ÖH-Fraktionen setzten Zeichen gegen Rechtsextremismus

Schlagender deutschnationaler Burschenschafter hat am ÖH-Wahl-Podium nichts verloren

Wien (OTS) - Die ÖH-Fraktionen FEST, FLÖ, GRAS, KSV, KSV-LiLi und VSStÖ kritisieren die Teilnahme des rechtsextremen Burschenschafters Felix Mayrbäurl für den RFS an der Elefantenrunde zur ÖH-Wahl an der Wirtschaftsuniversität Wien. "Rechtsextremen, die versuchen ihr faschistisches, sexistisches, homophobes, rassistisches und antisemitisches Gedankengut unter dem Deckmantel der Demokratie zu verkaufen, darf keine Bühne geboten werden", so die Vertreter_innen der verschiedenen Fraktionen unisono.

Der RFS ist seit seines Bestehens immer wieder durch seine rechtsextremen Umtriebe aufgefallen. Man denke dabei an seine Unterstützung für den antisemitischen Lehrenden Taras Borodajkewycz und die Ermordung Ernst Kirchwegers durch Burschenschafter und RFS-Mitglied Günther Kümel 1965. Für Bundesobmann Alexander Schierhuber war laut eigenen Aussagen die Ermordung Kirchwegers "Notwehrüberschreitung".
Weiters nimmt der aktuelle Spitzenkandidat des RFS Felix Mayrbäurl regelmäßig für die deutschnationale Burschenschaft Libertas am mittwöchigen Burschibummel an der Rampe der Uni Wien teil. Bei dem Treffen der Burschenschafter wird dem deutschnationalen Denkmal des Siegfriedskopfs gedacht. Das Denkmal wurde 1923 von der antisemitischen Deutschen Studentenschaft "in Ehren der gefallenen Helden" des Ersten Weltkriegs errichtet. 1990 sollte der Siegfriedskopf zur Bekämpfung dieses Geschichtsrevisionismus durch eine Gedenktafel für die von Nazis vertriebenen und ermordeten Uniangehörigen ersetzt werden. Die Burschenschafter lehnten sich gemeinsam mit dem RFS massiv gegen die Errichtung dieser Gedenktafel auf.
Auch die Nähe zur reaktionären, rassistischen und sexistischen FPÖ ist gegeben, da rund 40% der freiheitlichen Abgeordneten deutschnationale Burschenschafter bzw. Mädelschafterinnen sind.

"Wir lehnen die Teilnahme des schlagenden deutschnationalen Burschenschafters an der Veranstaltung ganz klar ab", so die Fraktionsvertreter_innen weiter. "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen und per se demokratiefeindlich", betonen die Spitzenkandidat_innen. "Wir wollen jenen Gesinnungen nicht die Möglichkeit geben sich selbst zu inszenieren und ihre menschenfeindliche Hetze zu verbreiten", schließen die Spitzenkanditat_innen kämpferisch.

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