• 08.05.2015, 11:30:36
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FSG NÖ: Arbeiterkammer Niederösterreich bleibt an der Seite der ArbeitnehmerInnen

Interne Streitereien der Volkspartei-NÖAAB-FCG haben keine Auswirkungen auf klaren Kurs

Utl.: Interne Streitereien der Volkspartei-NÖAAB-FCG haben keine
Auswirkungen auf klaren Kurs =

Wien (OTS) - An einem historischen Datum (8.5.2015) fand heute die
Vollversammlung der AKNÖ statt. AKNÖ Präsident Markus Wieser hob in
seinem Bericht die Bedeutung der geschichtlichen Ereignisse vor 70
Jahren hervor. Gewerkschaften und Arbeiterkammern haben einen
bedeutsamen Anteil an der Erfolgsgeschichte der 2. Republik, die uns
Stabilität und Wohlstand gebracht hat.++++

Die wichtigsten Errungenschaften kurz aufgezählt: 40 Stundenwoche, 5
Wochen Mindesturlaub, Nacht- und Schwerarbeitergesetz, Einführung des
Pflegegeldes, Sozial- und Lohndumpinggesetz, größte Steuerreform der
letzten 40 Jahre. AKNÖ Präsident Markus Wieser hält fest, "Auf diese
Erfolge können wir stolz sein. Daher lassen wir uns unsere Erfolge
nicht schlecht reden." Die Erfolge sind das Ergebnis von Expertisen
durch Experten, die jedoch nicht in geschlossenen Räumen entstehen,
sondern durch offene Dialoge auch mit externen Experten. Wir öffnen
uns mit unseren Dialogforen, um mit möglichst vielen den Diskurs zu
führen. Das Ziel ist es immer Verbesserungen für die
ArbeitnehmerInnen erreichen.

Leider bekommen ArbeitnehmerInnen immer weniger von der
Wertschöpfung, darum war die Steuerreform so wichtig, auch um einen
Ausgleich von der kalten Progression zu bekommen. Jetzt kommt es zu
einer wichtigen Reallohnerhöhung, die unser Land dringend braucht.
Wir werden es jedoch nicht zulassen, dass man einzelne Berufsgruppen
gegeneinander ausspielt, wir werden untereinander solidarisch
bleiben.

Schmerzvoll bleiben 60.000 Arbeitslose in Niederösterreich, besonders
betroffen die über 50jährige. Daher fordern wir eine Strategie
gemeinsam mit dem Land Niederösterreich. Es braucht ein klares
industriepolitisches Konzept. Ebenfalls annehmen müssen wir uns dem
Thema der wachsenden Teilzeitbeschäftigung. 26% aller Beschäftigen in
Niederösterreich arbeiten nur noch in Teilzeit. 85% davon sind
Frauen, wir müssen daher mehr Vollzeitarbeitsplätze schaffen. Einen
wesentlichen Beitrag dazu könnte die Reduktion der Überstunden um 20%
beitragen. Dadurch könnten in Österreich 60.000 Arbeitsplätze
geschaffen werden. 160.000 Niederösterreicherinnen und
Niederösterreicher sind dazu gezwungen aus ihrer Heimatgemeinde
heraus zu pendeln. "Pendeln ist nichts Tolles, Pendeln ist erzwungen.
Nur noch 25% arbeiten in ihrem Heimatbezirk.", stellt dazu Wieser
fest.

Noch immer gibt es zu viele weiße Flecken bei der Kinderbetreuung in
Niederösterreich, diese Fakten werden wir weiterhin aufzeigen, auch
wenn sie ein paar aufgeregten Parteisekretären nicht in den Kram
passen sollten. Doch Fakten basierte Politik zum Wohle der
ArbeitnehmerInnen kann keine Rücksicht auf die Befindlichkeit von
politischen Eitelkeiten Einzelner nehmen. Das wurde besonders
deutlich, als sich AKNÖ Vizepräsident Franz Hemm von NÖAAB
Landessekretär Bernhard Ebner distanzierte, weil sich dieser in
Schimpftiraden verstieg, als die AKNÖ in Rahmen eines Dialogforums
den dringenden Nachholbedarf beim Wohnbau im urbanen Raum einmahnte.
Dieser innerfraktionelle Streit innerhalb der NÖAAB-FCG Fraktion
zeigt einmal mehr deutlich auf, dass es an der FSG NÖ liegt, die AKNÖ
auf einem klaren und stabilen Kurs zu halten und so die Interessen
der ArbeitnehmerInnen in diesem Land treffsicher zu vertreten.

FSG NÖ Vorsitzender René Pfister bedankte sich bei Kollegen Hemm für
seine Entschuldigung, hob jedoch hervor, dass der NÖAAB eben keine
Arbeitnehmervertretung sei, sondern eine reine Parteiorganisation,
die nur die Parteiideologie der ÖVP vertritt. "Bei Wortmeldungen von
Kollegen Ebner wird ganz deutlich, wer als Gewerkschafter agiert und
wer als Parteisoldat. Wir kennen die Bedürfnisse der
ArbeitnehmerInnen in Niederösterreich so gut, weil wir als
Betriebsrätinnen und Betriebsräte Teil der Belegschaften sind.",
schließt Pfister.

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