Vilimsky fordert Betreuung in Nordafrika statt Brüsseler Quoten

Durch die Rettungsaktionen der EU im Mittelmeer darf die Asylprüfung umgangen nicht umgangen werden!

Wien (OTS) - Der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament und FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky spricht sich vehement gegen die neue Idee der EU-Zentralisten aus, nach Europa gebrachte Einwanderer aus Afrika nach Quoten auf die Mitgliedsstaaten aufzuteilen. "Durch die derzeitigen Rettungsaktionen der EU im Mittelmeer darf die Asylprüfung nicht umgangen werden. Dies geschieht jedoch, weil die Bootspassagiere, anstatt sie an den Ausgangsort zurückzubringen, nach Europa geholt werden, von wo sie - wie die Erfahrung zeigt - auch ohne den Nachweis von Asylgründen in den seltensten Fällen wieder abgeschoben werden", kritisiert Vilimsky.

Es handle sich daher bei der nun angedachten Quotenregelung zum Großteil nicht um eine Verteilung von Flüchtlingen, sondern von illegalen Einwanderern, wie die Statistiken über die tatsächliche Zuerkennung von Asyl klar zeigen würden, so Vilimsky, "ganz abgesehen davon, dass durch die Berücksichtigung von Bruttoinlandsprodukt und Arbeitslosenrate bei der Quotenermittlung Österreich wieder extrem schlecht aussteigen wird". Es sei "das Letzte, was wir benötigen, dass uns die Brüsseler Nomenklatura oktroyiert, wie viele Flüchtlinge Österreich aufzunehmen hat".

Vilimsky fordert anstatt der Zwangsaufteilung daher eine Betreuung der Menschen in Nordafrika: "Es macht keinen Sinn, Menschen über den halben Erdball zu transportieren. Sie sollen in der Region bleiben. Die EU soll mit Beteiligung des UNHCR Verhandlungen mit den nordafrikanischen Staaten aufnehmen, anstatt alle nach Europa zu holen." Als Verhandlungspartner sieht der FPÖ-Generalsekretär derzeit in erster Linie Ägypten, Tunesien, Algerien oder Marokko.

Dringend geboten ist für Vilimsky auch die Beteiligung der USA. Diese hätten sich auf der arabischen Halbinsel eingemischt und damit einen Gutteil der Probleme mit zu verantworten, "bei der Betreuung von Flüchtlingen aber stecken sie den Kopf in den Sand!"

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