gewährleistung der
Versorgungssicherheit. Weiters helfen Smart Grids zukünftige Anreize
für die Optimierung des Gesamtsystems zu schaffen, - z. B. flexible
Tarifmodelle, Virtuelle Kraftwerke, besseres Ausnützen bestehender
oder zukünftig notwendiger Strominfrastruktur, Optimierung von
Investitionen.

Über die Technologieplattform Smart Grids Austria

Die Technologieplattform Smart Grids Austria vereint alle relevanten
Akteure aus der E-Wirtschaft, Industrie, F&E Einrichtungen und dem
Regulator unter einem Dach. Die Plattform schafft den Rahmen für eine
koordinierte Abstimmung der österreichischen Akteure und damit eine
einheitliche österreichische Perspektive zum Thema Smart Grids. Sie
verfolgt das Ziel, gemeinsame Kräfte für zukünftige intelligente
Stromnetze zu bündeln. 2015 veröffentlichte sie die
Technologieroadmap Smart Grids Austria, welche die Umsetzungsschritte
zum Wandel des Stromsystems bis 2020 in Österreich aufzeigt.
www.smartgrids.at

Grafiken stehen in Verbindung mit redaktioneller Berichterstattung
kostenlos unter http://www.smartgrids.at/presse/ zur Verfügung.

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