Brauner und Derfler eröffnen neue spacelab Produktionsschule

Europäisches best practice Modell der Wiener Ausbildungsgarantie schon vier Mal in Wien

Wien (OTS/rk) - Für Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren, die es schwer haben, im Berufsleben überhaupt Fuß zu fassen, gibt es mit dem Projekt "spacelab - Produktionsschule Wien" ein spezielles Unterstützungs- und Ausbildungsangebot. Ziel ist es, die Jugendlichen soweit zu rüsten, dass sie in eine Lehrausbildung einsteigen oder eine Beschäftigung aufnehmen können. Konkret angeboten werden unter anderem spezielle Trainings-programme, Werkstattarbeit, Begleitung durch sogenannte Perspektivencoaches und Bildung. Finanziert wird die spacelab-Produktionsschule Wien vom waff und vom AMS Wien mit rund 3,5 Mio. Euro jährlich. Ab 2016 wird das Projekt vom waff und Sozialministeriumservice gefördert.

Vizebürgermeisterin Renate Brauner eröffnete am Mittwoch gemeinsam mit Bezirksvorsteher Hannes Derfler den neuen und damit vierten Standort der "spacelab - Produktionsschule Wien". Schwerpunkt des neuen Standortes "spacelab_gestaltung" im 20. Bezirk: Kultur und Technik. An der Eröffnung nahmen außerdem Gemeinderätin Tanja Wehsely, AMS-Wien-Geschäftsführerin Petra Draxl, die stellvertretende Abteilungsleiterin des Sozialministeriumservice Sabine Knopf sowie waff-Geschäftsführer Fritz Meißl teil.

Brauner: "Echte Zukunftsperspektiven für über 1.000 Jugendliche, damit sie im Berufsleben Fuß fassen können"

Vizebürgermeisterin Renate Brauner: "Mit der Wiener Ausbildungsgarantie setzen wir alles daran, dass möglichst viele Jugendliche eine fundierte Berufsausbildung machen und auch abschließen. Deswegen kümmern wir uns in Wien um alle Jugendlichen. Für sichere Ausbildungsplätze als Grundlage für einen guten Start in den Beruf nehmen Stadt Wien und Bund alleine heuer 62 Mio. Euro in die Hand. Fakt ist: Junge Menschen, die nicht mehr in der Schule sind, keine Ausbildung machen, aber auch am Arbeitsmarkt nicht angekommen sind, brauchen besondere Unterstützung. Mit dem Projekt spacelab-Produktionsschule Wien bieten wir genau das. Und der Erfolg gibt uns recht." Immerhin haben alleine im letzten Jahr 33 Prozent der Jugendlichen direkt aus spacelab den Einstieg in eine Lehrausbildung, einen Qualifizierungskurs oder eine weiterführende Schule geschafft. 2014 haben fast 900 Jugend-liche die spacelab-Angebote genutzt, um die nächsten Schritte auf dem Weg in eine weiterführende Ausbildung und ins Berufsleben setzen zu können.

Der neue Standort "spacelab_gestaltung" bringe jetzt noch mehr Jugendlichen echte Zukunftsperspektiven, so die Wiener Vizebürgermeisterin weiter. 2015 können über
1.000 Jugendliche von spacelab profitieren.

"Eine besondere Bedeutung kommt der spacelab-Produktionsschule Wien in Zusammen-hang mit der geplanten Ausbildung bis 18 Jahre zu, die wir in Wien hundertprozentig unterstützen. Denn sie ist Vorbild auch für jene zusätzlichen Ausbildungsangebote, die wir dafür brauchen werden", unterstreicht Brauner.

Wehsely: "spacelab gibt Jugendlichen Selbstvertrauen, das sie brauchen"

In dieselbe Kerbe schlägt die stv. waff-Vorstandsvorsitzende Tanja Wehsely: "spacelab ist ein europäisches best practice Modell, wenn es darum geht, benachteiligten Jugendlichen echte Ausbildungsperspektiven zu bieten. Es ist beeindruckend, wie engagiert die Jugendlichen hier gemeinsam mit den Coaches an ihrer Zukunft arbeiten und dadurch auch neue Talente und Fähigkeiten entdecken. Spacelab gibt den Jugendlichen das Selbstvertrauen, das sie brauchen, um ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können."

