- 07.05.2015, 10:39:39
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Sportminister: Fünf Millionen Euro pro Jahr zusätzlich für Kinder-Bewegungsprojekte
Initiative „Kinder gesund bewegen“ an Kindergärten und Volksschulen wird ausgebaut
Utl.: Initiative „Kinder gesund bewegen“ an Kindergärten und
Volksschulen wird ausgebaut =
Wien (OTS) - Am Donnerstag, den 7. Mai 2015 hat Sportminister Gerald
Klug den Ausbau der Initiative "Kinder gesund bewegen" bekannt
gegeben. Bereits in den vergangenen fünf Jahren kooperierten die
Sport-Dachverbände und -vereine im Rahmen dieser Bewegungsaktion
erfolgreich mit Kindergärten und Volksschulen und führten
polysportive Bewegungsmaßnahmen durch. Bislang unterstützte das
Sportministerium die Initiative "Kinder gesund bewegen" mit bis zu 2
Millionen Euro jährlich. Nun wird Sportminister Gerald Klug dafür
zusätzlich 5 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellen.
"Ich möchte Österreich körperlich und geistig fitter machen. Dabei
setzen wir bei den Jüngsten an, denn wer sich von klein auf viel
bewegt, wird auch im Alter mehr Sport betreiben. Gemeinsam mit den
Sportverbänden und -vereinen starten wir die wahrscheinlich größte
Bewegungsoffensive aller Zeiten", so Sportminister Gerald Klug. Die
Neurolinguistin Manuela Macedonia ergänzt: "Bewegung trägt nicht nur
zur Gesundheitsförderung bei, sondern steigert die geistige Leistung
der Kinder. Somit werden durch Sport auch die Schienen für
schulischen und beruflichen Erfolg gelegt. Sport stärkt das Gehirn
der Kinder und unterstützt die Merkfähigkeit im Erwachsenenalter."
Die Zahlen zur bisherigen Initiative "Kinder gesund bewegen"
beeindrucken. In fünf Jahren wurden über 94 Prozent aller
Volksschulen und 77 Prozent der Kindergärten erreicht. Die Kinder
nahmen an über 130.000 Bewegungseinheiten teil. Eine externe
wissenschaftliche Evaluierung bestätigte auch die Qualität des
Bewegungsprogramms: Die Kindergarten- und Schulleitungen vergaben ein
"Sehr gut" mit einer Durchschnittsnote von 1,4 (Notenskala). Über 98
Prozent der Pädagoginnen und Pädagogen bewerteten die Rückmeldungen
der Kinder als positiv. Die Koordination der Initiative wird auch
weiterhin über die Breitensportverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION
erfolgen. Zukünftig sollen verstärkt lokale Vereine - auch von
Fachverbänden - eingebunden werden, um langfristige Kooperationen mit
den Bildungseinrichtungen aufzubauen und den Kindern die vielfältigen
Angebote des organisierten Sports näher zu bringen. Pro
Kooperationsprojekt werden mindestens 15 polysportive
Bewegungseinheiten angeboten. An einem Standort können auch mehrere
Gruppen oder Klassen betreut werden.
Tischtennis-Olympionikin Liu Jia und Snowboard-Medaillengewinner
Benjamin Karl, beide selbst bereits Eltern, wurden von Sportminister
Klug zu Bewegungsbotschaftern der Initiative ernannt. Liu dazu: "Als
Sportlerin und Mutter liegt mir die Bewegung meines Kindes besonders
am Herzen. Ich bin begeistert, was die Sportvereine im Rahmen der
Initiative "Kinder gesund bewegen" in den Kindergärten und
Volksschulen leisten." Karl stellt fest: "Als Vater sehe ich es als
meine Verantwortung, darauf zu achten, dass sich mein Kind so viel
wie möglich bewegt - zuhause, aber auch im Kindergarten und später in
der Schule. Deshalb unterstütze ich die Initiative gerne."
Jedes Jahr sterben Millionen von Menschen an den Folgen von
Bewegungsmangel. Studien gehen davon aus, dass es in Europa
mittlerweile doppelt so viele Todesfälle aufgrund von körperlicher
Inaktivität als wegen Übergewicht gibt. In Österreich sind an die
zehn Prozent der Todesfälle auf Inaktivität zurückzuführen. Darüber
hinaus ist Bewegungsmangel für geminderte geistige Leistung und für
frühe Demenz mitverantwortlich. Regelmäßige Bewegung hingegen senkt
nachweisbar das Risiko zahlreicher chronischer Erkrankungen wie
Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Krebs und
Alzheimer.
Weitere Informationen zur Bewegungs-Initiative gibt es auf der
Website www.kindergesundbewegen.at
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