- 13.05.2015, 16:45:31
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KAV: Neue Akutgeriatrie-Schwerpunkte in Favoriten und Donaustadt
Akutgeriatrie des Sophienspitals und des KH Hietzing Teil der neuen medizinischen Schwerpunktstruktur
Utl.: Akutgeriatrie des Sophienspitals und des KH Hietzing Teil der
neuen medizinischen Schwerpunktstruktur =
Wien (OTS) - Die Wienerinnen und Wiener werden erfreulicherweise
immer älter. Dadurch steigen die Anforderungen an Betreuung und
Pflege von älteren Menschen. Auch die medizinischen und pflegerischen
Standards ändern sich laufend. Stadt Wien und KAV tragen diesen
Entwicklungen Rechnung, u. a. mit dem "Wiener Spitalskonzept 2030",
dem Geriatriekonzept und dem Konzept "Pflege und Betreuung 2030". Die
Bildung von medizinischen Zentren und die bauliche Modernisierung
stehen dabei im Vordergrund. Um dem Anspruch an höchste medizinische
und pflegerische Qualität sowie ein modernes bauliches Umfeld
nachhaltig zu erfüllen, werden die Akutgeriatrien des SMZ Ost und des
SMZ Süd ausgebaut. Die entsprechenden Einrichtungen des Neubauer
Sophienspitals und vom KH Hietzing werden in diese neuen
medizinischen Schwerpunkte integriert.
Zwttl.: Das bedeutet Akutgeriatrische Betreuung
Die Akutgeriatrie betreut betagte und hochbetagte PatientInnen, die
nach einem durch verstärkte therapeutische Maßnahmen remobilisiert
werden sollen. Die maximale Verweildauer ist meistens mit drei Wochen
begrenzt. In der Akutgeriatrie arbeiten neben einem geriatrisch
erfahrenen ÄrztInnen- und Pflegeteam auch Physio- und
ErgotherapeutInnen sowie PsychologInnen und SozialarbeiterInnen.
Dieses Team hat neben der medizinischen Versorgung der PatientInnen
auch die Aufgabe, die funktionellen Fähigkeiten, die zur Bewältigung
des täglichen Lebens daheim nötig sind, zu reaktivieren. Insgesamt
bietet der KAV rund 240 akutgeriatrische Betten.
Neuer Schwerpunkt Akutgeriatrie im SMZ Süd und SMZ Ost
Wien konzentriert im Rahmen der medizinischen Zentrenbildung seine
Ressourcen, um eine bestmögliche Remobilisierung und Genesung für
PatientInnen der Akutgeriatrie zu erreichen. Das SMZ Süd wird daher
künftig einen medizinischen Schwerpunkt unter anderem auf chronisch
kranke und ältere Patientinnen und Patienten legen. Das Team des GZ
Favoriten leistet bei der Versorgung von geriatrischen Menschen
bereits hervorragende Arbeit, das hat sich auch in mehreren
Auszeichnungen niedergeschlagen. Mit der Integration der
Akutgeriatrie in diesem Haus wird die sogenannte abgestufte Betreuung
forciert. Gleiches gilt für das erst 2015 eröffnete PWH Donaustadt,
das in direkter Nachbarschaft des Donauspitals ebenso von dessen
medizinischer Infrastruktur profitiert.
Zeitplan
Der KAV schafft nunmehr bis April 2017 zwei akutgeriatrische
Schwerpunktbereiche mit 184 Betten, davon 48 im SMZ Ost und 136 im
SMZ Süd. Die Akutgeriatrie vom Krankenhaus Hietzing (28 Betten) wird
mit Jänner 2016 ins SMZ Ost in die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten
des neuen Pflegewohnhauses Donaustadt (22., Langobardenstr. 122)
einziehen Die Akutgeriatrische Abteilung des Sophienspitals in Neubau
(88 Betten) wird ab April 2017 ins SMZ Süd (10., Kundratstr. 3) im
dafür zuvor auch baulich adaptierten Geriatriezentrum Favoriten
integriert. Zuvor, im Herbst 2015, werden die Betten der
Langzeitgeriatrie des Sophienspitals ins neu eröffnete Pflegewohnhaus
Rudolfsheim-Fünfhaus übersiedeln.