Derfler: "Die Vernetzung mit lokalen Angeboten der Jugendarbeit ist mir ein Anliegen"

Bezirksvorsteher der Brigittenau Hannes Derfler: "Wir verfügen zum Glück im Bezirk über hervorragende Einrichtungen der Jugendarbeit. Genauso wichtig sind mir gute Ausbildungs- und Jobchancen für Jugendliche. Daher ist es mir eine besondere Freude, dass mit dem neuen Standort der spacelab-Produktionsschule Wien eine wichtige Anlaufstelle für Jugendliche im 20. Bezirk geschaffen wurde."

Draxl, Knopf, Meißl: "Angebote der Wiener Ausbildungsgarantie sollen guten Übergang von der Schule in den Beruf sicher stellen"

AMS Wien Landesgeschäftsführerin Petra Draxl, die stv. Abteilungsleiterin im Sozialministerium Service Sabine Knopf und waff- Geschäftsführer Fritz Meißl sind sich einig: "Die Wiener Ausbildungsgarantie ist ein zentraler Baustein des Qualifikationsplans Wien 2020. Wesentliches Ziel ist, dass möglichst viele Jugendliche einen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss schaffen. Deswegen ist es besonders wichtig, dass der Übergang von der Schule in den Beruf gut klappt. Genau an dieser Schnittstelle greifen die Maßnahmen der Ausbildungsgarantie wie Zahnräder ineinander."

So bietet am Ende der Schulpflicht das Jugendcoaching des Sozialministerium Service in den Schulen vor Ort spezielle Beratung und Begleitung an, damit die Jugendlichen den Anschluss an eine weitere Schulausbildung oder Lehre schaffen. Für jene, die eine Lehre machen wollen, aber keine Lehrstelle in einem Betrieb finden, gibt es die Möglichkeit der Ausbildung in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte. Die spacelab-Produktionsschule Wien richtet sich schließlich an jene Jugendlichen, die aus welchen Gründen auch immer nach der Pflichtschule weder eine weiterführende Schule besuchen, noch in Ausbildung sind und auch sonst keine Beschäftigung haben. "Spacelab baut eine stabile Brücke, die den Jugendlichen wieder Halt gibt und sie sicher zum Start für ihren künftigen Ausbildungsweg bringt. Mit spacelab_gestaltung ist das Angebot jetzt noch vielfältiger und spannender geworden", so Draxl, Knopf und Meißl unisono.

Profis helfen bei der Planung der Zukunft - der erste Schritt: erproben, wo die Stärken und Interessen liegen.

In der spacelab - Produktionsschule Wien helfen Profis bei der Planung der Zukunft. Die sogenannten Perspektivencoaches begleiten die Jugendlichen durch die gesamte Maßnahme und entwickeln mit ihnen realistische berufliche Perspektiven. Die Jugendlichen können im Tagestraining (Montag bis Donnerstag) oder in Werkstätten bezahlte Arbeitserfahrungen machen. Das heißt, sie können erproben, wo ihre Stärken und Interessen liegen. Das Tagestraining bietet quasi den Einstieg in die Werkstattarbeit. Im Training in den Werkstätten werden dann Arbeitssituationen mit allem was dazu gehört geübt, z.B. wie mit dem/der ChefIn gesprochen wird oder das Ausprobieren von praktischen Abläufen.

