- 13.05.2015, 11:57:43
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Brauner und Derfler eröffnen neue spacelab Produktionsschule
Europäisches best practice Modell der Wiener Ausbildungsgarantie schon vier Mal in Wien
Utl.: Europäisches best practice Modell der Wiener
Ausbildungsgarantie schon vier Mal in Wien =
Wien (OTS/rk) - Für Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren, die es
schwer haben, im Berufsleben überhaupt Fuß zu fassen, gibt es mit dem
Projekt "spacelab - Produktionsschule Wien" ein spezielles
Unterstützungs- und Ausbildungsangebot. Ziel ist es, die Jugendlichen
soweit zu rüsten, dass sie in eine Lehrausbildung einsteigen oder
eine Beschäftigung aufnehmen können. Konkret angeboten werden unter
anderem spezielle Trainings-programme, Werkstattarbeit, Begleitung
durch sogenannte Perspektivencoaches und Bildung. Finanziert wird die
spacelab-Produktionsschule Wien vom waff und vom AMS Wien mit rund
3,5 Mio. Euro jährlich. Ab 2016 wird das Projekt vom waff und
Sozialministeriumservice gefördert.
Vizebürgermeisterin Renate Brauner eröffnete am Mittwoch gemeinsam
mit Bezirksvorsteher Hannes Derfler den neuen und damit vierten
Standort der "spacelab - Produktionsschule Wien". Schwerpunkt des
neuen Standortes "spacelab_gestaltung" im 20. Bezirk: Kultur und
Technik. An der Eröffnung nahmen außerdem Gemeinderätin Tanja
Wehsely, AMS-Wien-Geschäftsführerin Petra Draxl, die stellvertretende
Abteilungsleiterin des Sozialministeriumservice Sabine Knopf sowie
waff-Geschäftsführer Fritz Meißl teil.
Brauner: "Echte Zukunftsperspektiven für über 1.000
Jugendliche, damit sie im Berufsleben Fuß fassen können"
Vizebürgermeisterin Renate Brauner: "Mit der Wiener
Ausbildungsgarantie setzen wir alles daran, dass möglichst viele
Jugendliche eine fundierte Berufsausbildung machen und auch
abschließen. Deswegen kümmern wir uns in Wien um alle Jugendlichen.
Für sichere Ausbildungsplätze als Grundlage für einen guten Start in
den Beruf nehmen Stadt Wien und Bund alleine heuer 62 Mio. Euro in
die Hand. Fakt ist: Junge Menschen, die nicht mehr in der Schule
sind, keine Ausbildung machen, aber auch am Arbeitsmarkt nicht
angekommen sind, brauchen besondere Unterstützung. Mit dem Projekt
spacelab-Produktionsschule Wien bieten wir genau das. Und der Erfolg
gibt uns recht." Immerhin haben alleine im letzten Jahr 33 Prozent
der Jugendlichen direkt aus spacelab den Einstieg in eine
Lehrausbildung, einen Qualifizierungskurs oder eine weiterführende
Schule geschafft. 2014 haben fast 900 Jugend-liche die
spacelab-Angebote genutzt, um die nächsten Schritte auf dem Weg in
eine weiterführende Ausbildung und ins Berufsleben setzen zu können.
Der neue Standort "spacelab_gestaltung" bringe jetzt noch mehr
Jugendlichen echte Zukunftsperspektiven, so die Wiener
Vizebürgermeisterin weiter. 2015 können über
1.000 Jugendliche von spacelab profitieren.
"Eine besondere Bedeutung kommt der spacelab-Produktionsschule
Wien in Zusammen-hang mit der geplanten Ausbildung bis 18 Jahre zu,
die wir in Wien hundertprozentig unterstützen. Denn sie ist Vorbild
auch für jene zusätzlichen Ausbildungsangebote, die wir dafür
brauchen werden", unterstreicht Brauner.
