• 13.05.2015, 10:48:56
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Je 10.000 Euro für 13 junge Wissenschaftler

IV und WK Kärnten stellen 13 Auslandsstipendien für besonders begabte Studierende oder junge Wissenschaftler zur Verfügung. Einreichfrist bis 31. Mai.

Utl.: IV und WK Kärnten stellen 13 Auslandsstipendien für besonders
begabte Studierende oder junge Wissenschaftler zur Verfügung.
Einreichfrist bis 31. Mai. =

Klagenfurt (OTS/PdI) - Schon zum fünften Mal prämieren
Industriellenvereinigung (seit dem Vorjahr auch die
Bundesorganisation) und Wirtschaftskammer Kärnten 13 herausragende
Studierende, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit
Auslandsstipendien an den besten Unis dieser Welt. Oxford, Harvard,
ETH Zürich - alles, was Rang und Namen hat, war bisher auf der Liste
der Zieldestinationen der im Rahmen der Stipendienaktion
unterstützten Hochbegabten.

Innovationsland Kärnten

"Damit zeigt das Innovations- und Forschungsland Kärnten Flagge",
meinte IV-Kärnten-Präsident Christoph Kulterer zur Begrüßung. Gerade
in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und
Technik) habe das Land einiges zu bieten. Mit einer Forschungsquote
von 2,8 Prozent belege man im Bundesländervergleich gleichauf mit
Tirol hinter der Steiermark und Wien Rang drei. Die Universität sei
im Vergleich zu anderen Bundesländern zwar noch vergleichsweise jung,
habe sich aber im letzten Jahrzehnt gerade im technischen Bereich ein
starkes neues Profil gegeben. Schon einige Studierende der Alpen
Adria Universität seien unter den Stipendiaten gewesen. Das gelte
natürlich auch für die im technischen Bereich ähnlich gut
aufgestellte Fachhochschule.

Nicht vergessen dürfe man die Zentren der angewandten Forschung.
Kaum eines der im Rahmen des COMET-Programms der Bundesregierung
unterstützten Kompetenzzentren arbeite so eng und mit so vielen
Unternehmen zusammen wie etwa die Villacher Forscher des Carinthian
Tech Research. Kärntens Forschungslandschaft zeichne sich überhaupt
durch eine ganz besonders starke betriebliche Komponente aus. Drei
Viertel der Forschungsausgaben des Landes leisten Unternehmen, vor
allem aus der Industrie. An der Spitze stehe Österreichs
forschungsstärkster Betrieb Infineon.

Innovation und Export

Wirtschaftskammer-Kärnten-Präsident Jürgen Mandl freut sich über
den stets hohen Anteil an Kärntnern, die sich nach österreichweiter
Ausschreibung für die Stipendien bewerben. Im Vorjahr gingen sechs
von 13 Stipendien an Kärntner Studierende und junge Forscher. Die
Bandbreite reichte von der Krebsforschung bis zu Spezialthemen der
Materialwissenschaft, also etwa der Frage, wie man Mikrochips
haltbarer machen könne. Letzteres Thema habe ja durchaus starken
Bezug zur Kärntner Wirtschaft.

Für Mandl sind die Auslandsstipendien aber auch aus einem anderen
Blickwinkel heraus wichtig. Für Kärntens Exportwirtschaft spielen
Innovation, Forschung und Entwicklung eine immer größere Rolle. Über
den Preis werde das Land nicht konkurrenzfähig bleiben. Mandl
erinnerte daran, dass die 2.500 Exportbetriebe Kärntens im Ausland
6,4 Mrd. Euro erwirtschaften, für einen Exportüberschuss von rund
einer Mrd. Euro sorgen und dass nahezu jeder zweite Arbeitsplatz im
Land am Außenhandel hänge. Die Kooperation in internationalen
Forschungsnetzwerken sei ein wichtiger Motor des Exports. Junge
Menschen dabei zu unterstützen, darin ihren Platz zu finden, sei
daher ein wichtiges Anliegen.

Einzigartig hohe Stipendien

Otmar Petschnig, Vizepräsident der IV Bundesorganisation und der
Wirtschaftskammer Kärnten hat die Stipendienaktion vor fünf Jahren
noch als Präsident der IV Kärnten initiiert. Bisher seien bereits
mehr als eine halbe Million Euro an insgesamt 52 junge Forscherinnen
und Forscher gegangen. Heuer würden wieder 13 dazu kommen. Für
Petschnig stand aber nicht nur der Aspekt "globale Wirtschaft braucht
globale Bildung" im Vordergrund, sondern auch das Bekenntnis zu
Exzellenz und Leistung, das schon im österreichischen Schulsystem zu
kurz komme.

Die Exzellenz-Auslandsstipendien von IV und WK Kärnten seien
sowohl, was die Höhe der Dotierung, als auch, was ihre Ausrichtung
anbelange einzigartig, so Petschnig. Man wisse aus vielen Gesprächen
mit Studierenden und Uni-Professoren, dass die Finanzierung derzeit
die größte Hürde für Studien im Ausland darstelle.

Für die Stipendien à 10.000 Euro können sich bereits Absolventen
eines Bachelor-Studiums bewerben. Die Einreichfrist endet heuer am
31. Mai. Alle österreichischen Unis und einschlägigen
Online-Plattformen sind bereits informiert.

Weitere Voraussetzungen:
• österreichische Staatsbürgerschaft, Höchstalter 30 Jahre
• mindestens sechs Monate Auslandsaufenthalt
• MINT-Fächer bevorzugt
• Befürwortung durch mindestens zwei Fach-ProfessorInnen

In die Bewertung durch eine hochkarätige Jury*) fließen zu 30
Prozent die Bedeutung der Forschungsarbeit für die österreichische
Wirtschaft, zu 50 Prozent die Exzellenz (Neuheit, Komplexität, Form)
und zu 20 Prozent der Studienerfolg ein.

Kinderonkologie in Zürich

Anschließend berichtete die Villacherin Carolin Kordomatis,
Stipendiatin aus dem Vorjahr, über ihre Erfahrungen am
Universitäts-Kinderspital in Zürich, wo sie über einen der häufigsten
bekannten Tumore in der Kinderonkologie forschte.

*) Die Jury für die heurige Vergabe der Exzellenz-Auslandsstipendien
besteht aus:
Manfred Haas (Infineon)
Paul Hartmann (Joanneum Research)
Reinhard Iro (Treibacher Industrie)
Jürgen Mandl (Präsident WK Kärnten)
Isabella Meran-Waldstein (IV Bundesorganisation)
Wolfgang Haidinger (IV Bundesorganisation)
Otmar Petschnig (Vizepräsident IV Bundesorganisation, WK Kärnten)
Werner Scherf (CTR)
Roland Sommer (AVL List)
Oliver Zlamal (KMF Maschinenfabriken)

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