• 15.05.2015, 15:07:16
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Zeltstädte - Bischof Bünker: Bankrotterklärung der Menschlichkeit am Jahrestag der Staatsvertragsunterzeichnung

Zurück zu einer Politik, die sich am Maß der Menschlichkeit orientiert

Utl.: Zurück zu einer Politik, die sich am Maß der Menschlichkeit
orientiert =

Wien (OTS) - "Es empört mich, dass dass ausgerechnet am Jahrestag
der Unterzeichnung des Staatsvertrages mit der Errichtung von
Zeltstädten für Asylwerber eine Bankrotterklärung der Menschlichkeit
abgegeben wird", sagt der evangelisch-lutherische Bischof Michael
Bünker. Mit Staatsvertrag und Neutralität sei Österreich "in
besonderer Weise zur Brücke geworden zwischen Gegensätzen" und zu
einem Land, in dem Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind,
Aufnahme gefunden haben. "Schon ein Jahr nach dem Staatsvertrag war
das im Rahmen der Ungarnkrise der Fall", so der Bischof. Die
Zeltstädte heute seien hingegen ein "Armutszeugnis" für eine
humanitäre Politik. Das Ansteigen der Zahlen der Asylwerber komme
auch nicht überraschend. Bünker: "Nach meinem Wissenstand geht es
jetzt vorrangig um die Finanzierung der Unterbringung der Kinder und
Jugendlichen aus Traiskirchen, und nicht um einen unvorhergesehenen
Katastrophenfall."

Die 1955 beschlossene Neutralität habe nie bedeutet sich
herauszuhalten und abseits zu stehen sondern beinhalte eine besondere
Verpflichtung, als kleines Land einen Beitrag zu Überwindung von
Konflikten, für Versöhnung und Menschlichkeit zu leisten. "Daher kann
ich nur appellieren, zu einer am Maß der Menschlichkeit orientierten
Politik zurückzukehren", fordert der Bischof.

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