Wehsely: "spacelab gibt Jugendlichen Selbstvertrauen, das sie
brauchen"
In dieselbe Kerbe schlägt die stv. waff-Vorstandsvorsitzende Tanja
Wehsely: "spacelab ist ein europäisches best practice Modell, wenn
es darum geht, benachteiligten Jugendlichen echte
Ausbildungsperspektiven zu bieten. Es ist beeindruckend, wie
engagiert die Jugendlichen hier gemeinsam mit den Coaches an ihrer
Zukunft arbeiten und dadurch auch neue Talente und Fähigkeiten
entdecken. Spacelab gibt den Jugendlichen das Selbstvertrauen, das
sie brauchen, um ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können."
Derfler: "Die Vernetzung mit lokalen Angeboten der Jugendarbeit
ist mir ein Anliegen"
Bezirksvorsteher der Brigittenau Hannes Derfler: "Wir verfügen zum
Glück im Bezirk über hervorragende Einrichtungen der Jugendarbeit.
Genauso wichtig sind mir gute Ausbildungs- und Jobchancen für
Jugendliche. Daher ist es mir eine besondere Freude, dass mit dem
neuen Standort der spacelab-Produktionsschule Wien eine wichtige
Anlaufstelle für Jugendliche im 20. Bezirk geschaffen wurde."
Draxl, Knopf, Meißl: "Angebote der Wiener Ausbildungsgarantie
sollen guten Übergang von der Schule in den Beruf sicher stellen"
AMS Wien Landesgeschäftsführerin Petra Draxl, die stv.
Abteilungsleiterin im Sozialministerium Service Sabine Knopf und
waff- Geschäftsführer Fritz Meißl sind sich einig: "Die Wiener
Ausbildungsgarantie ist ein zentraler Baustein des
Qualifikationsplans Wien 2020. Wesentliches Ziel ist, dass möglichst
viele Jugendliche einen über die Pflichtschule hinausgehenden
Bildungsabschluss schaffen. Deswegen ist es besonders wichtig, dass
der Übergang von der Schule in den Beruf gut klappt. Genau an dieser
Schnittstelle greifen die Maßnahmen der Ausbildungsgarantie wie
Zahnräder ineinander."
So bietet am Ende der Schulpflicht das Jugendcoaching des
Sozialministerium Service in den Schulen vor Ort spezielle Beratung
und Begleitung an, damit die Jugendlichen den Anschluss an eine
weitere Schulausbildung oder Lehre schaffen. Für jene, die eine Lehre
machen wollen, aber keine Lehrstelle in einem Betrieb finden, gibt es
die Möglichkeit der Ausbildung in einer überbetrieblichen
Lehrwerkstätte. Die spacelab-Produktionsschule Wien richtet sich
schließlich an jene Jugendlichen, die aus welchen Gründen auch immer
nach der Pflichtschule weder eine weiterführende Schule besuchen,
noch in Ausbildung sind und auch sonst keine Beschäftigung haben.
"Spacelab baut eine stabile Brücke, die den Jugendlichen wieder Halt
gibt und sie sicher zum Start für ihren künftigen Ausbildungsweg
bringt. Mit spacelab_gestaltung ist das Angebot jetzt noch
vielfältiger und spannender geworden", so Draxl, Knopf und Meißl
unisono.
Profis helfen bei der Planung der Zukunft - der erste Schritt:
erproben, wo die Stärken und Interessen liegen.
In der spacelab - Produktionsschule Wien helfen Profis bei der
Planung der Zukunft. Die sogenannten Perspektivencoaches begleiten
die Jugendlichen durch die gesamte Maßnahme und entwickeln mit ihnen
realistische berufliche Perspektiven. Die Jugendlichen können im
Tagestraining (Montag bis Donnerstag) oder in Werkstätten bezahlte
Arbeitserfahrungen machen. Das heißt, sie können erproben, wo ihre
Stärken und Interessen liegen. Das Tagestraining bietet quasi den
Einstieg in die Werkstattarbeit. Im Training in den Werkstätten
werden dann Arbeitssituationen mit allem was dazu gehört geübt, z.B.
wie mit dem/der ChefIn gesprochen wird oder das Ausprobieren von
praktischen Abläufen.
