• 20.05.2015, 11:32:10
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13. Coface Country Risk Conference: Wie sieht Europas Zukunft aus?

Wien (OTS) - Unter dem Titel "Europa - Kampf um die Vormachtstellung"
fand gestern in Wien die 13. Country Risk Conference des
internationalen Kreditversicherers Coface statt. Über 300 Unternehmer
und Opinion Leader lauschten dort den Vorträgen von hochkarätigen
Experten, darunter den Zukunftsforschern Doris und John Naisbitt.

Auch dieses Jahr bestach die Coface Country Risk Conference wieder
durch seine namhaften Vortragenden. Neben den Trend- und
Zukunftsforschern Doris und John Naisbitt waren auch Christian
Kesberg, Leiter der Stabstelle strategische Planung Außenwirtschaft
Austria der WKÖ, Top-Winzer Leo Hillinger und Grzegorz Sielewicz,
Economist Coface Zentraleuropa, am Podium.

Die bereits zum 13. Mal stattfindende Konferenz stand unter der
Schirmherrschaft von Bundesminister Reinhold Mitterlehner und dem
französischen Botschafter Pascal Teixeira da Silva. Moderiert wurde
in bewährter Manier von ORF-Anchorman Armin Wolf. Eröffnet wurde die
Country Risk Conference von Christian Berger, Country Manager Coface
Austria. Berger ging in seiner Eröffnungsrede auf die Warnzeichen und
Chancen der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone und deren
Bedeutung für Österreich ein: "Österreich ist mit seiner
Wirtschaftsleistung stark von anderen Ländern der Eurozone abhängig.
Derzeit sehen wir eine uneinheitliche Entwicklung: Deutschland
überzeugt mit einer Wachstumsprognose von +1,7% in diesem Jahr,
Italien und Frankreich haben immer noch mit wirtschaftlichen
Problemen zu kämpfen."

Grzegorz Sielewicz, Economist Coface Zentraleuropa, präsentierte zum
thematischen Einstieg einen Überblick über die weltweiten
Länderrisiken. Besonders auffallend dabei ist die Bedeutung des
sinkenden Ölpreises. Positiv beeinflusst habe dieser unter anderem
die Transport- und Elektronikindustrie sowie den Handel in den
Vereinigten Staaten und der Eurozone. Die europäische Chemieindustrie
schafft es dank dieser Preisentwicklung sogar, die Lücke zum US-Markt
zu schließen. Russland wird allerdings nicht zuletzt aufgrund der
starken Abhängigkeit vom Ölpreis für 2015 eine um -3,0% schrumpfende
Wirtschaft vorhergesagt. Auch beim roten Riesen China verlangsamt
sich das Wirtschaftswachstum. Lag das Wachstum in den vergangenen
Jahren noch durchschnittlich über +10%, so ist die Prognose für 2015
mit +7,0% ein Dämpfer, so Sielewicz.

Neue Märkte - neue Chancen

Anschließend lieferte Wirtschaftsexperte Christian Kesberg einen
Ausblick auf die Zukunft der globalen Marktwirtschaft. Kesberg führt
seit September 2014 die Stabstelle "Strategische Planung" in der
Außenwirtschaft Austria der WKÖ und unterstützt das Führungsteam der
Internationalisierungsagentur der österreichischen Wirtschaft. Er
schöpfte aus seinem beruflichen Erfahrungsschatz aus jeweils zehn
Jahren in Asien und in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Kesberg widmete sich in seinem Vortrag unter anderem dem
technologischen und dem demografischen Wandel sowie der zunehmenden
Urbanisierung: "2025 wird voraussichtlich die Hälfte der weltweiten
Wirtschaftsleistung in 400 Städten von Schwellenländern produziert,
die wir heute noch viel zu wenig kennen."