Fahrräder recyceln oder Radiosendungen gestalten und vieles mehr am neuen Standort spacelab_gestaltung

Die Werkstätten selbst haben die Schwerpunkte Ökologie und Gartenbau sowie Kreativität, und jetzt neu Kultur und Technik, wo man/frau spannende Tätigkeiten ausprobieren kann. In der Kreativwerkstatt werden etwa selbst genähte Kleidungsstücke und andere Gebrauchs-gegenstände hergestellt. Interessant sind auch die Angebote der Grünraumgruppe und der Ökowerkstatt. Die Palette an Tätigkeiten reicht dort vom Fahrrad reparieren über Anlegen und Pflegen von Beeten sowie dem Ernten und Verarbeiten von Obst und Gemüse bis hin zur Pflege und Betreuung eigener Bienenstöcke.

Beim neuen Standort spacelab_gestaltung können die Jugendlichen zum Beispiel Radiosendungen gestalten, Theaterproduktionen entwerfen, Fahrräder recyceln oder technische Reparaturen durchführen. In der Lernwerkstatt wird auf allen Standorten begleitend Basisbildung in Deutsch, Mathematik, Englisch und IKT vermittelt und auf weitere Ausbildungsmöglichkeiten vorbereitet.

So kommen Jugendliche in die spacelab - Produktionsschule Wien - jeden Dienstag Infotag:

In erster Linie werden die Jugendlichen von JugendarbeiterInnen an öffentlichen Plätzen und in Einrichtungen kontaktiert, unverbindlich informiert und zum Besuch des spacelab Infotages (jeden Dienstag um 13 Uhr) eingeladen. Die Jugendlichen können aber auch unverbindlich selbst bei spacelab andocken. Für den Infotag jeden Dienstag ist keine Anmeldung erforderlich.

Spacelab entstand 2005 als EU-Projekt im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL, mit dem Ziel benachteiligten jungen Frauen und Männern neue Wege des Empowerments, der Qualifizierung und Beschäftigung zu bieten. 2014 wurde spacelab zur Produktionsschule Wien ausgebaut. Die spacelab-Produktionsschule Wien wird vom Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK), dem Verein Wiener Jugendzentren, dem Verein Volkshilfe Beschäftigung, der Wiener Volkshochschulen GmbH und dem Verein sprungbrett, der für den Mädchenstandort spacelab_girls verantwortlich zeichnet, umgesetzt. Das Projekt ist 2013 mit dem Innovationspreis des Europäischen Sozialfonds ausgezeichnet worden.

Die Wiener Vizebürgermeisterin abschließend: "Gleiche Chancen für alle beim Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist in Wien nicht Schlagwort, sondern Programm. Mit der spacelab- Produktionsschule Wien an nunmehr vier Standorten ist das einmal mehr unter Beweis gestellt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, gerade in die Jugend zu investieren, denn sie ist die Zukunft. Wir werden in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit keinen Millimeter nachlassen."

Spacelab - Produktionsschule Wien auf einen Blick:

o spacelab - Produktionsschule Wien: Sachsenplatz 4-6, 1200 Wien Tel.: 0699 14 01 21 79 (Mo - Do: 10.00 bis 16.00 Uhr, Fr: 09.00 bis 13.00 Uhr) E-Mail: info@spacelab.cc o Infotag: jeden Dienstag, 13.00 Uhr - keine Anmeldung erforderlich! o Standorte: spacelab_gestaltung: 1200 Wien, Sachsenplatz 4-6 spacelab_umwelt: 1210 Wien, Dr.-Albert-Geßmann-Gasse 38 spacelab_kreativ: 1100 Wien, Knöllgasse 2 spacelab_girls: 1150 Wien, Hütteldorfer Straße 81b/Stiege 1/1.Stock o www.spacelab.cc

Rückfragen & Kontakt:

Heike Hromatka-Reithofer
Mediensprecherin Vbgm.in Renate Brauner
Tel.: 01 4000-81219
E-Mail: heike.hromatka-reithofer@wien.gv.at

Gabriele Philipp
Mediensprecherin des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff)
Tel.: 01/217 48-318
E-Mail: gabriele.philipp@waff.at

Susanne Senekowitsch
Öffentlichkeitsarbeit spacelab
Tel.: 0699 14012136
E-Mail: susanne.senekowitsch@wuk.at

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