- 12.05.2015, 11:15:52
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ÖH-Fraktionen setzten Zeichen gegen Rechtsextremismus
Schlagender deutschnationaler Burschenschafter hat am ÖH-Wahl-Podium nichts verloren
Utl.: Schlagender deutschnationaler Burschenschafter hat am
ÖH-Wahl-Podium nichts verloren =
Wien (OTS) - Die ÖH-Fraktionen FEST, FLÖ, GRAS, KSV, KSV-LiLi und
VSStÖ kritisieren die Teilnahme des rechtsextremen Burschenschafters
Felix Mayrbäurl für den RFS an der Elefantenrunde zur ÖH-Wahl an der
Wirtschaftsuniversität Wien. "Rechtsextremen, die versuchen ihr
faschistisches, sexistisches, homophobes, rassistisches und
antisemitisches Gedankengut unter dem Deckmantel der Demokratie zu
verkaufen, darf keine Bühne geboten werden", so die Vertreter_innen
der verschiedenen Fraktionen unisono.
Der RFS ist seit seines Bestehens immer wieder durch seine
rechtsextremen Umtriebe aufgefallen. Man denke dabei an seine
Unterstützung für den antisemitischen Lehrenden Taras Borodajkewycz
und die Ermordung Ernst Kirchwegers durch Burschenschafter und
RFS-Mitglied Günther Kümel 1965. Für Bundesobmann Alexander
Schierhuber war laut eigenen Aussagen die Ermordung Kirchwegers
"Notwehrüberschreitung".
Weiters nimmt der aktuelle Spitzenkandidat des RFS Felix Mayrbäurl
regelmäßig für die deutschnationale Burschenschaft Libertas am
mittwöchigen Burschibummel an der Rampe der Uni Wien teil. Bei dem
Treffen der Burschenschafter wird dem deutschnationalen Denkmal des
Siegfriedskopfs gedacht. Das Denkmal wurde 1923 von der
antisemitischen Deutschen Studentenschaft "in Ehren der gefallenen
Helden" des Ersten Weltkriegs errichtet. 1990 sollte der
Siegfriedskopf zur Bekämpfung dieses Geschichtsrevisionismus durch
eine Gedenktafel für die von Nazis vertriebenen und ermordeten
Uniangehörigen ersetzt werden. Die Burschenschafter lehnten sich
gemeinsam mit dem RFS massiv gegen die Errichtung dieser Gedenktafel
auf.
Auch die Nähe zur reaktionären, rassistischen und sexistischen FPÖ
ist gegeben, da rund 40% der freiheitlichen Abgeordneten
deutschnationale Burschenschafter bzw. Mädelschafterinnen sind.
"Wir lehnen die Teilnahme des schlagenden deutschnationalen
Burschenschafters an der Veranstaltung ganz klar ab", so die
Fraktionsvertreter_innen weiter. "Faschismus ist keine Meinung,
sondern ein Verbrechen und per se demokratiefeindlich", betonen die
Spitzenkandidat_innen. "Wir wollen jenen Gesinnungen nicht die
Möglichkeit geben sich selbst zu inszenieren und ihre
menschenfeindliche Hetze zu verbreiten", schließen die
Spitzenkanditat_innen kämpferisch.
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