- 07.05.2015, 10:55:50
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AK bringt Alpine-Sammelklagen gegen Banken ein 1
Weitere Sammelklagen wegen Haftung der Emissionsbanken sind in Vorbereitung
Utl.: Weitere Sammelklagen wegen Haftung der Emissionsbanken sind in
Vorbereitung =
Wien (OTS) - Heute, Donnerstag, und morgen, Freitag, wird die AK neun
Sammelklagen für 130 AnlegerInnen über 2,63 Millionen Euro gegen
Banken einbringen. Eine Klage gegen die RLB OÖ wurde bereits im April
eingebracht. Weitere Sammelklagen gegen die Emissionsbanken sowie
gegen verkaufende Banken über 16 Millionen Euro folgen. In Summe
sollen also rund 19 Millionen Euro für 900 geschädigte AnlegerInnen
eingeklagt werden. "Alpine-Anleger wurden nicht über die schlechte
Bonität der Alpine aufgeklärt", sagt AK Konsumentenschützerin
Gabriele Zgubic.
Die AK hat im Herbst 2013 geschädigten Alpine-AnlegerInnen die
Teilnahme an Sam-melklagen angeboten. Bei rund 1.000 Alpine-Käufen
wurde von der AK genau geprüft, ob eine Fehlberatung vorliegt.
Die AK hat die vier Emissionsbanken - BAWAG P.S.K., Erste Bank,
UniCredit, Raiffeisen - und jene verkaufenden Banken, bei denen
Beratungsfehler festgestellt wurden, zur außergerichtlichen Zahlung
aufgefordert. Konkret: Die Alpine-AnlegerInnen wurden bei der
Beratung nicht über das damit verbundene hohe Risiko aufgeklärt. Für
120 AnlegerInnen konnten bereits Vergleichszahlungen in der Höhe von
rund 1,6 Millionen Euro ausverhandelt werden. Ihnen war ein Schaden
von rund 3,5 Millionen Euro durch die Fehlberatung entstanden.
Heute, Donnerstag, und morgen, Freitag, werden neun Sammelklagen
von der Rechtsanwaltskanzlei Benedikt Wallner im Auftrag der AK für
die "abgewiesenen" AnlegerInnen gegen die BAWAG P.S.K., UniCredit,
Erste Bank und einige Sparkassen und Raiffeisenbanken eingebracht.
Eine Klage gegen die RLB OÖ über 70.000 Euro wurde bereits im April
eingebracht. Weitere Sammelklagen für 120 AnlegerInnen wegen
fehlerhafter Beratung folgen. "Bei den Sammelklagen gegen die
beratenden Banken geht es in erster Linie um Fehlberatung und die
Nichtaufklärung über die schlechte Bonität der Alpine", so Zgubic.
Drei weitere Sammelklagen über einen Betrag von 13,4 Millionen
Euro für 650 AnlegerInnen gegen die vier Emissionsbanken, BAWAG
P.S.K., Erste Bank, UniCredit, Raiffeisenbank International, sind in
Vorbereitung. Sie haben die Anleihe-Emissionen 2010, 2011 und 2012
übernommen und an der Gestaltung des Kapitalmarktprospekts
mitgewirkt. Es geht um die Haftung der Emissionsbanken - ihnen muss
bei der Ausgabe der Anleihe schon bekannt gewesen sein, dass der
Baukonzern tief in der Kreide stand.
Die geschädigten AnlegerInnen haben keinerlei Kostenrisiko. Der
Kölner Prozessfinanzierer ROLAND finanziert die AK Klagen - bei
Erfolg erhält er eine Beteiligung von 35 Prozent vom erstrittenen
Betrag. Wer sich noch an der AK Sammelaktion beteiligen möchte, kann
das bis Ende Mai 2015 tun. Alle nötigen Informationen finden Sie ab
morgen, Freitag, auf der AK Homepage unter
www.arbeiterkammer.at/alpineanleger.
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