MitarbeiterInnengespräche
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der akutgeriatrischen
Abteilungen in Hietzing und im Sophienspital haben eine
Arbeitsplatzgarantie bei der Stadt Wien. Dem KAV ist es besonders
wichtig, die Zusammenarbeit über Jahre gewachsener und aufeinander
eingespielter Teams weiter zu unterstützen. Auch dafür soll die
Planungsphase genutzt werden, bevor etwaige Veränderungen in Kraft
treten. Mit allen MitarbeiterInnen wird ein persönliches Gespräch
über ihre berufliche Weiterentwicklung im KAV geführt.
Umbau GZ Favoriten
Mit der Etablierung der neuen SMZ Süd-Akutgeriatrie wird das
Geriatriezentrum Favoriten (am Gelände des SMZ Süd) baulich
adaptiert. Dabei fallen auch rund 100 Betten des GZ Favoriten an die
neue Akutgeriatrie. Mit den betroffenen BewohnerInnen des GZ
Favoriten werden individuelle Lösungen gefunden. Für die im
Geriatriekonzept vorgesehene wohnortnahe und Versorgung wäre das neu
eröffnete Pflegewohnhaus Innerfavoriten eine optimale Lösung. Es
bietet ebenfalls sozialmedizinische Betreuung, wird vom KAV geführt
und liegt nur 800 Meter Luftlinie vom jetzigen GZ Favoriten entfernt.
Ebenso wurde in den letzten zwei Jahren das Pflegewohnhaus
Innerfavoriten eröffnet und das Haus Laaer Berg generalsaniert. Das
Pflege- und Betreuungsangebot im 10. Bezirk wurde und wird laufend
weiterentwickelt. Gab es 2013 1601 stationäre Pflege- und
Betreuungsplätze im 10. Bezirk, waren es 2014 bereits 1881.
Selbstverständlich sind auch andere PWH-Standorte möglich, wenn diese
als Wunschwohnort angegeben werden.
Das Geriatriekonzept
Mit dem Geriatriekonzept hat die Stadt den alten, großen Pflegeheimen
eine Absage erteilt. Von 2007 bis 2015 hat die Stadt 36
Pflegewohnhäuser und PensionistInnenwohnhäuser neu errichtet, saniert
oder modernisiert und die alten geschlossen. Bis zu 18.000
WienerInnen finden in 90 verschiedenen Häusern ein neues und modernes
Zuhause sowie beste Pflege und Betreuung für ein selbstbestimmtes
Leben auch im hohen Alter. Schon heute unterstützt der FSW rund
60.000 WienerInnen in der Pflege und Betreuung. Die Stadt gibt pro
Jahr knapp eine Milliarde Euro für Pflege und Betreuung aus.
Ausblick Pflege und Betreuung 2030
2030 werden in Wien 119.000 Menschen 80 Jahre oder älter sein. Jede
Wienerin, jeder Wiener bleibt am liebsten möglichst lange in den
eigenen vier Wänden. Die Stadt Wien hat daher in Weiterentwicklung
des "Wiener Geriatriekonzeptes" das Konzept "Pflege und Betreuung
2030" erarbeitet, das eine verstärkte Durchlässigkeit zwischen den
gesamten Pflege- und Betreuungsleistungen für betagte und hochbetagte
Menschen gewährleisten soll. In diesem Zusammenhang ist die
Verlagerung von akutgeriatrischen Abteilungen - in denen nur eine
kurzfristige, maximal dreiwöchige Betreuung stattfinden soll - in die
Nähe von Pflegeeinrichtungen, aber auch die Angliederung an ein
Akutspital ein wichtiger Schritt. Mit diesem Verlagerungsprozess wird
dem Konzept "Pflege und Betreuung 2030", aber auch der verstärkten
PatientInnen- und BewohnerInnenorientierten Betreuung bereits in
einem ersten Schritt Rechnung getragen. Ziel ist es immer, die
PatientInnen zu remobilisieren, damit sie so lange wie möglich in
ihrer gewohnten Wohnumgebung und vor allem selbstständig leben
können.
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