• 06.05.2015, 11:33:14
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Volkshilfe zu minderjährigen Flüchtlingen: Jedes Kind ist gleich viel wert!

Fenninger fordert nicht nur Lösung für Überlastung in Traiskirchen sondern auch Anhebung des Tagsatzes!

Utl.: Fenninger fordert nicht nur Lösung für Überlastung in
Traiskirchen sondern auch Anhebung des Tagsatzes! =

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Treffens der Landeshauptleute
zum Thema Asyl schildert Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der
Volkshilfe die Situation der minderjährigen Flüchtlinge: "Hunderte
Kinder und Jugendliche, einige jünger als 14, warten schon monatelang
auf Betreuungsplätze. Diese Kinder sind traumatisiert, sie befinden
sich in einer kinderrechtlich absolut nicht adäquaten Situation.
Gerade diese Kinder brauchen einen besonderen Schutz! Momentan
gewährleisten wir ihnen nicht mal einen ‚normalen‘ Schutz",
kritisiert Fenninger die katastrophale Situation in Traiskirchen und
fordert eingehend, die Kinder und Jugendlichen nicht sich selbst zu
überlassen.

Außerdem spricht sich Fenninger für eine Anhebung des Tagsatzes für
minderjährige Flüchtlinge aus: "Für Flüchtlingskinder wird von der
öffentlichen Hand in der Regel nur halb so viel ausgegeben wie für
österreichische Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern aufwachsen.
Dieser Tagsatz ist nicht nur zu niedrig, es ist ein Skandal, dass wir
diese ohnehin in vielerlei Hinsichten benachteiligten und
traumatisierten Kinder nicht im gleichen Ausmaß fördern", sagt
Fenninger angesichts der von Österreich ratifizierten
UN-Kinderrechtskonvention und fügt hinzu: "Jedem Kind sollten alle
Chancen zuteil werden. Von diesem Prinzip ausgehend sowie auf Basis
der drei Grundprinzipien der Kinderrechtskonvention müssen nicht nur
die Landeshauptleute sondern auch die Innenministerin rasche und
effektive Lösungen finden".

Eine Einbeziehung der NGOs in die Debatte und Lösungsfindung hält
Fenninger für unabdingbar: "Die Situation in Traiskirchen und die
offensichtliche Benachteiligung Schutzbedürftiger erfordert Taten
statt Worte. Im ersten Schritt ist eine Einbeziehung der ExpertInnen
notwendig", sagt Fenninger und fordert damit abschließend einen
Gipfel der Innenministerin mit den NGOs sowie den Landeshauptleuten.
"Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir effektive
Lösungen erwarten."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VHO

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