• 15.05.2015, 13:38:32
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Landau: Armutsbekämpfung und Umweltschutz gehören zusammen

Caritas-Präsident im "Kathpress"-Gespräch über inhaltliche Leitlinien der derzeit in Rom tagenden Weltcaritas: "Wir sind die erste Generation, der es möglich ist, Armut und Hunger zu beseitigen und wir sind wohl die letzte Generation, der es möglich ist, den Klimawandel aufzuhalten"

Rom, 15.5.2015 (KAP) Die Wahl des philippinischen Kardinals Luis Antonio Tagle
zum neuen Präsidenten der Caritas Internationalis ist ein starkes Zeichen
dafür, dass die Caritas ihren Kampf gegen extreme Armut und Hunger weiter
verstärken wird. Das hat der österreichische Caritas-Präsident Michael Landau
am Freitag im "Kathpress"-Gespräch betont. Gerade das Beispiel der Philippinen
- die in jüngsten Jahren wie nie zuvor unter Wetterkatastrophen gelitten
hätten - veranschauliche, dass für die Caritas künftig auch der dramatische
Klimawandel ein stärkeres Thema sein müsse.

Gerade die ärmsten Länder der Welt seien am stärksten vom Klimawandel
betroffen. Landau: "Neben direkter humanitärer Hilfe werden wir künftig unsere
Bemühungen verstärken müssen, den Klimawandel aufzuhalten", so der
Caritas-Präsident, und weiter: "Wir sind die erste Generation, der es möglich
ist, Armut und Hunger zu beseitigen und wir sind wohl die letzte Generation,
der es möglich ist, den Klimawandel aufzuhalten." Die Zahl der weltweiten
humanitären Krisen und Katastrophen sei in den vergangenen Jahren gestiegen
und bereits rund 80 Millionen Menschen seien derzeit betroffen, so Landau,
"mehr als je zuvor". Deshalb sei das weltweite Caritas-Netzwerk auch gefordert
"wie noch nie zuvor."

Landau hält sich derzeit gemeinsam mit den Caritas-Generalsekretären Bernd
Wachter, Christoph Schweifer und Alexander Bodmann bei der Generalversammlung
der Caritas Internationalis in Rom auf. Dabei wurde Bodmann zum Schatzmeister
der Dachorganisation der 165 nationalen Caritas-Verbände "gewählt.

"Neue Aufbruchsstimmung"

Bei der internationalen Caritas-Gemeinschaft ortete Landau eine "neue
Aufbruchsstimmung", die schon beim Eröffnungsgottesdienst mit Papst Franziskus
deutlich geworden sei. Der Pontifex habe den Caritas-Verantwortlichen Mut
gemacht in ihrem Einsatz gegen Armut und Hunger und zugleich auch mehr
internationale Solidarität und Verantwortung eingemahnt. "Er hat vor allem die
reichen Nationen in die Pflicht genommen", berichtete der Caritas-Präsident.

O-Töne von Caritas-Präsident Landau sind in Kürze unter www.kathpress.at/audio
abrufbar.

Mehr zum Thema auf www.kathpress.at

(forts. mgl.) gpu/per/

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