- 21.05.2015, 12:11:47
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Betroffenheit bei Umweltschützern: Vermutlich schlimmste Ölpest seit 1997 in Kalifornien
GLOBAL 2000 fordert OMV auf, Adria frei von Ölbohrungen zu halten.
Utl.: GLOBAL 2000 fordert OMV auf, Adria frei von Ölbohrungen zu
halten. =
Wien (OTS) - Der Ölunfall in Kalifornien ist nun offenbar weit
schlimmer als befürchtet. Ging man zunächst vom Austritt von 80.000
Litern Öl aus, schätzt die Küstenwache laut Medienberichten
mittlerweile, dass es zu einem Austritt von bisher 400.000 Liter Öl
gekommen ist. Ein Ölteppich von 15 Quadratkilometer Größe breitet
sich vor der Küste aus. Vormalige Traumstrände sind nun ölverseucht
und von toten Tieren gesäumt. Freiwillige versuchen verzweifelt, sie
mit Schaufeln zu reinigen. Es ist vermutlich der schlimmste Öl-Unfall
in Kalifornien seit 1997 und genau das Szenario, das
UmweltschützerInnen für die Adria verhindern wollen.
GLOBAL 2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller: "Wir sind betroffen
von den Bildern aus Kalifornien, die zeigen, wie dramatisch sich
Ölunfälle auf Mensch und Natur auswirken können. Genau so ein Unfall
darf in unserem Naturjuwel an der kroatischen Adria-Küste nie
passieren! Noch ist es nicht zu spät: Wir fordern OMV-Generaldirektor
Gerhard Roiss auf, keinen schweren Fehler zu begehen und die Verträge
über Ölforderungen in der Adria nicht zu unterschreiben", sagt
Wahlmüller.
Ein Ölunfall in der Adria wäre auf Grund der dortigen
Strömungsverhältnisse potenziell dramatisch: Entlang der kroatischen
Küste fließt die Strömung nach Norden, entlang der italienischen
Seite nach Süden. So wäre rasch ein großer Teil der auch bei den
ÖsterreicherInnen beliebten Traumstrände an der Adria verseucht.
Dadurch, dass sich das Wasser in der Adria nur sehr langsam
austauscht, würde die Kontamination auch sehr lange anhalten und die
marinen Ökosysteme, insbesondere die Tierwelt, stark schädigen.
Erst am Dienstag nahm GLOBAL 2000 gemeinsam mit einer Delegation von
kroatischen VertreterInnen der Umweltorganisation "Zelena Akcija"
(Friends of the Earth Croatia) an der Hauptversammlung der OMV teil
und konfrontierte den Vorstand und die Aktionäre mit den Bedenken
gegenüber dem Projekt. Sie informierten insbesondere darüber, dass 75
Prozent der KroatInnen eine Volksabstimmung über die geplanten
Ölbohrungen wünschen und viele ihre Lebensgrundlage, den Tourismus
und die Fischerei, bedroht sehen.
"Die Adria ist ein denkbar ungeeigneter Ort für Ölbohrungen. Die OMV
muss von den Plänen Abstand nehmen und die Sorgen der kroatischen
Bevölkerung endlich respektieren. Wir fordern die OMV auf, auch
angesichts der dramatischen Bilder aus Kalifornien, jetzt keine
übereilten Schritte gegen den Willen der kroatischen Bevölkerung zu
unternehmen und die Pläne zu begraben, die die Natur, die
Lebensgrundlage vieler Menschen und das Klima gefährden", so
Wahlmüller abschließend.
GLOBAL 2000 E-Protest "SOS Adria" unter www.global2000.at/sos-adria
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