- 05.05.2015, 08:36:35
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Landeshauptmann-Stv. Reinhold Entholzer: „Die Gedenkstätte Mauthausen bleibt Mahnung und Auftrag für das Heute und Morgen!“
SPÖ OÖ sieht Gedenkarbeit als wichtiges Instrument gegen Intoleranz und Hass
Utl.: SPÖ OÖ sieht Gedenkarbeit als wichtiges Instrument gegen
Intoleranz und Hass =
Linz (OTS) - Heute vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager
Mauthausen von den Alliierten befreit. Von 1938 bis 1945 wurden dort
ca. 200.000 Menschen unter menschenunwürdigsten Umständen inhaftiert,
die Hälfte davon wurde ermordet. "Der 5. Mai ist gerade für uns in
Oberösterreich ein Tag, der einerseits ein Freudentag ist, weil durch
die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen vielen Menschen,
die zuvor Unvorstellbares in ihrer Haftzeit erlebt haben, wieder die
Freiheit gegeben wurde. Andererseits ist und bleibt der 5. Mai für
uns ein Tag, der uns mahnt, täglich gegen Intoleranz und Fremdenhass
aufzutreten", nimmt der Vorsitzende der SPÖ Oberösterreich,
Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer Stellung.
"Auch viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wurden aufgrund
ihrer politischen Überzeugung Opfer des Naziterrors und in
Konzentrationslager inhaftiert. Viele davon erlebten eine Befreiung
nicht. In Mauthausen wurde noch kurz vor Kriegsende, am 18. April
1945, der ehemalige Schutzbundführer und Sozialdemokrat Richard
Bernaschek hingerichtet", zollt der SPÖ Vorsitzende den vielen
SozialdemokratInnen, die ihrer Überzeugung treu geblieben sind,
größte Anerkennung.
"Wir sind heute, 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges,
glücklicherweise in der Situation, dass wir nicht mehr nachvollziehen
können, wohin blinder Gehorsam, Sündenbockpolitik und wirtschaftlich
schlechte Zeiten führen können. Dennoch gilt es nach wie vor diese
Geschichte im Gedächtnis der Nachkriegsgenerationen zu halten, damit
sich derartiges nicht wiederholt", so Entholzer weiter. "Die
Gedenkstätte Mauthausen ist das größte Mahn- und Denkmal an die
Gräuel der Nazizeit auf österreichischem Boden. Dort wird uns
ermöglicht, uns mit unserer Geschichte auseinander zu setzen. Dort
wird uns klar, wie wichtig unsere Werte Freiheit, Gleichheit,
Gerechtigkeit und Solidarität sind, wie wichtig unsere Demokratie
ist, die allen ermöglicht, sich aktiv zu beteiligen und sich
einzubringen."
Dass Jugendliche in Schulen die Gedenkstätte besuchen hält Entholzer
für besonders wichtig: "Unsere Kinder und Enkelkinder müssen sich
kritisch mit unserer Geschichte auseinandersetzen, um künftig in
einer offenen und toleranten Gesellschaft leben zu können, in der des
Miteinander im Vordergrund steht. Die Fundamente dafür müssen wir
ihnen heute mit einem gerechten Oberösterreich bauen."
"Auch heutzutage kommen wir oft in Situationen, wo Menschen, weil sie
anders sind oder woanders geboren wurden, diskriminiert werden. Wir
leben heute in einem freien Land und brauchen uns nicht vor
Verfolgung fürchten, wenn wir uns kritisch äußern und zivilcouragiert
handeln. Dieses zu tun, ist oftmals eine Überwindung. Dass wir es tun
müssen, das ist es, woran uns unsere Geschichte erinnern muss",
schließt der SPÖ-Vorsitzende.
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