Fahrräder recyceln oder Radiosendungen gestalten und vieles
mehr am neuen Standort spacelab_gestaltung
Die Werkstätten selbst haben die Schwerpunkte Ökologie und
Gartenbau sowie Kreativität, und jetzt neu Kultur und Technik, wo
man/frau spannende Tätigkeiten ausprobieren kann. In der
Kreativwerkstatt werden etwa selbst genähte Kleidungsstücke und
andere Gebrauchs-gegenstände hergestellt. Interessant sind auch die
Angebote der Grünraumgruppe und der Ökowerkstatt. Die Palette an
Tätigkeiten reicht dort vom Fahrrad reparieren über Anlegen und
Pflegen von Beeten sowie dem Ernten und Verarbeiten von Obst und
Gemüse bis hin zur Pflege und Betreuung eigener Bienenstöcke.
Beim neuen Standort spacelab_gestaltung können die Jugendlichen
zum Beispiel Radiosendungen gestalten, Theaterproduktionen entwerfen,
Fahrräder recyceln oder technische Reparaturen durchführen. In der
Lernwerkstatt wird auf allen Standorten begleitend Basisbildung in
Deutsch, Mathematik, Englisch und IKT vermittelt und auf weitere
Ausbildungsmöglichkeiten vorbereitet.
So kommen Jugendliche in die spacelab - Produktionsschule Wien
- jeden Dienstag Infotag:
In erster Linie werden die Jugendlichen von JugendarbeiterInnen an
öffentlichen Plätzen und in Einrichtungen kontaktiert, unverbindlich
informiert und zum Besuch des spacelab Infotages (jeden Dienstag um
13 Uhr) eingeladen. Die Jugendlichen können aber auch unverbindlich
selbst bei spacelab andocken. Für den Infotag jeden Dienstag ist
keine Anmeldung erforderlich.
Spacelab entstand 2005 als EU-Projekt im Rahmen der
Gemeinschaftsinitiative EQUAL, mit dem Ziel benachteiligten jungen
Frauen und Männern neue Wege des Empowerments, der Qualifizierung und
Beschäftigung zu bieten. 2014 wurde spacelab zur Produktionsschule
Wien ausgebaut. Die spacelab-Produktionsschule Wien wird vom Verein
zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK), dem Verein
Wiener Jugendzentren, dem Verein Volkshilfe Beschäftigung, der Wiener
Volkshochschulen GmbH und dem Verein sprungbrett, der für den
Mädchenstandort spacelab_girls verantwortlich zeichnet, umgesetzt.
Das Projekt ist 2013 mit dem Innovationspreis des Europäischen
Sozialfonds ausgezeichnet worden.
Die Wiener Vizebürgermeisterin abschließend: "Gleiche Chancen für
alle beim Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist in Wien nicht
Schlagwort, sondern Programm. Mit der spacelab- Produktionsschule
Wien an nunmehr vier Standorten ist das einmal mehr unter Beweis
gestellt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, gerade
in die Jugend zu investieren, denn sie ist die Zukunft. Wir werden in
der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit keinen Millimeter
nachlassen."
Spacelab - Produktionsschule Wien auf einen Blick:
o spacelab - Produktionsschule Wien: Sachsenplatz 4-6, 1200 Wien Tel.: 0699 14 01 21 79 (Mo - Do: 10.00 bis 16.00 Uhr, Fr: 09.00 bis 13.00 Uhr) E-Mail: [email protected] o Infotag: jeden Dienstag, 13.00 Uhr - keine Anmeldung erforderlich! o Standorte: spacelab_gestaltung: 1200 Wien, Sachsenplatz 4-6 spacelab_umwelt: 1210 Wien, Dr.-Albert-Geßmann-Gasse 38 spacelab_kreativ: 1100 Wien, Knöllgasse 2 spacelab_girls: 1150 Wien, Hütteldorfer Straße 81b/Stiege 1/1.Stock o www.spacelab.cc
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