• 13.05.2015, 09:15:01
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Vilimsky fordert Betreuung in Nordafrika statt Brüsseler Quoten

Durch die Rettungsaktionen der EU im Mittelmeer darf die Asylprüfung umgangen nicht umgangen werden!

Utl.: Durch die Rettungsaktionen der EU im Mittelmeer darf die
Asylprüfung umgangen nicht umgangen werden! =

Wien (OTS) - Der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament und
FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky spricht sich vehement gegen die
neue Idee der EU-Zentralisten aus, nach Europa gebrachte Einwanderer
aus Afrika nach Quoten auf die Mitgliedsstaaten aufzuteilen. "Durch
die derzeitigen Rettungsaktionen der EU im Mittelmeer darf die
Asylprüfung nicht umgangen werden. Dies geschieht jedoch, weil die
Bootspassagiere, anstatt sie an den Ausgangsort zurückzubringen, nach
Europa geholt werden, von wo sie - wie die Erfahrung zeigt - auch
ohne den Nachweis von Asylgründen in den seltensten Fällen wieder
abgeschoben werden", kritisiert Vilimsky.

Es handle sich daher bei der nun angedachten Quotenregelung zum
Großteil nicht um eine Verteilung von Flüchtlingen, sondern von
illegalen Einwanderern, wie die Statistiken über die tatsächliche
Zuerkennung von Asyl klar zeigen würden, so Vilimsky, "ganz abgesehen
davon, dass durch die Berücksichtigung von Bruttoinlandsprodukt und
Arbeitslosenrate bei der Quotenermittlung Österreich wieder extrem
schlecht aussteigen wird". Es sei "das Letzte, was wir benötigen,
dass uns die Brüsseler Nomenklatura oktroyiert, wie viele Flüchtlinge
Österreich aufzunehmen hat".

Vilimsky fordert anstatt der Zwangsaufteilung daher eine Betreuung
der Menschen in Nordafrika: "Es macht keinen Sinn, Menschen über den
halben Erdball zu transportieren. Sie sollen in der Region bleiben.
Die EU soll mit Beteiligung des UNHCR Verhandlungen mit den
nordafrikanischen Staaten aufnehmen, anstatt alle nach Europa zu
holen." Als Verhandlungspartner sieht der FPÖ-Generalsekretär derzeit
in erster Linie Ägypten, Tunesien, Algerien oder Marokko.

Dringend geboten ist für Vilimsky auch die Beteiligung der USA. Diese
hätten sich auf der arabischen Halbinsel eingemischt und damit einen
Gutteil der Probleme mit zu verantworten, "bei der Betreuung von
Flüchtlingen aber stecken sie den Kopf in den Sand!"

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