Der Kampf gegen den Fluglärm geht weiter! Infoveranstaltung der parlamentarischen Bürgerinitiative SOS-Fluglärm am 30. Mai 2015

Einhaltung von Gesetzen und volkswirtschaftlich vernünftiger Umgang mit dem Verkehrsmittel Flugzeug statt politischer Spielchen zu Lasten des Steuerzahlers!

Wien (OTS) - Die für den Flugverkehr zuständige Austro Control GmbH hat einen durchaus edlen Anspruch und Auftrag. Er lautet "… die negativen Auswirkungen auf die Umwelt entsprechend zu berücksichtigen und so gering wie möglich zu halten." Nachzulesen auf deren Homepage.

Aber wie so oft in Österreich stehen sich Anspruch und Realität diametral entgegen. So geschehen in der von der Politik dominierten Privatveranstaltung namens Flughafen-Mediation. Deren erschütterndes Ergebnis: noch viel mehr Menschen, die von gesundheitsschädlichem Fluglärm und krebserregendem Feinstaub betroffen sind. Die so verursachten Gesundheitskosten übersteigen die damit erzielten Einsparungen für die Airlines um Größenordnungen.

2013 reagiert der Gesetzgeber mit dem §120a Luftfahrtgesetzes und normiert somit für die Austro Control GmbH ein explizites Minimierungsgebot bei Immissionen. Zitat: "Es ist dabei auf die Abwehr von den der Allgemeinheit aus dem Luftverkehr drohenden Gefahren, wie insbesondere auf eine möglichst geringe Immissionsbelastung, Bedacht zu nehmen." In der Realität wird das Minimierungsgebot pervertiert, indem auch weiterhin dort geflogen wird, wo am meisten Menschen wohnen. Die Immissionsbelastung wird gleichsam maximiert.

Beispielsweise hält die Austro Control trotz Alternativen mit um Größenordnungen weniger Betroffenen noch immer an der überfallsartig beschlossenen Windstille-Abflugroute Liesing fest. Auch die Landungen finden trotz hinlänglich bekannter Vorschläge eines Piloten nicht so statt, dass es möglichst wenig Fluglärmbetroffene gibt. Stattdessen wird der Fluglärm beinahe über das gesamte Wiener Stadtgebiet verteilt. Vergleichbar mit mehreren neuen Autobahnen quer durch Wien!

Im Unterschied zu Frankfurt gibt es am Flughafen Wien auch noch immer kein Nachtflugverbot. Viele der rund 500.000 Fluglärmbetroffenen werden so auch noch in ihrer Nachtruhe gestört.

Und statt das Fluglärmproblem und die daraus resultierenden hohen Gesundheitskosten endlich in den Griff zu bekommen, wird der Bau einer wirtschaftlich unsinnigen 3. Piste forciert. Keine guten Aussichten für die Betroffenen, denen eine weitere Konzentration des Flugverkehrs im Wiener Zentralraum und dessen dicht besiedelten Süden droht. Dazu gibt es auch eine spezielle Verordnung(LuLärmIV), die offensichtlich nur dem Zweck dient, die wahre Gesundheitsschädlichkeit einer 3. Piste im Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren möglichst unter dem Tisch kehren zu können.

Um auf diese und andere Missstände hinzuweisen, informiert die parlamentarischen Bürgerinitiative SOS Fluglärm am Samstag, den 30.5.2015, ab 10 Uhr direkt vor dem Parlament - der passende Rahmen, um auch die von 1700 Menschen unterzeichneten Forderungen nach einem vernünftigeren Umgang mit dem Verkehrsmittel Flugzeug zu übergeben.

Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung um 2 Wochen verschoben. Eine entsprechende Information erfolgt spätestens Samstag früh auf der Homepage http://sos.fluglaerm.at, wo auch die begründeten Forderungen nachzulesen sind.

Infoveranstaltung parlamentarische BI SOS-Fluglärm

Eingeladen sind die Unterzeichner/Unterstützer der parlamentarischen
BI SOS-Fluglärm, Nationalratsabgeordnete, Medienvertreter und die
Nationalratspräsidentin.

Datum: 30.5.2015, 10:00 - 12:00 Uhr

Ort:
Parlament links vom Brunnen
Dr.-Karl-Renner-Ring 1-3, 1010 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Parteiunabhängige BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"
E-Mail: liesing@fluglaerm.at
Homepage: http://fluglaerm23.at

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