ORF III am Montag: Themenabend Nachkriegszeit und Neuanfang mit TV-Premiere von „Robert Dornhelm: Oh du mein Österreich“

Außerdem: „Wien: Geheimnisvolle Stadt“, „Aus den Trümmern“, „Unsere Wiener Staatsoper“

Wien (OTS) - Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts "Österreich ist frei!" gestaltet ORF III Kultur und Information am Montag, dem 18. Mai 2015, einen vierteiligen Themenabend, der sich mit der Identitätssuche der befreiten Nation Österreich nach Kriegsende bzw. im weiteren Verlauf nach der Unterzeichnung des Staatsvertrags beschäftigt: Neben der neuen ORF-III-Eigenproduktion "Robert Dornhelm: Oh du mein Österreich" (20.15 Uhr) gehen die Dokumentationen "Wien: Geheimnisvolle Stadt" (21.20 Uhr), "Aus den Trümmern" (21.55 Uhr) und die ORF-III-Eigenproduktion "Unsere Wiener Staatsoper" (23.10 Uhr) dieser ausschlaggebenden Zeit auf den Grund.

"Robert Dornhelm: Oh du mein Österreich" (20.15 Uhr)

Als Regisseur Robert Dornhelm 1975 eine Dokumentation anlässlich 20 Jahre Staatsvertrag gestaltete, wusste noch niemand, dass dies das Werk eines künftigen Oscar-nominierten Hollywood-Regisseurs werden würde. Mit mehreren Jahrzehnten Abstand widmet sich der Filmemacher gemeinsam mit Gabriele Flossmann zum 60. Jubiläum der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags am 15. Mai 1955 in "Robert Dornhelm: Oh du mein Österreich" (20.15 Uhr) wieder diesem Thema. Gemeinsam mit Kunst- und Kulturschaffenden wie Christoph Waltz, Michael Köhlmeier, Conchita Wurst, Zubin Mehta oder Ursula Strauss sowie den Spitzen der heimischen Politik fragt er, was aus Österreich sechzig Jahre nach dem Staatsvertrag geworden ist. Aus den Begegnungen und Gesprächen mit diesen Freunden, Weggefährten und Zeitzeugen entstand ein sensibles Stimmungsbarometer der Zweiten Republik und eine subjektive Collage, die sich auf ganz intime Weise mit dem Phänomen Heimat auseinandersetzt.
"Eine meiner letzten Arbeiten für die ORF-Sendereihe ‚Teleobjektiv‘ (Leitung: Claus Gatterer) war ein mit dem Renner-Preis ausgezeichneter Film zum zwanzigjährigen Jubiläum des Österreichischen Staatsvertrags. Damals war ich 28, seit immerhin zehn Jahren österreichischer Staatsbürger und auf dem Sprung nach Hollywood", erinnert sich Robert Dornhelm. "Vierzig Jahre sind seitdem vergangen. Vierzig Jahre, in denen ich Österreich, das meine Heimat geblieben ist, von außen und von innen erlebt habe. Vierzig Jahre nach meinem ersten Film zu diesem Thema glaube ich - als einer, der Österreich verbunden ist, aber nicht ständig hier lebt - ein besonderes Auge für Stimmungen und Veränderungen in diesem Land zu besitzen. Meine Rolle als Regisseur dieses Films war die eines Bildhauers, der sich aus den unterschiedlichsten Quellen Rohmaterial zusammensucht, um daraus die Collage eines Zeitraums zu gestalten. Am Ende war ich selbst überrascht von dem Mosaik, das am Ende daraus entstand", so Dornhelm.

Zum weiteren Themenabend:

Die Dokumentation "Wien: Geheimnisvolle Stadt" (21.20 Uhr) präsentiert eine Wien-Führung der besonderen Art und begibt sich auf mystische Plätze, die für viele Bewohner/-innen eine gewisse Aura ausstrahlen und Erinnerungen an die Nachkriegszeit wachrufen. So werden Orte wie der Albertina-Platz mit dem Café Mozart, das Riesenrad und die Kanalisation immer mit einem der berühmtesten Filme über diese Stadt, "Der dritte Mann", verbunden bleiben.
Die neue ORF-Kulturdokumentation "Aus den Trümmern" (21.55 Uhr) zeichnet im Anschluss die Identitätssuche nach, die nach Kriegsende aus den Trümmern eines verbrecherischen Regimes stattfand. Lotte Tobisch, Karl Merkatz, Udo Jürgens (in seinem letzten TV-Interview), Ingrid Burkhard, Arik Brauer, Peter Weck, Senta Wengraf, Erich Lessing, Gustav Peichl und Friedrich Cerha blicken in diesem Film von Nadia Weiss als bedeutende Zeitzeugen aus dem Kunst- und Kulturbereich mit ganz persönlichen Eindrücken und Erinnerungen auf einen wesentlichen Teil ihrer Vergangenheit zurück, der den Aufbruch in eine neue Zeit markierte.
"Unsere Wiener Staatsoper" (23.10 Uhr) erinnert schließlich an die Wiederaufnahme des Betriebs der Wiener Staatsoper vor sechzig Jahren nach ihrer totalen Zerstörung im Jahr 1945. In der Dokumentation kommen jene zu Wort, die den Neuanfang selbst miterlebt haben:
Künstler wie Waldemar Kmentt, der bei der Wiedereröffnung mit "Fidelio" den ersten Ton im neuen Haus gesungen hat, Sena Jurinac, die sich zum Zeitpunkt des Bombentreffers im Keller der Staatsoper aufhielt, sowie Elisabeth Schwarzkopf, Christa Ludwig, Karl Löbl u. v. a.

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