Österreichs Exportunternehmen seien "wendig, fokussiert, kundennahe
und stark internationalisiert und damit perfekt für diese neuen
Märkte aufgestellt", so Kesberg. Bildreich stellte der
Internationalisierungsprofi daraufhin dar, was für den Erfolg im
Export heute ausschlaggebend ist und verwies dabei unter anderem auf
die Notwendigkeit einer genauen Markt- und Kundenkenntnis sowie einer
stärkeren Marketingorientierung österreichischer Unternehmen.

Nach der Pause eröffnete Österreichs Star-Winzer Leo Hillinger den
zweiten Teil der Konferenz. In den vergangenen 25 Jahren hat
Hillinger sein Wein-Imperium Schritt für Schritt mit sehr kreativen
Ansätzen stetig ausgebaut und zu internationalem Erfolg verholfen.
Mittlerweile werden 50% seiner Weine in 80 Länder weltweit exportiert
- 30% davon alleine in die Vereinigten Staaten. In einem mitreißenden
Vortrag schilderte der Vorzeige-Entrepeneur seinen Lebensweg vom Sohn
eines burgenländischen Weinhändlers zur internationalen Marke mit 16
Mio. Euro Umsatz. Dabei gewährte Hillinger einen lebendigen Einblick
in seine erfolgreichsten und oft unkonventionellen
Marketingstrategien. "Mir war nichts zu blöd, ich habe aber auch Tag
und Nacht gearbeitet. Viele kreative Köpfe haben oft nicht die
Ausdauer - Ausdauer und Konzentration sind aber unverzichtbar, wenn
man erfolgreich sein will", fasste Leo Hillinger sein Erfolgsrezept
zusammen.

Doris und John Naisbitt - die Zukunft der südlichen Hemisphäre

Der Höhepunkt der 13. Country Risk Conference war der Vortrag des
Ehepaars Naisbitt, der weltbekannten Trend- und Zukunftsforscher.
John Naisbitt verschafft mit seinen Büchern "China Megatrends",
"China Model", "Innovation in China" und dem neu erschienenen Buch
"Global Game Changer - How the nations of the Global Southern Belt
will reshape our world" einen Einblick in Chinas Entwicklung. In
ihrem gemeinsamen Vortrag gingen die beiden weltbekannten Autoren
ausführlich auf die Neuverteilung der Rollen in der Weltgemeinschaft
ein. Eine der Hauptaussagen von Doris und John Naisbitt war, dass die
150 Länder des "Southern Belt" der Wirtschaftsmotor des 21.
Jahrhundert sein werden. 2013 sehen Doris und John Naisbitt dabei als
Wendepunkt: "In diesem Jahr war die gemeinsame Wirtschaftsleistung
aller aufstrebenden Länder erstmals größer als jene der etablierten
Industrienationen."

Chinas jahrelange Investitionen in Bildung und Wirtschaft machen sich
bezahlt. "Den größten Fehler den der Westen machen kann, ist zu
erwarten, dass sich China wirtschaftlich und politisch in ein
westliches Modell pressen lässt. Ich glaube, dass China in Zukunft
globaler und chinesischer in einem wird", so John Naisbitt.

Anschließend an das Konferenzprogramm konnten die 300 Gäste bei einem
"Coface Get Together" die Gelegenheit zum persönlichen
Meinungsaustausch und Networking nutzen. Die nunmehr seit 13 Jahren
jährlich stattfindende Veranstaltung zählt mittlerweile - nicht
zuletzt aufgrund der hohen Dichte an Entscheidungsträgern - zu den
Fixpunkten im Kalender der heimischen Wirtschaft. Dazu Susanne
Krönes, Regional Marketing & Communications Director Central Europe:
"Unseren Gästen jedes Jahr ein spannendes und aktuelles Programm mit
zentralen, bedeutsamen Wirtschaftsthemen und hochkarätigen Experten
zu bieten, ist das erklärte Ziel und garantiert den Erfolg unserer
Country Risk Conference."

Die Foto von der Konferenz finden Sie unter:
http://events.coface.at

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