- 05.05.2015, 11:44:25
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MAINAUER ERKLÄRUNG VON GÖD-APS, LCH UND VBE GEGEN DAS SPAREN AN DER BILDUNG
Die drei Lehrerverbände GÖD-APS, LCH und VBE wehren sich
Utl.: Die drei Lehrerverbände GÖD-APS, LCH und VBE wehren sich =
Wien (OTS) - Sparen an der Bildung unserer Kinder ist eine
kurzsichtige Politik mit negativen Folgen. Wer bei der
Bildung spart, riskiert teure Folgekosten. Wer zukünftige Erträge
will, muss in innovative Strategien und Lösungen investieren und
benötigt dazu genügend Geld. Der extreme Steuerwettbewerb zwischen
den Kantonen in der Schweiz und die chronische Unterfinanzierung der
öffentlichen Bildung in Deutschland und Österreich führen zu immer
mehr "Sparpaketen" in den Schulen. An ihrem Treffen auf der Insel
Mainau haben die Lehrerverbände aus der Schweiz, Österreich und
Deutschland das Sparen an der Bildung daher symbolisch im Bodensee
versenkt. Sie wollen damit auf die ungenügende Finanzierung der
Bildungswesen in den drei Ländern aufmerksam machen.
Unsere Gesellschaft braucht global denkende und lokal agierende
Menschen, die ihre soziale, ökologische und wirtschaftliche
Verantwortung privat, öffentlich und im Beruf wahrnehmen. Langfristig
erfolgreich ist, wer neue
Ideen hat, sozial und ökologisch verantwortlich handelt, an
Mitmenschen, Kunden und Mitarbeitende denkt,
investiert, erfindet und kreativ ist. Schülerinnen und Schüler
benötigen bessere Lernbedingungen, damit sie ihr
Potenzial als zukünftige produktive Mitglieder der Gesellschaft und
der Wirtschaft voll ausschöpfen können.
Die drei Lehrerverbände GÖD-APS, LCH und VBE wehren sich daher
• gegen zu grosse Klassen, zu hohe Unterrichtsverpflichtungen und
schlechte Betreuungsverhältnisse, weil wir allen Kindern und
Jugendlichen gerecht werden wollen und diese Arbeit nicht auf Kosten
der Gesundheit der Lehrpersonen gehen darf;
• gegen die ständige Überwälzung von Aufgaben, ohne entsprechende
Ressourcen zur Verfügung zu stellen, weil diese sonst nicht zu
meistern sind;
• gegen den Abbau von Unterrichts- Förder- und Ergänzungsangeboten,
weil unsere Kinder das Recht auf eine gute Bildung und seriöse
Vorbereitung auf ihre Zukunft haben;
• gegen die völlig ungenügende Lohnentwicklung der letzten zwanzig
Jahre, weil wir im Lehrberuf die besten
Kräfte brauchen und die Löhne der Lehrpersonen mit der
Privatwirtschaft konkurrieren müssen.
Visionen und Investitionen statt Sparen und Abbauen
Die öffentliche Schule muss der Ort sein, wo zukunftsorientiertes,
nachhaltiges und gemeinschaftliches Lernen gefördert wird, wo Ideen
entwickelt werden, wo sich Kinder aus allen gesellschaftlichen
Schichten treffen, wo grundlegende soziale Fähigkeiten wie
Solidarität, Gerechtigkeit und der Umgang mit Unterschieden geübt
werden. Die Zeit ist reif für eine Besinnung auf den Stellenwert der
öffentlichen Schulen für den Zusammenhalt
und die Zukunft unserer Gesellschaft. Diese Einsicht muss mit einem
klaren Bekenntnis zur öffentlichen Bildung und mit entsprechenden
Investitionen umgesetzt werden. Von besonderer Bedeutung ist die
öffentliche Wertschätzung für die Lehrerinnen und Lehrer.
Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer GÖD-APS
Paul Kimberger, Bundesvorsitzender
www.pflichtschullehrer.at
Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH
Beat W. Zemp, Zentralpräsident
www.LCH.ch
Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Udo Beckmann, Bundesvorsitzender
www.vbe.de
Insel Mainau im Bodensee, 5. Mai 2015
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