• 20.05.2015, 11:09:44
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Mailath und Grabetz: Staatliche Ausfinanzierung Studierender statt Kurz-Stipendien

Reform des staatlichen Beihilfensystems unabdinglich

Utl.: Reform des staatlichen Beihilfensystems unabdinglich =

Wien (OTS) - "Es ist natürlich löblich und wünschenswert, wenn es
möglichst viele private Stipendien gibt - die Lücken im
Studienbeihilfensystem sind langfristig jedoch nur durch die Politik
und die öffentliche Hand zu begradigen. Die Hochschulen brauchen mehr
Geld. Selbst dann, wenn man die Zahl der Studierenden einfrieren
würde. Natürlich ist Bildung neoliberalen Zuschnitts nach
Wirtschaftsinteressen ausgerichtet und trotz Numerus Clausus, Knock
Out Prüfungen, Zugangsbeschränkungen oder Gebühren möglich, doch
dann geht sie zu Lasten einer leistbaren Bildung für wissenshungrige
und junge Menschen. Daran kann gerade in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten niemand ein Interesse haben. Die OECD bestätigt, dass
AkademikerInnen dem Staat später durch höhere Steuer- und
Sozialabgaben mehr als doppelt so viel zurückgeben, wie pro StudentIn
aufgewendet wurde. Die OECD rät deshalb zu Investitionen in
Hochschulen", so Wiens Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny
zur aktuellen Lage der Universitäten und der Studienbeihilfen.

Lucia Grabetz, Spitzenkandidatin des VSSTÖ der aktuellen
ÖH-Wahlen, schließt sich den Forderungen nach einer umfassenden
Reform des Stipendiensystems an: "Eine Reform der Studienbeihilfen
ist aus sozialen Gründen dringend erforderlich. Wenn zwei Drittel der
Studierenden zur Finanzierung des Studiums nebenbei arbeiten müssen,
aber dann doch nur 19 Prozent der Studierenden eine Studienbeihilfe
bekommen, hat dieses System einen Haken. Von sozialer Treffsicherheit
ist keine Rede, es braucht eine massive Verbesserung des Gesetzes.
Erster Schritt wäre eine Anhebung der Grenzwerte für das Einkommen
der Eltern zur Berechnung der Beihilfe. Denn derzeit ist nicht einmal
eine Inflationsanpassung im Studienfördergesetz vorgesehen", so
Grabetz abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

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